Samstag, 31. Dezember 2011

In meinem Leben ist so viel Leere, in meinem Herzen ein Loch. Zuerst hat die Computersucht es gefüllt, dann bin ich in Therapie gegangen und hab mich an begrenzte Zeiten gehalten. Die Leere hab ich mit Abnehmen gefüllt, ich hab andauernd Sport gemacht. Als ich keine Kraft mehr hatte, bin ich ins Fressen übergegangen. In der Klinik habe ich die Leistung wiederentdeckt, aber schon jetzt merke ich, dass sie mich zu viel Energie kostet.
Scherbenhaufen.

Ich melde mich schon wieder nicht bei meinen Freunden und auch nicht mehr auf Schreiben meiner Therapeutin. Es ist alles so leer, monoton und sinnlos. Der Computer mit seinen MMORPGs zieht mich wieder unheimlich an. Bald werde ich aus der entlassen und habe Angst, dass alles so endet, wie früher.

Es dreht sich alles im Kreis.

Nein, ich habe noch nicht aufgegeben.

Freitag, 30. Dezember 2011

Ich beginne nicht am 1.1.2012, ich beginne heute. Ich werde mein Leben in den Griff bekommen. Ich möchte nicht am Rande der Gesellschaft leben und allein in meiner kranken Kopfwelt gefangen sein. Ich will sagen können, dass ich das alles hinte mir gelassen habe. Ich möchte nicht wie meine Mutter enden, nicht von Fachleuten als "irreparabel" bezeichnet werden. Ich will Erfolg haben. Ich werde.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Alles in mir schreit, so laut, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, so leise, dass es kein Außenstehender hören kann. Ich weiß nicht was aus mir werden soll und ob ich Glück jemals annehmen kann, die Hilfe, die ich momentan bekomme verbessert meine Stimmung zwar, aber die Diskrepanz zwischen den Hochs und Tiefs wird immer größer und genau das macht alles so schwer. Ich kann's nicht beschreiben.

Was ich nach diesem Klinikaufenthalt weiß, ist, dass ich kein Fall bin, der typisch bzw. leicht zu behandeln ist. Ich passe in kein Krankheitsschema rein
Vllt. bin ich ja gar nicht krank, sondern erkenne nur zu viel. Whatever.

Ich laber kreisrunde Scheiße und trete auf der Stelle, Anonym, ich gebe dir recht. Ich schaffs nicht anders.

Montag, 26. Dezember 2011

Ihr könnt meine Depressionen behandeln und mir einreden, dass meine Probleme lösbar sind, doch meinen Erfahrungswert könnt ihr nicht besiegen. Soziale Phobien sollen ja mit VT so toll zu behandeln sein, aber wisst ihr was? 1,5 Jahre Thrapie habe ich hinter mir und ich habe nichts daraus lernen können. Lieben werde ich mit Verhaltensmustern auch nicht lernen können, das wisst ihr alle. Ihr kennt kein Leben ohne Liebe, ihr wisst nicht, wie es sich anfühlt, selbst Leute mit Liebeskummer zu beneiden, weil sie FÜHLEN können. Es hätte ja auch Vorteile, keinen Sexualtrieb zu haben und sich nicht zu verlieben, man kann ja ohne Hormoneinflüsse so viel rationaler denken. Mag ja sein, soweit will ich's nicht abstreiten, aber bitte: Was macht das Leben lebenswert, wenn nicht Liebe? Das ist der springende Punkt der Die Ursache für alle meine Probleme ist und diese Problematik könnt ihr nicht beseitigen. Meine Depressionen werden trotz Medikation immer wieder kommen, meine Essstörung wird sich nie auflösen, weil ich (Selbst-)Liebe nicht kenne und nie kennen werde.

Es ist eine hässliche Abwärtsspirale, die wohl keiner kennt, es ist das Los der Einsamkeit und Isolation, das ich gezogen habe.

Sonntag, 25. Dezember 2011

I hate the fact that no matter how hard I try - I will always stay human: imperfect. Weihnachten war "besser" als ich dachte. Hab n IPad bekommen und konnte mich freuen, ich hasse es, mich wieder freuen zu können. Ich setze meine Medikamente heimlich ab, ich spucke sie einfach aus. Ich kann es nicht ertragen, dass es mir gut geht, dafür nein ich nicht gut genug. Ich halte mich zu viel im Internet auf, bringe zu wenig Leistung, Drücke mich stupide aus, habe kein Allgemeinwissen und fresse momentan durchgehend. Ich hab da keinen Bock mehr drauf, ernsthaft. I hate life.

Freitag, 23. Dezember 2011

Ich kann nicht benennen, was ich mit der Klinik verbinde. Momentan ist ein ekelhafter Gefühlsmischmasch, bestehend aus Wut, Enttäuschung, Verachtung, Mitleid, Trotz, Fassungslosigkeit und einem nicht definierbaren Rest.
Es ist so lächerlich und erbärmlich.

Du schiebst ihnen Geld zu, sie geben dir Medikamente. Du schaffst es, dich aufzurappeln und willst auf deine bewährten Krücken zugreifen. Sie wittern die Gefahr, dass sie weniger Geld bekommen und drohen dir damit, dich wieder umzustoßen.

Klartext: Wenn ich am Dienstag den Termin bei meinem Psychiater wahrnehme, werd ich entlassen. Ich kenne die Argumente, die dagegen sprechen, aber ich bin in der Lage, jedes einzelne mit einem besseren zu kontern, aber das interessiert nicht.

Ich hab wenig Lust denen in den Arsch zu kriechen, heißt, dass ich dann auf der Straße steh, bzw. dann in eine Inobhutnahme komme, ich sag euch, es ist der Burner.
Die Ambivalenz lähmt mich unheimlich.
Ich habe in letzter Zeit viele Schritte nach vorne gemacht, meine Therapeutin hier bezeichnet es als "wahren Goldregen". Es stimmt, ich habe viele gute Momente, aber ich weiß, dass das allein durch die Medikamente kommt. Mirtazapin und Fluoxetin bekomme ich in Kombi, die verstärken sich gegenseitig.

Auf der anderen Seite fühle ich mich unheimlich leer, ich versuche diese Leere mit Aktivitäten zu füllen, doch es funktioniert nicht. Ich rutsche oft in die fast hysterisch gute Stimmungslage ab.

Ich wünsche mir die Depressivität zurück, sie hat mich ausgefüllt. Ich hadere bei jeder verschissenen Tablette mit mir: Schlucke ich sie oder nicht?

Ich muss die 12. wiederholen.
Es wird nach einer betreuten WG gesucht.

Ich danke euch für eure Kommentare, Es tut mir Leid, dass ich sie momentan nicht beantworte.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Ich muss einsehen, dass es mir nicht mehr schlecht geht, sondern nur nicht gut. Ich bin in jener Grauzone, die ich sonst mit meinem Denken in Extremen umgehe, aber momentan kann ich das nicht.
Ich weiß nicht, wo mein Platz im Leben ist und wie meine Zukunft aussehen soll, weil ich mir immer noch nicht vorstellen kann, zu lieben. Für mich haben zwischenmenschliche Beziehungen kaum eine Bedeutung und ich habe Zweifel, dass sich das noch ändern wird. Auch wenn ich es hoffe, denn ein Leben ohne Liebe ist leer und kalt, rationalisiert und nur auf Leistung bedacht. Ich versuche oft vor der sich zwangsläufig ergebenden Hoffnungslosigkeit zu flüchten, indem ich mir einrede, dass ein karriereträchtiges Leben toll ist.

Ich weiß nicht, was ich mit meiner Situation anfangen soll.

Mein Essverhalten ist weiterhin ne Katastrophe, alles oder nichts.
16 Wochen Klinik, Halleluja.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Ich erfriere unter der heißen Dusche. Ich habe Angst vor der Zukunft, denn so werde ich sterben. Ich habe Angst die Leute, die ich lieb hatte zu verletzen, aber vor allem - und das ist verdammt bescheuert - habe ich Angst, meinen ambulanten Psychiater zu enttäuschen. Er hält viel von mir und gibt mir oft Termine, obwohl er kaum Zeit hat. Wöchentliche Sitzung bei einem Klinikdirektor und Gerichtsgutachter.
Ich weiß nicht, vielleicht schiebe ich diese Angst auch nur vor, um meine Angst vorm Tod nicht realisieren zu müssen.
Es ist ein krankes Spielchen, das ich hier spiele.

Ich habe wirklich Angst, vor allem was mich erwartet. Ich hab keine Kraft mehr, die ist für die Selbstzerstörung draufgegangen.

Meine einzige Fluchtmöglichkeit: Leistung. Ich kann sie erbringen, das weiß ich. Wenn ich will, werd ich mein Abi mit 1,7 oder besser abschließen. Wenn ich will, werd ich danach studieren und Geld scheffeln. Wenn ich will, werde ich meine autistischen Züge hervorheben und emotional verkümmern. Mein Masterplan.

Montag, 19. Dezember 2011

Meine Mutter tut 24/7 auf wehleidig :D
Bitter erbärmlich!
Mein Vater ist "Gefühlslegastheniker", um es mal in den Worten meines Psychiaters auszudrücken.
Ich bin erbärmlich. Und fett. Und dumm. Und ignorant.

I'm lovin' it (Veggieburger-Geruch in deiner Kotze rockt alles).
Ich bin so dumm. Warum, bitte - WARUM habe ich Angst vor einem Leben OHNE FAs?
Eigentlich kenne ich den Antwort, doch ich bin zu feige, mir das einzugestehen.
Gestern hab ich so viel gegessen, dass ich ohne eigenes zutun gekotzt hab, Bravo.

Es ist so sinnlos. Ein Leben mit Essstörung, sozialer Phobie und Depressionen ist nicht lebenswert, gleichzeitig habe ich hier in der Klinik und durch die Bloggerwelt aber gelernt, dass man auch einen Konkurrenzkampf in Sachen "Wem geht's am schlechtesten" austragen kann, das hat meinen Kampfgeist geweckt. Jetzt hab ich nicht nur Angst davor, dass es mir wieder gut, sondern auch die Ambition, diejenige mit den größten Problemen zu sein.

Das Leben endet mit dem Tod, egal was man tut. Warum nicht jetzt? Ich verdamme den Teil in mir, der auf Besserung hofft, er ist so unglaublich naiv.

Montag, 12. Dezember 2011

Oha, 3b).
Augen zu und durch war die Devise und eigentlich war niemand sauer, sondern die paar Freunde, die ich habe, haben sich gefreut.

Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, sowas Positives kann ich kaum verarbeiten. Ich such dann Schattenseiten, ich darf das Dunkel schließlich nicht ziehen lassen, das wär ja wohl der Gipfel.

Aber, egal aus welcher Intention: Ich werde dafür kämpfen, in betreutes Wohnen zu dürfen. Ich werde den Leuten aus der Klinik glauben machen, dass ich stabil genug bin. Vielleicht lasse ich dadurch meine Probleme hinter mir, vielleicht mache ich mich dadurch nur noch mehr kaputt. Insgeheim wünsche ich mir Letzteres, aber ich denke ab einem gewissen Stadium kommt die Freude über Ersteres auch.

Sonntag, 11. Dezember 2011



Das war so ziemlich das Süßeste und Aufrichtigste, was ich in der letzten Zeit bekommen habe. Die Betreuerin ist eigentlich gar nicht für mich zuständig und ist auf das Gruppensystem normalerweise ziemlich fixiert, deshalb freut es mich umso mehr: Sie meinte, dass sie bei dem Bild sofort an mich denken musste und hat es mir ausgedruckt und geschenkt.
Sie hat mir ihre Assoziation auch kurz erklärt - Ich bin wie das Mädchen, denn eigentlich ist der Schirm ja ein Symbol des Schutzes, aber in diesem Fall ja die Ursache des Unglücks. Ich Stelle mich auch unter den Schirm, den ich mir aus ritzen, essen und Co. zusammengebastelt habe.

Ich muss mich nur mal raus trauen.

Morgen gehe ich zur Schule, ich hoffe zumindest, dass ich es packe.

Die möglichen Ausgänge der Geschichte sind:
1. Ich bekomme Panik, drehe auf dem
Weg um und
a) gehe zurück auf Station
b) fresse und gehe zurück auf Station
c) nehm ne Coffein-Überdosis

2. Ich gehe in die Schule, meine 'schlimmsten' Erwartungen treffen ein (Freunde sind sauer (zurecht!) oder nicht sauer, aber ich merke, dass ich mit dem Kontaktabbruch einiges zerstört habe) und ich
a) gehe zurück auf Station (und das Leben geht (irgendwie) weiter)
b) fresse und gehe zurück auf Station
c) nehm ne Coffein-Überdosis

3. Ich gehe in die Schule, bemerke, dass niemand sauer ist und
a) gehe auf Station und ärgere mich über die Kopfzerbrecherei und darüber, dass die Anspannung immer noch da ist
b) freue mich wie ein paniertes Schnitzel darüber, dass ich jetzt einen großen Schritt vorwärts gemacht habe!


Und wie wirds ausgehen? Tipps werden angenommen.
Ich setze auf 1b). Oder gesetzt, dass ich dort hingehe auf jeden Fall 2.
Wie realistisch das ist, bzw. wie sehr diese Einschätzung durch irreale Ängste beeinflusst wird, weiß ich absolut nicht!
Ich hab so eine Angst vor Morgen, es ist der Horror. Ich kann da nicht hin!

Die Stimme in meinem Kopf schreit mich an: "Iss!!"

Ich will doch nur, dass alles still ist, Ruhe haben, bitte.
Aber es wird nicht aufhören, das wird es nie. Das weiß die Klinik und das weiß ich.
Alles sinnlos.

Die Tabletten üben eine anziehende Wirkung auf mich aus, gleichzeitig hab ich Angst.
Will ich alles beenden? Will ich kämpfen? Will ich weiterhin vegetieren?

Ich bin hässlich.

Freitag, 9. Dezember 2011

Gestern sind die 3 Leute gegangen, mit denen ich hier am Besten klar kam.
Momentan ist es der Horror.
2 totale Freaks, ein etwas komischer Typ und 2 Personen, vor denen ich ein bisschen Angst hab.
Es ist schlimm, ich versuche mich selbst zu beschäftigen, aber meine Gedanken drehen sich einfach immer wieder im Kreis.
Ich hab Angst vor Montag, ich gehe da wieder auf meine Heimatschule und als ob mir diese Situation nicht schon ausreicht, sehe ich dort meine beste Freundin wieder. Ich habe ihr seit 2 Monaten nicht mehr zurückgeschrieben, jetzt soll ich einfach kommen und so tun, als ob nichts wär? Mich neben sie setzen? Hilfe!
Ich hab's verkackt, an diesem Zustand bin nur ich Schuld.

Gott, ich kann das nicht, aber wenn ich nicht gehe, darf ich das komplette Schuljahr in keine Außenschule mehr.

Ich fühle mich so einsam! :(
Und da hilft mir auch die kranke Welt inkl. Blogger, in die ich mich geflüchtet habe nichts mehr. Ja, ich bin gut darin, mein Leben zu meiner persönlichen Horrorvorstellung zu machen, aber nein, dass ich darin gut bin, hilft mir nichtmal ansatzweise.

Irgendwann schluck ich diese Scheiße und bin weg. Ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr. Und das versteht hier keiner.

Oder ich verstehe nicht, dass ich kann, wenn ich will.
Aber will ich das wirklich versuchen? Nein? Na also, selbst schuld :D

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Ich kann die negativen Gedanken nicht loslassen, insgeheim möchte ich den Suizid, nur um allen und somit auch mir, zu beweisen, dass es mir wirklich nicht gut geht/ ging und ich tough genug bin, um alles aufzugeben.
Heute hab ich eine 2. Einrichtung besichtigt, es ging darum, ob ich überhaupt wieder schulfähig bin. Natürlich bin ich das!

Mein Psychiater ist überrascht, dass ich als so unselbständig eingestuft werde.

Ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Ich hab Angst davor, Dinge anzugehen. Ich soll entscheiden, ob ich wieder einen Außenschulversuch machen möchte. Ich soll entscheiden, in welche Einrichtung ich gehe. Ich muss entscheiden, wie ich Weihnachten verbringe.
Ich muss entscheiden, ob ich die Tabletten schlucke und sterbe. Ich muss entscheiden, ob ICH das will oder ob ich das nur aus Trotz will.

Ich will nicht mehr entscheiden, warum ist Leben so schwer?

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Ich bin zu hässlich, um hungern zu DÜRFEN, fressen passt zu meiner Erscheinung (Nur wer schön ist, DARF hungern!!). Ich hasse dieses Fleischwrack, namens Körper, welches mich darstellt.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Meine Medis schlagen an, es ist ein widerliches Gefühl, gut gelaunt zu sein. Die Klinik, in der ich bin ist der letzte Shit, aber es ist mir egal, ich will nicht mehr gesund werden. Ih will alles aufgeben und gehen, Kontakt zur Außenwelt hab ich eh nichtmal mir, abgesehen von meinen Eltern, die ich nach einem Monat Kontaktabbruch wieder gesehen habe.

Ich habe die Weihnachtszeit früher so geliebt, es macht mich so traurig, was für ein Biest ich geworden bin.

12 Wochen und 5 Tage vollstationär.

Koffeintabletten begleiten mich, wenn ich will, kann ich damit alles beenden.
LD50 ist lächerlich wenig davon.

Freitag, 25. November 2011

Es ist krass, wie stark ich in meiner Kopfwelt gefangen bin. Diese Welt, in der Ideale komplett von jeglicher Vernunft und gesellschaftlicher Norm abweichen.
Nein, ich will ncht gesund werden, denn ich will die Geborgenheit der Krankheit behalten. Ich will die Narben, das Hungergefühl, die Suizidgedanken, sogar die Fressanfälle, wobei ich diese auch gern gegen Gewichtsabnahme eintauschen würde.
Warum ist das so? Ich weiß es: Ich habe Angst vorm Leben, Verantwortung und Angst, meinen Ansprüchen schutzlos ausgeliefert zu sein.
Es gibt Tage, da ist meine Stimmung besser, ich hasse sie - Ich weiß nicht ob das jemand kennt oder überhaupt verstehen kann, aber an solchen Tagen geht rs mir auf absurde Weise noch schlechter, als sonst.
Vllt. bin ich zu verkorkst um gesund zu werden oder auch einfach nur zu feige.

Ich kann so nicht weiter machen, weil die Depressionen besser werden und ich immer mehr Angst bekomme. Niemand kann mir sagen, was ich dagegen tun soll, "aushalten" ist die Devise der Therapeuten, aber ich pack das einfach nicht! Ich würde so gerne alle Medikamente absetzen, mich wieder tief ritzen, fressen, hungern und den ganzen Tag zocken.
Es ist eine sichere Welt ohne wirkliche Gefahren, für etwas anderes bin ich nicht geeignet.

Mittwoch, 16. November 2011

If you think nobody cares if you're alive, try missing a couple of car payments.

Wenn du 3 Wünsche frei hättest, was würdest du wählen?

Eine gute Frage, sehr gut - zu gut, ich könnte sie nicht beantworten. Will ich mich hassen? Will ich dünn sein? Will ich Tod sein? Will ich vielleicht nicht doch einfach nur glücklich und gesund sein?

Ich bin jetzt knapp 10 Wochen vollstationär (Ich soll noch "einige" Wochen bleiben - ob gut oder schlecht? Keine Ahnung.) und ich fühl mich wie am Anfang auch.. ich könnte mir hier jederzeit das Leben nehmen, Stromschlag, ja, das ist eine bitter-süße Metapher. Sterben durch die überwältigende Spannung, die sich durch mich zieht.
Meine Therapeutin hier in der Klinik meint, dass ich durchaus Fortschritte mache, welche sie meint besprechen wir morgen.
Ich will das nicht glauben und wahrhaben!
Wo wäre denn dann der Halt?

Seit 5 Wochen hat keiner meiner wenigen Freunde mehr etwas von mir gehört, besorgte SMS beantworte ich nicht, meine soziale Phobie schlägt voll zu. Mit meinen Eltern hab ich seit Halloween kein Wort mehr gesprochen.

Jetzt gerade liege ich hier im Bett und hab Angst davor, nicht schlafen zu können. Bis jetzt hab ich Schlafmittel bekommen, die wurden Dank meiner herzallerliebsten Eltern abgesetzt und was Neues bekomm ich erst Übermorgen. Ich kann schon mit Medi kaum oder nur unruhig schlafen, die letzten 2 Nächte hab ich einfach während dem Schlaf meine Gedankenkreise weitergeträumt.

Trotz allem lache ich momentan unheimlich viel. Ich hasse das, auch wenn es nur ein Lachen, welches durch Anspannung entsteht ist. Ich hasse jedes Anzeichen dafür und noch mehr jedes Gefühl welches für mich positiv ist oder auch nur sein könnte.

Sonntag, 6. November 2011

Was habe ich an diesem Leben noch? Das einzige, was mir außerhalb der Psycho-Scheiße bleibt, sind meine Freunde - und von denen isoliere ich mich. Ich trau mich gar nicht mehr auf Facebook, meine SMS lese ich nicht mehr und Anrufe lass ich einfach klingeln.

Ein paar machen sich Sorgen, es tut mir so Leid für sie.

Ich bin doch eklig, mein Charakter gehört ausgerottet und zusammen mit Atommüll sicher gebunkert.

Mir darf es ncht gut gehen, die Schnitte dürfen nicht oberflächlich sein. Ich liebe es, wenn es mir schlecht geht, hah.
Ich fühle mich so hoffnungslos, über 9 Wochen insgesamt Klinik, Verbesserung? Fehlanzeige

Ich will ritzen, fressen, Medis überdosieren und als Fernziel Suizid begehen. Bei solchen Zielen kein Wunder, dass mir nichts hilft, aber das Thema Motivation und Ziele wird bei mir in der Therapie irgendwie kleingeschrieben. "Man muss es halt schon wollen, nech?" Hahahahaaaa

Freitag, 4. November 2011

Es ist so unheimlich anstrengend, hier zu sein. Es ist so viel Kontrolle und ich bin gezwungenermaßen total unselbständig. Damit kann ich wirklich gar nicht umgehen, ich bin deswegen wirklich oft aggressiv, das kenne ich sonst nicht so von mir.
Zu der Aggression kommt dann noch so ein falsches, hinterlistiges und hasserfülltes Lächeln hinzu, das ich gar nicht mehr abschalten kann. Die Mitpatienten hier finden es gruslig, ich übrigens auch.

Wenn ich nicht grad in diesem Zustand bin, bin ich entweder total überdreht fröhlich, um zu verdrängen oder total niedergeschlagen und kraftlos.
Momentan ist's einfach nur frustrierend hier zu sein.

Mit meinen Eltern bin ich durch die Klinik gezwungen, Konrakt zu haben und das nervt mich mehr an denn je.

Wenn ich hier rauskomme soll ich ja in diese 24h-Überwachung, auch vollstationäre Jugendhilfeeinrichtung genannt. Da gibt's keine passend für mich in meiner Stadt, dann muss ih also wahrscheinlich wegziehen. Genial.
Aber ich fände es äußerst toll, wenn ich wenigstens langsam mal genau wüsste, wo ich dann hinkomme, obdachlos zu sein ist irgendwie nicht so der Burner... Hachja. Hard Times.

Mittwoch, 2. November 2011

Ich HASSE es!
Ständig schaut jemand nach mir. Ich muss mich oft in den Aufenthaltsraum setzen. Mehrmals wurde mir Tavor gegeben. Mein Schlafmedikament macht abhängig.

Gott, sieht denn keiner, dass mir das NICHT hilft? Dass mir NICHTS mehr hilft?
Dass ich NICHT mehr künstlich am Leben gehalten werden will? Ich will sterben, bitte helft mir DABEI!

Entlassungsdatum: unbekannt

Dienstag, 1. November 2011

Ich finde kaum mehr Worte, um zu beschreiben, wie mein Zustand ist.
Keine Ahnung wies mir geht. Komisch, irgendwie... ich hasse meine Mutter mehr denn je, meine Eltern tun mir aber gleichzeitig leid, weil icgbsie so hasse.

Ich bin allein und verloren, der Spielball der Therapeuten und Psychiater. Ich kenne alle von der Station. Keiner konnte und kann mir helfen.

Ich bin nicht krank, ich bin nur eine zu ehrliche Realistin.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Being who I am really hurts.

Ich kann langsam wirklich nicht mehr, ich hab keine Perspektive und nicht die Aussicht darauf, dass ich mich bald umbringe, bin halt feige.
Ich ruiniere, was mich zusammengehalten hat: Leistung
Ich muss wiederholen, im Abijahr! Neue Klasse, bei sozialer Phobie ein Mordsspaß.

Ich nehm gleich Stadtausgang, geh ritzen und fressen, ich bin psychisch so müde, ich brauch das jetzt.

Will nicht mehr kämpfen.

Ja, ich schreibe andauernd das Selbe. Entweder das ist das Ende des Anfangs oder schon der Anfang vom Ende. Oder einfach mein Endzustand: Nicht Lebensfähig

Montag, 24. Oktober 2011

Es macht alles so unglaublich kraftlos. Immer wieder heißt es, ich soll nach vorne schauen, aber was erwartet mich denn? Ich könnte euch nichts nennen, was ich am Leben noch als positiv empfinden würde. Gefühle erdrücken mich, selbst wenn sie ausnahmsweise mal positiv sind, macht mich ihre Intensität fertig.
Liebe? Kenne ich nicht, werde ich nie kennen lernen, den Part des Herzenbrechens kenne ich leider trotzdem. Genial.
Es ist alles so sinn- und hoffnungslos. Und das wirklich schlimme ist, dass NIEMAND etwas ändern kann. Die Personen, die mir am meisten bedeuten sind mein Psychiater und meine Therapeutin. Ihnen bedeute ich aber nichts, jede gegenteilige Behauptung war eine Lüge. Mein Psychiater erkennt mich nicht mehr, meine Therapeutin hat sich seit 4 Wochen nicht mehr gemeldet.

Es tut weh, es verletzt.
Ich fühle mich einsam.

Ich wünschte, ich könnte weinen.

Versiegter Bach,
die Pflanzen verdorren.
Die Seele stirbt,
Tränen versiegen.

Freitag, 21. Oktober 2011

Wozu noch kämpfen? Ich gebe mich viel lieber meinen suizidalen Gedanken hin.

Die letzte Zeit ist echt scheiße.
Sie wollen, dass ich in ne 24-h-Betreuung gehe, wenn ich hier raus komme.

Ich hab einiges von Hand geschrieben, ich tippe es euch ab, sobald ich mich dazu motivieren kann. Tut mir Leid, dass ich euch so hinhalte.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Es läuft nicht so, wie ich es wollte, nichts.
Ich kann nicht gesund werden, meine Angst davor ist zu groß.

Und so warte ich an jedem neuen Tag nur auf das Ende des Selbigen.

Ich habe versagt, auf ganzer Linie.

Die nächsten Tage ausführlicher. Aber eigentlich ist das alles gar nicht so neu. Nur wiederaufgewärmte Gedankenscheiße. Kennt man ja von mir.

Cheers

Donnerstag, 22. September 2011

Der Tag war größtenteils desaströs. Ich hatte andauernd Angst durchzudrehen und hab mich innerlich wie zerbrochen gefühlt.
Abends dann mit meiner Thera telefoniert: Ich werd die Klinik wechseln, hier bringst mir einfach nichts, macht mich nur noch mehr fertig.
Welche Klinik es wird steht auch schon fest, im Schnitt ist die Wartezeit ca. 2 Wochen, meine Thera will's aber dringlich machen, dann geht's wohl schneller. Das wäre toll, die Klinik ist wirklich renommiert und wurde von mehreren Seiten empfohlen.
Bis dahin will ich hier in der Klinik bleiben, ich hab Angst davor, allein zu sein.

Jedenfalls lodert der schwache Funke Hoffnung, der noch da ist, gerade wieder auf :)
Ich freue mich, trotz der Angst, was ist, wenn man mir auch dort nicht helfen kann.

Dienstag, 20. September 2011

13:40
Alle um mich herum kindisch und überdreht, Witze, bei denen man denken könnte, dass die hier alle eben erst aufgeklärt wurde.
Ich fühle mich hier nicht wohl.
Die einzigen Erinnerungen an den Geschmack von Freiheit sind die lila-farbenen Narben auf meinem Oberschenkel.
Ich bin schwach, ich esse unglaublich viel und sogar für nicht Essgestörte überdurchschnittliche Mengen.
Ich möchte hier weg, habe aber auch Angst vor dem, was draußen ist.
Ich möchte an keinem Ort sein, möchte mich nicht lieben, mir nicht helfen lassen, mich umbringen.
Aber ganz im Geheimen: Ich will es doch, will glücklich sein - Das würde ich natürlich nie zugeben .

Nur was hindert mich?
Keine Ahnung. Ich will doch auch alles beenden. Nein. Doch. Nein. Stirb, naive Hoffnung.

17:20
Ich möchte nicht mehr kämpfen, um mich herum nur Leute, die mich anpissen. Man kann Hilfe bekommen, wenn man Probleme hat, ja. Aber nicht ich, denn ich will das gar nicht.

18:45
"Was könnte dir denn jetzt helfen?" Nichts, Gott, sagte ich doch, Vollidioten.
Ihr versteht es nicht, könnt es nicht, ihr seid nicht ich. Ihr habt absolut keine Ahnung, wie es ist, wenn man sich aufgegeben hat, wenn man alles gegen sich einsetzt und nichtmal den blassesten Schimmer eines Lichts am Ende des Tunnels vernehmen kann. 
Was hilft es mir, den Leuten zu erzählen, was in mir vorgeht? Keiner von ihnen - und das waren sicherlich 7, 8 - konnte mir bisher helfen, nichtmal ernsthaft Besserung in Aussicht stellen. V.a. die Pädagogen sind genial, da kommen dann Antworten wie: "Das Stelle ich mir grauenhaft vor", "Ich weiß auch nicht, was man da machen kann" oder einfach gar kein Kommentar und ein Umschwank auf: "Und was könntest du jetzt tun, um den Tag zu überstehen?" Aber hey, hab ich euch nicht gerade deutlich gemacht, DASS ICH NICHT MEHR WILL?!

Es pisst mich alles so an. Ich warte nur noch auf das Gefühl der Freiheit, wenn ich endlich gehen kann und auch endgültig will. So lange schwelge ich in wohliger Erinnerung an meine letzte Phase, in der ich genau das erfahren und spüren durfte :)

Sonntag, 18. September 2011

Ich hab mal wieder keine Lust mehr. Nicht nur auf diese Klinik sondern aufs Leben. Die Klinik war der Hoffnungsschimmer und meine letzte Möglichkeit, etwas zu verändern, aber es wird nichts besser, das wird es nie wieder. Allumfassende Hoffnungslosigkeit. Ich warte nur noch darauf, dass ich den Entschluss zum Suizid endgültig fasse und diesen Alptraum von Existenz beenden kann. Ich möchte nicht mehr kämpfen, wüsste nicht wofür.

Donnerstag, 15. September 2011

Zwischenstand:

Schlafstörungen (warum auch sonst schreib ich um die Uhrzeit, wenn seit 22 Uhr Bettruhe ist? ;))
Heuchler-Eltern (Vor 1/2 Jahr: "Du willst doch nur Aufmerksamkeit", heute: "Mimimi, wir lieben und unterstützen dich doch iiiiimmer"
Die Jugendlichen sind sehr! anstrengend
Zu wenig Platz
Kaum Freiheiten (sehr sinnig, eine soziale Phobikerin/ Depressive nahezu komplett zu isolieren!!)
Ich werde zur Unselbständigkeit erzogen
Erst einen Psychologentermin gehabt
Klinikschule ist katastrophal/ Konzentrationsstörungen Deluxe
Kaum Handyzeit
Vorübergehend geschlossen geführte Station (Kliniktür zugeschlossen, ohne Pädagogen durfte ich bis gestern nichtmal das Srockwerk verlassen!)
-1,5 kg, ich esse weniger als die Magersuchts-Patientin, hab ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen
Große Angst, wieder nachhause zu gehen
Angst, hier durchzudrehen
Aggressiver denn je
Das Gefühl, mein Leben endgültig entwertet zu haben
Angst, nie wieder gesund zu werden
Zu viel Zeit zum Grübeln


Aber doch irgendwie das Gefühl, beschützt zu sein

Meine Thera und ich denken über einen Klinikwechsel nach

Keime Ahnung, was ich von dem allen halten soll, ich würde mich wirklich sehr über eure Meinungen dazu freuen.

Liebe Grüße an euch alle <3

Freitag, 9. September 2011

Jetzt geht's also los. Angst. Ich hoffe, dass ich mein Handy behalten darf, dann blogge ich darüber ab und zu.

Es wirkt alles so irreal, das ist nicht mehr mein Leben, welches da an mir vorbeizieht!

Auf unbestimmte Zeit in der Klinik

Donnerstag, 8. September 2011

"Ich bin dann ab morgen weg, ich weiß noch nicht genau, wann ich wieder komme"
"Wohin gehst du denn? Urlaub oder ziehst du aus, ...?"
"Neee, ich muss ins Krankenhaus, ist jetzt aber nichts ansteckendes oder so"
"Was hast du denn?"
"Ich red da nicht so gern drüber"
"Dann wünsch ich dir gute Besserung, ich hoffe, dass es nicht Schlimmes ist"
"Nee, so schlimm ists eigentlich nicht"
*komischer Blick*

- Öhöhööhööööö... Weil ich einfach absolut grottenschlecht und unglaubwürdig bin.
Wenigstens hab ich den Part "informiere deine Mitbewohnerin" jetzt rum. Amen.

Immer noch Angst und ein Drücken im Magen.
Sie haben die Überhand gewonnen. Ab morgen bin ich vollstationär, keine Ahnung was auf mich zukommt, ich weiß absolut gar nichts.
Vllt. kann ich ab und zu per Handy bloggen, ich weiß nicht mal, ob das erlaubt ist.

An die ganzen Kommentatoren: Danke, ich hab alles durchgelesen.
Bin gerade blockiert, kann nicht antworten, immer noch.

Ich hab Angst.

Wollen sie mich vollstationär, weil sie mich nicht kennen? Weil ich privat versichert bin? Weil sie wirklich denken, dass es nötig ist?

Alte Klingen abgegeben, neue gekauft. Heute war zu viel. Ich weiß nicht, ob ich sie verwende.

Mittwoch, 7. September 2011

Ich sehe, wie langsam diese ganzen Psycho-Menschen die Kontrolle über mich gewinnen. Sie sind der Meinung, dass ich vollstationär gehen sollte. Sie haben mich unterschreiben lassen, dass ich morgen alle meine Klingen abgebe, sie haben mich unterschreiben lassen, dass ich keine Suizidhandlungen unternehme (haha, fast genauso sinnlos, wie das gesetzliche Verbot eines Suizids :)).

Und ich stehe nur noch da und gucke zu.. was wäre aus mir geworden, wenn ich vor einem Jahr nicht in Therapie gegangen wäre? Wäre ich Tod? Wäre ich glücklich, weil ich mich da nicht so reingesteigert hätte?

Wie ein Film, ein schlechter Film, ich kann mir momentan wirklich kein Leben mehr unabhängig von diesen ganzen Psycho-Docs mehr vorstellen. Ich bin unglaublich abhängig und unglaublich hoffnungslos.

Zur Schule darf ich nicht. Höhö, sehr lustig, das alles. Die anderen Mädels übrigens auch, fast permanent - Mir ist das zu anstrengend, ich hock da fast nur noch versteinert.

Ich werde meine Klingen abgeben. Ich werde neue kaufen <3.
Denn die Unterdrückung von SVV ist nicht mein Ziel. Ich will es nicht sein lassen, es ist nichtmal eine Sucht. Gebt mir einen Sinn und Hoffnung, bringt mich dazu, um mich zu kämpfen. Symptombekämpfung? Bitte nur mit Medikamenten, auf den Rest kann ich verzichten. Cheers.

Hey, psscht! Ich glaube immernoch nicht, dass es mir schlecht geht. Ich spiele denen nur was vor. Ich hasse mich dafür.
Ich weiß nicht mehr, was Realität und was Katastrophisierung ist!!

Samstag, 3. September 2011

Rien ne va plus.

Tut mir Leid, dass ich gar nicht mehr antworte, wirklich. 2 Blogawards, unzählige unbeantwortete Kommentare.. ich sollte mich echt mal zusammenreißen.

Bloggen fällt mir leichter, ist ein kleines Ventil. Ich hoffe, ihr fühlt euch nicht versetzt :(

Momentan ists beschissen. Gestern beim Jugendamt wars einfach nur dermaßen anstrengend, vor 3 Personen gesessen und ALLES erzählen müssen ist einfach nur hart. Ich war danach so ausgelaugt und überfordert... Aber immerhin, es wird jetzt angefragt, ich bekomm n Platz, sobald was frei wird. Wenn es bis Ende des Monats nicht klappt, kann ich stationär in die Klinik gehen.
Ja, danach in der Tagesklinik wars auch beschissen, Maske aufsetzen und auf fröhlich umschalten geht halt nicht, wenn man nicht mehr kann. Hab dann verdammt abgeblockt, nur noch rumgesessen, ja..
Irgendwann meinte die Betreuerin, sie müsste zum Therapeuten rennen, damit ich da ne Extrastunde bekomme, weils mir nicht gut geht.
Also, hingegangen, war nicht sonderlich effektiv, ne Notfallnummer bekommen und wieder weg da. Ich glaub mit dem Therapeuten komm ich auf keinen grünen Zweig, der nervt mich total an.
Danach mit den Mädels aus der Klinik wie verabredet raus, auch wenn ich absolut keine Lust hatte.

Also wieder so gut wie möglich Maske aufsetzen, bisschen was getrunken, gefressen, eine war total dicht. Erst war sie total lustig, um nur 30 Minuten danach total depressiv zu werden.
Mich hats einfach nur angestrengt, der ganze Tag war ne einzige Überforderung.

Ich war froh, als ich daheim war, wirklich. Hab mich dann auch nur noch hingelegt, Fernseher angemacht, geschaut, Jeans einigermaßen abgestrampelt, Licht ausgemacht und dann gepennt.

Heute ist wieder Failtag schlechthin, ich kann sowas von gar nicht mehr. Mein Zimmer sieht immer schlimmer aus, irgendwelches Zeug gammelt und schimmelt hier vor sich hin und ich kanns einfach nicht mehr wegräumen. Die Gerüche steigen mir in die Nase, mir wird schlecht. Es ist alles voll Dreck, ich ekel mich zu Tode.
Aber wie gesagt, die Kraft zum Ändern fehlt. Deswegen hab ich heute folgendes gemacht: Fernsehn geschaut,  PC, Zähne geputzt (haha, ja, ich bin sowas von antriebslos, dass ich das aufzählen mag, weil ichs nur noch einmal täglich mache, bzw. bevor ich raus gehe :DD - ihr dürft euch mit mir ekeln), fürn FA eingekauft, zurück, Essen, PC, Fernseher, PC, Heulkrämpfe ohne dass Tränen kommen, Fernseher, PC, Amen.
Ich nehm nichtmal mehr meine Medikamente, weil ich zu faul bin. DAS NENNT SICH DOCH FAIL?
Aber wohl nicht "FAIL BETTER"!!

Es geht wirklich gar nichts mehr. Und ich wills auch gar nicht mehr. Ich werds nie wieder packen. Und es tut mir schon fast Leid, dass ich diesen suizidalen Zustand von vor ner Woche nicht mehr hab, weil ich mich so nur noch durch Leben quäle.






Donnerstag, 1. September 2011

Ich bin absolut verwirrt und durcheinander, weiß nicht, wo mir der Kopf steht.

Das Aufnahmegespräch, in dem ich quasi einmal rundum erzählen durfte verlief dankenswerterweise MIT meinem Vater, gefragt hat mich aber auch niemand, nech? Die wussten schon vorher, dass unser Verhältnis nicht gut ist.
Ja, jedenfalls war das sehr anstrengend, hab daher nicht alles erzählt, total abgeblockt und bockig gewirkt.

Die Mädels in der Gruppe sind aber total nett, sind 4 andere. Komme mit allen gut klar! Hätte ich eigentlich nicht gedacht.. die wissen eigentlich alle schon mehr, als mein kompletter Freundeskreis zusammen. Hab mich selten so verstanden gefühlt und es fiel mir selten so leicht, mich zu öffnen. Man kann mit denen echt klasse reden.

Morgen nach der Tagesklinik treffen wir uns alle für den Abend :)

Was mir ein wenig Sorge macht: Die Tagesklinik will mich 8-12 Wochen da behalten, wenn ich parallel zu MEINER Schule will, muss ich trotzdem wieder um 13 Uhr in der TK sein. 13 Uhr?! Bis dahin ist doch noch nichtmal die Hälfte meines Unterrichts rum! Und abgesehen davon: Wie erklär ich denn, dass ich mal eben jeden Tag um ca. 12:30 "Heim gehe"?
Klinikeigene Schule? Öhöh, schlechter Witz. Es ist Abijahr und die Schule dort besteht aus einer Klasse, deren Schüler aus Kindern jeden Alters und jeden Bildungsstandes zusammengewürfelt wurden.

Naja, wieauchimmer.

Ich frag mich, ob das was hilft. Die Mädels meinten, dass echt nicht viel Programm da ist und um ehrlich zu sein, hatte ich mir doch irgendwie mehr erwartet. 3* Therapie in 2 Wochen? Da kann ich ja fast direkt ambulant bei meiner Therapeutin bleiben!!
Klar, dort hab ich trotzdem mehr oder weniger Struktur und kann nicht vorm PC hängen, aber will ich meine Abinote wirklich für sowas aufs Spiel setzen?

Mittwoch, 31. August 2011

Mir ist immernoch schlecht, die Wäsche liegt immernoch da.

Ich hab mich eben hingelegt, mir ist der Geruch von Essen in die Nase gestiegen, ich bekomm einen Heulreiz, ohne dass ich wirklich Tränen vergieße.
Einfach.. panisch.
Ich kann nicht mehr, gar nicht ich bin unbeschreiblich am Ende.
Heiß-kalt, kalter Schweiß.

Und ich in meinem Chaos.

Ich hasse mich und mein gottverdammtes, sinnentleertes Leben.

Und diesen Sinnlos-Post auch.
Mir ist schlecht von meine Coffeintablette. Nicht richtig schlecht, aber naja.
Keine Ahnung, wo mir der Kopf steht.

Meine Wäsche ist nass und liegt auf meinem Bett. Nicht auf der Wäscheleine. Nein.
Die Wäscheleine ist zusammengklappt und liegt auf dem Bett und über meiner Wäsche.

Hallo Antriebslosigkeit.

Keine Lust. Nicht mehr bewegen. Nichts mehr tun. Je weniger man reagiert, desto weniger ist man da. Bis alles nur noch wie ein Film abläuft. Der Traum vom weg-sein, für einen Moment nicht weit von der Realität entfernt.

Die Unfähigkeit etwas zu tun..
Wie gelähmt, aufgewühlt und rastlos und doch zu nichts zu gebrauchen.

Ich muss noch 2 Wäschetrommeln durchjagen, damit ich überhaupt was zum anziehen hab.
Kein Problem, die Wäsche liegt gleich über den Klingen, zwischen blutgetränkten Tempos, nebst den Essensverpackungen und einigen Fruchtfliegen, die es lustig finden, mich zu ärgern. Achso, die allerwertesten Pfandflaschen geben den Haufen noch den Rest. 
Ich lebe im Dreck, wirklich, es ist grauenhaft. Ich komme mir furchtbar ungepflegt vor.
Ich bin wirklich jeden Morgen froh, wenn ich meinen Kamm noch irgendwo zwischen den ganzen Sachen herausziehen kann.

Aber ich schaffe es nicht, es zu ändern. Ich will es auch gar nicht, mag keine Kraft mehr aufbringen.

-
Meine Therapeutin hat meine Eltern informiert, ich wollte das nicht machen. Ich bin froh, dass sies übernommen hat. Der Anruf von meinem Vater war wesentlich einfacher als erwartet, ich bin mir nicht ganz sicher, ob er nur nicht abgerafft hat, was mit mir grade abgeht oder ob er einfach so unheimlich locker drauf ist oder alles überspielt.
Wieauchimmer. Mein Vater kommt zum Unterschreiben mit, von meiner Mutter hör ich eh nichts mehr.

Es ist grausam. Ich hab Angst da morgen einen total normalen Eindruck zu machen. Meine Maske ist wirklich perfekt. Wie gesagt, ne Mitpatientin meinte, Zitat: "Hat die -wirklich- Probleme?" zu meiner Therapeutin.
Die hat sich nur Haare gerauft.

Ich kann alles perfekt überspielen, aber sobald ich alleine bin, stürzt meine kleine Welt gnadenlos ein. 
So wie.. jetzt. :(
Ab morgen 9 Uhr Tagesklinik. Heute noch Einweisung vom Hausarzt einholen, der wusste bisher nichts.
Ein Elternteil muss morgen mitkommen. FUCK! Hallo? Die wissen NICHTS!!!

SCHEIßE VERDAMMTE!

Dazu kommt: In meinem Kopf: "Dir gehts nicht schlecht genug", "Heuchlerin", "Du nimmst anderen einen Platz weg", "Stell dich nicht so an".

Ich hab so Angst, dass sich diese Stimmen bewahrheiten. Ich hab so Angst, meinen Eltern davon zu erzählen.

MEIN KOPF IST VOLL UND LEER ZUGLEICH, HILFE?

Montag, 29. August 2011

Mein Psychiater meint, ich hab Asperger, eine leichte Form des Autismus
Mein Psychiater meint, ich hab Eisoptrophobie, Angst vor Spiegeln.
Meine Therapeutin meint, ich hab ne Essstörung - Binge Eating.
Meine Therapeutin meint, ich hab ne Persönlichkeitsstörung.
Meine Therapeutin meint, ich hab ne mittegradige depressive Episode.
Beide meinen, ich bin sozial phobisch.

Mein Psychiater meint, es sei alles nicht so schlimm.
Meine Therapeutin meint, alles sei sehr schlimm.

Und was meine ich?!

Ich komm so gar nicht mehr mit mir klar, andauernd irgendwelche Gedanken, die sich wie Blitze durch mich ziehen. Ich kann sie nichtmal genau erfassen und trotzdem wehre ich mich wie Hölle. Ich spanne Muskeln an, kratze, beiße, schlage. Manchmal kann ich die Gedanken erahnen, sie handeln von Nutzlosigkeit, Heuchlerei - kurz: Von Selbsthass.

Wenn ich Pech habe, werde ich erst Mitte September vollstationär aufgenommen.
Ich hab keine Lust mehr, wirklich nicht. Ich will Hilfe, schnell, jetzt, bitte, ich halte es in meinem Körper nicht mehr aus.
Ich musste versprechen, mich zu melden, falls ich mir was antun will. Ja, super, wenn ich will, dann will ich. Dann will ich doch nicht mehr anrufen und die Gefahr eingehen, eingewiesen zu werden?

Ich hab keine Lust mehr auf diesen Horror von Leben. Ich will mich in einen Zug setzen, fahren oder fliegen - vllt. ja nach NY - und mich irgendwo runterstürzen.
Irgendwo, in einer großen Stadt, wo mich keiner kennt und keiner vermisst. Wo mich niemand identifizieren wird.
Ich möchte aus eurem Gedächtnis ausgelöscht sein.

Ich möchte, dass es so ist, als hätte ich niemals existiert.

Es werden immer mehr Striche auf meinem Bein, denn ich weiß ganz genau: Nichts wird jemals wieder gut werden.

Samstag, 27. August 2011

Und ich lerne das Blut lieben. Wie es von Taschentüchern aufgesaugt wird, sich durch jede einzelne Faser frisst und alles in ein kräftiges Rot taucht.

Es ist mir egal, wie es einmal aussehen wird, denn ich werde nie mehr normal leben. Und das ist alleine meine Schuld, nur meine :)

Ich bin nur noch am Grinsen. Es ist kein aufrichtiges Grinsen. Es ist ein:"Fickt euch alle"-Grinsen.
Es ist ein "Es ist mir alles so scheiß-egal"-Grinsen.
Es ist ein sarkastisches, selbstschädigendes Grinsen :)
"If you tell me to jump then I'll die. In my dreams I'm there."
Ich höre mir das Lied seit Tagen an, immer und immer wieder.

"I hope you remember me"
Das wird niemand. Und es sollte auch niemand. Ich will bei meinen Eltern keinen Schmerz hinterlassen, sollen sie ihr Leben halt leben. Ich hab keine Rachegedanken. Ich will nicht, dass meine Therapeutin sich an mich erinnert, das hätte sie nicht verdient. Ich will einfach weg sein. Weg, ohne dass es jemand bemerkt, ohne dass es eine tiefe Wunde reißt.
Ohne, dass es sich in der Schule rumspricht, ohne, dass sie in den Pausen zusammen heulen, wie sie es bei einem Unfallopfer getan haben. Ich kannte ihn nicht.
Für mich tun sie das nicht, ich bin mir sicher. Ich will es auch gar nicht.

Ich sehe absolut keinen Sinn mehr, wirklich. Mein Leben ist ein einziger Krampf zwischen sozialen Ängsten und Antriebslosigkeit.

Mich wunderts, dass es in meinem Zimmer noch nicht krabbelt, es ist so gottverdammt dreckig. Ich HASSE Unordnung.

Ich zocke nur noch, hab keine Lust mehr auf gar nichts, bin zu faul essen zu holen, was zwischendurch immer mal wieder durch den Antrieb von Fressattacken abgelöst wird. Ich kann so nicht mehr weiter machen.
Der erste Gedanke, den ich heute morgen hatte war: Wie kann man sich am sichersten umbringen.
Ich möchte keinen SuizidVERSUCH, ich weiß genau, dass ich ihn mir als ABSICHTLICHEN Hilferuf unterstellen würde, wenn er nicht klappt. Ich würde mich noch mehr hassen, bis ich es schaffe.
Es ist absurd, wie viele Suizidmöglichkeiten es gibt, ganz Abseits von den konventionellen Methoden, die jeder kennt.

Ich hasse es einfach nur noch, ich hab keine Lust mehr zu kämpfen. Es ist vorbei, meine Chance ist vertan.
"Stirb, Schlampe" würde ich ja sagen, aber hey, da mein wunderbarer Körper jeglichen Kontakt absolut blockt und ich nichtmal ansatzweise was mit nem Typen hatte, weil ich vor Panik und Gefühlskälte immer geflüchtet bin, wäre das wohl LEICHT vermessen.
Also, wie wärs mit folgender Alternative?

Stirb, liebloser Nichtsnutz



Die Einstufung "Suizidgefährdet" will ich nicht. Die verdiene ich erst, wenn ich Tod bin.

Freitag, 26. August 2011

Meine Posts werden immer einseitiger, meine Gedanken auch.

Den kompletten Vormittag über hab ich ein grinsen im Gesicht gehabt, weil ich von mehreren zuverlässigen Seiten indirekt bestätigt bekommen hab, wie perfekt meine Maske nach außen doch wirkt. 
Galgenhumor, schwarzer Humor, ich kann also doch was.

Jetzt: Steinstimmung. 

Keine Lust mehr auf gar nichts. Ich sollte eigentlich noch einen Anruf machen, ich wurde sogar angekündigt aber ich packs nicht. Die Situation ist wirklich grotesk, das muss ich zugeben, als nicht allzu einfach, aber wäre zu meistern. Ich verstehe mich mit derjenigen, die ich Anrufen soll gut. Ist eine aus dem Patensystem von meiner Thera.
Trotzdem schaff ichs nicht. Ich ruf nicht an, verbringe Stunden und Minuten damit, blockiert zu sein.

Wegen einem läppischen ANRUF.

Warum ist es nur alles so schwer? Warum kann es nicht einfacher sein? 
Ich will nicht mehr weiterkämpfen. Der Aufwand lohnt nicht. Die einzige Person, die mir Momentan wertvoll erscheint ist meine Therapeutin. Aber wie sie selbst sagte: "Ich bin bessere Therapeutin, als Mensch". Ja, das wird sich ja bald zeigen. 
Und wenns daneben geht, hab ich wenigstens den finalen Auslöser, dann hab ich nichts mehr zu verlieren, wenn ich dann nicht mehr will, dann verletze ich niemanden, der es nicht auch verdient hat.

Geht mit mir zu Grunde, meine lieben 60 Tabletten <3.
Vodka dazu wird mir schon irgendein Penner besorgen.

Ich bin gerührt, zugleich aber auch verängstig, verwirrt und geschockt von der heutigen Therastunde.

Wirklich, ich bin so durcheinander. Ich hab gestern noch gegessen, Musik mit Lautstärke an der Schmerzgrenze gehört, um einfach nur von dem Gedanken "geht es mir schlecht genug?" wegzukommen.
Ich habe mich damit wirklich fertig gemacht.

Nach grade mal 2 Stunden schlechten Schlafs bin ich irgendwie leicht psychotisch in aufgewacht, hab mich hin- und hergewälzt und schlussendlich gewartet, bis meine Mitbewohnerin aus dem Haus war, um duschen zu gehen.

Die Stunde ansich.. hat mit einem Klinikanruf begonnen, nun weiß ich, was es mit der Wackelkandidatin auf sich hat. Sie weiß nicht, ob sie dort bleiben soll, wenn sie nicht mehr kommt, darf ich hin. Falls es gar nicht klappt, gehen meine Thera und ich am Montag direkt dorthin und machen bisschen Druck, selbst wenn ich dann stationär aufgenommen werde. Und wenn auch das nichts wird, haben wir überlegt ne Klinik außerhalb meiner Stadt zu suchen.

Ich bin wirklich froh, dass meine Thera so für mich da ist. Am Montag hab ich so oder so nochmal einen Termin bei ihr, am Freitag gehe ich mit ihr zusammen zum Jugendamt.
Ich soll am Wochenende irgendwas unternehmen und mich verabreden.. wenn ich nichts mache, meinte sie, sie schleppt mich mit auf nen Familienausflug von ihr. Total süß! Und sie meinte das Ernst ;)
Irgendwie ist sie für mich momentan so viel mehr Mutter, als meine leiblichen Eltern. Ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen.
Wenn was ist, darf ich sie anrufen, auch am Wochenende. Wenns mir nicht gut geht, können wir uns auf ein Eis treffen, meinte sie.
Ich finde es so toll, jemanden zu haben, der für mich da ist. Ich kenne das nicht. Wirklich nicht.

Von meinen Eltern hab ich mich total distanziert, ich hab nicht das Bedürfnis sie zu sehen, ist jetzt auch schon gut 2, 3 Wochen her. Sie fehlen mir nicht. Sie denken, es geht mir gut.
Ja, das wird lustig. Sie wissen also weder, dass ich zum Jugendamt gehe und sie zahlen MÜSSEN, noch wissen sie, dass ich in ne Klinik gehe. Hach, was freu ich mich auf deren Gesichter, nicht. Meine Thera hilft mir, ihnen das beizubringen, macht es notfalls auch alleine, damit ich aus der Schussbahn bin.

Und nun zum verängstigten Teil: Ich weiß ganzganzganz genau, dass nur noch wenige Therapiesitzungen von der Krankenkasse bewilligt sind. Was ist dann?
Dann bin ich wieder alleine?
Ich habe wirklich große Angst davor, weil ich genau weiß, dass ich dann nicht mehr lebensfähig bin. Momentan ists auch schon echt hart, ich lebe zwischen PC und Fernseher.

Mein Herz brennt.

Ja, es muss sich für euch unheimlich komisch und bekloppt und bescheuert anhören, was ich gerade schreibe. Aber wirklich, ich hab meine Therapeutin so lieb gewonnen. Wie eine Mutter, eine bessere, als meine es jemals war.
Was würdet ihr denken, wenn ihr Angst haben müsst, dass der Mensch, der alles von euch weiß, dem ihr Vertrauen könnt, der für euch da ist, bald weg ist? Weil er doch irgendwie nur bezahlt wird dafür?

Ich weiß nicht, wie viel von ihrer Fürsorge echt ist, wie viel vom Job her. Was ich weiß ist, dass sie mehr tut als sie müsste und mehr, als je ein anderer Mensch für mich getan hat.

Mein Herz brennt weiter, beengend und bedrückend. Und doch so gerührt.

Donnerstag, 25. August 2011

Wütend auf mich, meine Thera hat mir morgen noch einen Termin angeboten. Ich hab das nicht verdient, wirklich nicht.
Alles was ich bin ist zu faul, um meinen Haushalt auf die Reihe zu kriegen. Mehr nicht.

Ich komm auf Hilfeangebote nicht klar.

Mittwoch, 24. August 2011

Ich darf da nicht hin. Meine Probleme sind dafür nicht groß genug. Ich hab keine Rechtfertigung für sowas. Schon gar nicht akut. Meine Therapeutin bewertet die Situation falsch. Wirklich. Sie sieht doch nur das verängstigte Häufchen Elend. Ich kann doch ab und zu auch Lachen. Es ist doch nicht alles schlimm. Meine Probleme sind nicht schlimm genug. Ich mach da nur einen Wirbel drum. Verdammt, shit.

Ich sitze auf heißen Kohlen und es pisst mich an. Keine Meldung von meiner Thera mehr. Sie wollte sich melden.
Mich macht das sauer, verletzt, traurig.. Ich bin allein, ganz alleine.

Ich sollte versuchen, diesen Funken Hoffnung auszulöschen und ihn nicht mit Sauerstoff anheizen. Grrr.
Ich bin sauer auf mich, weil ich mir Hoffnung mache. Sauer, weil ich gerade keine Angst habe, jeden Moment ausm Fenster zu springen.

Sauer, weil ich einfach nur Angst habe. Angst, dass alle erwarten, dass es mir viel schlechter geht, als dass es das tatsächlich tut.
Ich will deren Vorstellungen gerecht werden. Oder sie übertreffen. Aber nicht untertreffen.
Ich hab Angst.
OMG. Meine Therapeutin hat dem Jugendamt allen Ernstes in ner Mail verklickert, dass es mir beschissen geht.

Ich kann damit nichts anfangen.

Eigentlich ja normal, mich wirfts aber total aus der Bahn.

Ich bin überrumpelt, überrollt.
Freitag Termin dort.

Meine Eltern denken, mir gehts besser denn je. Meine Oma denkt, mir geht es super. Meine andere Oma hat nichts mehr von mir gehört.
WIE ZUR HÖLLE SOLL ICH DENEN DENN BEIBRINGEN, DASS ICH A) BEIM JUGENDAMT WAR UND B) IN NE KLINIK KOMME?

Überforderung lässt grüßen.
Wenn ich so drüber nachdenke? Ich kenne kein Gefühl, das das Leben erstrebenswert machen würde.
Ich mein das ernst! Ich werde niemals lieben können und niemals glücklich werden. Das einzige was ich evtl. schaffe, ist eine Karriere. Dann bin ich einer dieser unzähligen Menschen, deren ganzes Leben ein einziger Schein ist, die ihre Kontakte nicht aufgrund von Sympathie auswählen, sondern aufgrund von Einfluss. Ich werde kaputt und zerbrochen versuchen, mein Leben mit Arbeit und Geld kitten.
Es wird beschissen sein. Und doch die einzige Aussicht.

Ich habe trotzdem Angst. Angst davor, dass ich mich umbringe, Angst davor, dass es klappt, Angst davor, dass es nicht klappt.
Angst davor, eingewiesen zu werden, Angst davor, zu wissen, dass mir niemand mehr helfen kann. Angst davor, zu wissen, dass ich mich umbringen werde. Angst vor dem Gefühl der gestrigen Nacht.

Mein Lebenelixier ist Angst.

"Das Sterben der Seele beginnt nicht mit dem Tod, sondern mit dem Fehlen von Liebe"
Mir gehts wieder besser. Ich weiß immer noch nicht, wie es weiter gehen soll, aber erstmal ist diese Gewissheit, dass ich sterben werde weg. Ich hatte wirklich Angst.

In letzter Zeit hab ich andauernd so Hirnscheiße.

Ich bin ausgelaugt.. aber erstmal froh, dass es vorbei ist.
Ich schwanke zwischen der Gewissheit mit Zufriedenheit und Verzweiflung mit Heulkrämpfen.

Ich muss morgen mit meiner Therapeutin reden, dringend.
MIR KANN KEINER MEHR HELFEN! ICH WEIß ES! ICH KANN NICHT MEHR :(((

Scheiße man. Scheiße.
Ich bin nur noch am heulen.

Ich kann nicht mehr. Ich werde mich töten. Nicht jetzt, aber bald.

Ich weiß nicht, ich fühl mich, als ob sich n Hebel umgelegt hätte. Mir gehts nicht schlecht, nein, auf eine komische Art und Weise vllt. sogar gut. Wie heute morgen geschrieben: Ich weiß, dass ich bald sterben werde.
Hört sich total bescheuert an.

Aber ich werde nie wieder normal leben können.

Ich hab keine Suizidpläne, die ich durchführen möchte.

Es ist einfach nur komisch. Ich hab keine Angst mehr.
Ich glaube nicht, dass mir noch irgendjemand helfen kann. Und es macht mich doch grad traurig. Mir wird keiner helfen können, denn ich bin nicht depressiv. Diese Gedanken sind meine, sie sind nicht krank, sie sind rational begründbar, denn bei mir wird nichts mehr gut werden.

Nie mehr. Nie mehr werde ich normal werden.
Ich warte auf dich, Tod, ich warte.

Mein Text hört sich krank an. Es fühlt sich auch krank an.
Mir wird die Tagesklinik nicht helfen. Ich will sterben.

Dienstag, 23. August 2011

Meine Therapeutin hat angerufen, die Klinik hat sich noch nicht gemeldet.

"Du bist nicht alleine, okay?" Danke, dass Sie da sind, aber verdammt, in nur ca. 10 Stunden bin ich es. Es gibt kaum mehr Sitzungen.

Ich hab mich am Telefon total bescheuert verhalten.
Jetzt sitze ich hier und fresse und ritze. Oh, falsch. Ich esse ein wenig und kratze am der Hautoberfläche. Ich verfickte Pussy.

Später hol ich mit noch ein Eis, das dann in den hoffentlich bald überfüllten Magen wandert :D
Dann kann ich meiner Thera sagen, dass ich ihr "Iss noch ein Eis oder so" befolgt habe :DD

Ich Arsch.
Ich war eben bei meiner Therapeutin. Ich hab jetzt einen Termin beim Jugendamt wegen betreutem Wohnen und einen getätigten Anruf in der KuJ-Psychiatrie. Wenn alles klappt bin ich ab Morgen in der Tagesklinik.

Was hab ich nur angestellt? War das gut? War das schlecht? Ich bin nassgeschwitzt.
Ich weiß, der Tod wird kommen.

Ich empfange ihn mit einem panisch-zufrieden-sarkastischen Lächeln und Wasser in den Augen.


Edit: Das ist keine Suizidankündigung, nicht jetzt.

Montag, 22. August 2011

Von Überdosis zu Überdosis, mein Leben außer Rand und Band. Meine Medikamente legen mich schlafen.

Ich bin alleine. Mir ist schlecht vor Hunger, ich wollte eigentlich nach der Fahrschule Essen fürs fressen kaufen. Ich habs nicht mehr, keine Kraft. Keine Kraft mehr um zu essen. Ist das vorstellbar, ich und keine Kraft mehr um Nahrung aufzunehmen? Schnucki, sonst gings doch auch immer bestens.

Ich habe wirklich Angst, dass ich nach dem Therapieende auch mein Leben beende.


Wozu eigentlich Angst? Ich hab doch eh keine Lust mehr auf Leben. So what.


Because I don't care anymore.

Mir kommen in letzter Zeit so häufig die Tränen.
Ich möchte einfach nicht mehr.
Ich hab keine Kraft. Ich möchte nicht mehr fasten, ich will fressen. Ich möchte nicht mehr kämpfen, ich möchte aufgeben. Ich möchte mich nicht mehr rechtfertigen, ich will versinken. Ich möchte nicht mehr im Bett wach liegen, ich möchte schlafen, lange. Ich möchte nicht mehr aktiv sein, ich möchte vegetieren.
Ich möchte einfach nicht mehr.

Nichtmal eine einzige Bewerbung hab ich losgeschickt. Ich bin zu kraftlos für ein schlechtes Gewissen.

Ich will hier weg. Weg von meinem Chaos, raus aus meinem Leben. Weg sein. Bittebittebitte.

Ich wiederhole mich andauernd in meinen Posts, aber ich hab einfach keinen Bock mehr. Ich renne fast nur noch versteinert-depressiv rum. Es quält mich, dieses Leben.
Warum noch? Wenn die einzige Person, der man wichtig ist, die Therapeutin ist, die man dafür bezahlt?
Die dafür bald nicht mehr bezahlt wird? Die sich bald nicht mehr Sorgen wird?

Dann hab ich niemanden mehr. Dann kann ich doch gehen, oder?
Es ist 3:50 und ich habe Angst schlafen zu gehen, weil ich mich dann wohl nur rumwälzen würde.
Ja, blöd - Irgendwann muss ichs eh wagen.

Irgendwann kommt er eh, der Tod. Wozu Angst haben?

Mir ist heute klar geworden, dass das mit meiner Thera langsam echt ungesund wird. Ich bin total abhängig, wirklich total! Ich weiß nicht, ob das jemand von euch so kennt.
Meine Thera bietet mir an mit ihr Eis essen zu gehen, mir beim Umzug zu helfen, in den Ferien mit ihr und ihrer Familie einen Ausflug zu machen, mit ihrem Sohn Brot zu backen, sie schickt mir SMS während ihrer Urlaubzeit und ich darf sie anrufen. Sie umarmt mich. Sie ist für mich da. Ich habe sie unheimlich gern, aber wirklich Angst vor dem Ende. Große Angst davor, dass sie diese Abhängigkeit nicht auflöst, aber genauso große Angst, dass sie es tut.

Ich habe nur sie.

Mein rationaler Teil flüstert: "Das geht nicht gut für dich aus, du musst wechseln. VT bringt dich sowieso nicht weiter".
Meine Emotionen schreien lauthals: "Hoffentlich belastest du sie nicht, pass auf sie auf", zur gleichen Zeit aber auch: "Ich fühle mich so angenommen und wohl bei ihr".

Der letzte Teil überwiegt. Ich habe Angst vor einem Wechsel, Angst, dass mich mein nächster Therapeut nicht  so sehr "betüddelt" und sich mehr abgrenzt, Angst davor, dass er professionell ist.
Weil eigentlich bin ich doch froh, dass meine Thera für mich da ist.

Ich bin 17, ich kann nicht alleine. Ich kann nicht. Nichtmal mehr mit meiner Thera kann das so weitergehen, ich rutsche immer weiter ab.
Ich habe vorhin für mich (mal wieder) entschieden, in die Klinik zu gehen - wobei zusätzlich jetzt auch noch das "Aber" wegen der Schule vorhanden ist. Es ist der Abijahrgang!!
Oder ich mach halt jetzt wirklich knallhart 1 Jahr Seelenklempnerei und starte dann voll durch?

Ich weiß es nicht.

Ich glaub ich kann meiner Therapeutin das so nicht sagen.
Ich habe Angst, vor allem, was kommt.

Sonntag, 21. August 2011

Ich will das wohlig-warme Gefühl von Essen in meinem Bauch.
Ich habe mir in meinem Suchtspiel einen Sicherheitsbann geben lassen. Danach angefangen aufzuräumen, Fernsehn geschaut, Wunden aufgerissen.
Dann die Zuständigen angeschrieben, ich will den Bann rückgängig machen. Kein Problem, dauert 48 Stunden. Solange mach ich mir halt einen neuen Charakter. Bist du dumm.

Kein Bier, leider. Konnte mich nicht aufraffen, zu duschen.

Ich will fressen. Veggieburger von McDonalds, mich füllen und meine Gedanken auf die Nichtigkeiten eines Fressanfalls richten. Inzwischen hab ich geduscht, ich mag trotzdem nicht raus.



Absturzlied.

Vllt. sollte ich meinen Blog umbennennen in: Chronik eines Absturzes.

Der gestrige Morgen war komisch, schlecht. Meine Empfindungen waren verzögert - Ich hab mich fremd gefühlt. Ich konnte bspw. an die Armaturen im Bad greifen, hab schon gesehen wie ich sie berühre, aber erst wenige Momente später auch die Empfindung, also den Druck und die Kälte der Armatur wirklich gespürt. Beschissen zu beschreiben, es war einfach nur komisch und fremd.

Der gestrige Abend bzw. die Nacht war der Horror, ich hab tiefer geschnitten als sonst, hab aber immernoch keinerlei Klammerpflaster oder Verbandszeugs da. Irgendwann hab ich echt gedacht ich drehe durch, ich hab angefangen hysterisch zu heulen, kratzen, Angst zu haben. Ich hab mich so verzweifelt gefühlt, hätte der Zustand noch 2, 3 Minuten länger gedauert, wär ich in die Psychiatrie gerannt.

Ansonsten: Ich kann nicht mehr schlafen. Hab gestern 6 meiner alten AD-Tabs geschluckt,um schlafen zu können. Hat gut gewirkt, nach 20 Minuten konnt ich nicht mehr klar sehen vor Müdigkeit. 12 Stunden geschlafen. Gestern 1,5. Vorgestern 10 gequälte Stunden.. rumwälzen, ..., vorvorgestern 3 Stunden.

Nebenjobsaussicht: Nicht vorhanden.
Ich vegetiere zwischen blutverschmierten Tempos, Essensverpackungen (natürlich leer!!), Flaschen, Dreck.

Dienstag Thera - Ich hab ein schlechtes Gewissen. Ich hab versagt. Ich will in ne Klinik. Ich hoffe, ich schaffe es, ihr das zu sagen. Aber was ist dann mit der Schule?

Meine Therapeutin weiß nichtmal, dass ich ritze. Ich hab immer betont, dass ich das nicht mache, bis ich damit angefangen habe. Irgendwie ist das nicht fair von mir. Gelogen hab ich also nicht, aber etwas verschweigen ist nicht viel besser.

Einfach nur scheiße. Scheißscheißescheiße. Ich will Bier. Ich will mich zerstören. Sterb ich halt an Leberversagen :D Ich kann mich eh nicht ausstehen :D:D.
Ich versuch jetzt aufzuräumen, dann Klammerpflaster kaufen, dann Essen kaufen und am Bahnhof Bier holen :D:D
Fuck yourself.

Ja, ich antworte noch, ich habs nicht vergessen, es tut mir Leid. Wirklich :(



Samstag, 20. August 2011

Erzwungener Körperkontakt, nur schlecht gefälschte Lächeln, Alkohol - oh nein, für mich doch nicht, darf ja nicht <3 Dumme Andeutungen, "mach dich mal locker".

OHGOTTVERDAMMT so einfach ist das nicht.

Schön weiter "Kontrolle" behalten, Fluchtreflex, halb 2 - endlich kann ich gehen, ohne dass es bescheuert kommt, danke.
Dabei war natürlich auch meine ehemalige beste Freundin.
Ja, die, die mich hängen gelassen hat, als ich mich isoliert hab.
ab.
Die, die eifersüchtig war, weil ich bei anderen gut angekommen bin. "Sie konnte das nicht verstehen, so hübsch bin ich ja gar nicht".
Die, der ich mich als letztes anvertraut hab.
Die, von der ich gelernt hab, wie beschissen Menschen doch sind.

Meine Mitbewohnerin hat mich heut mit frisch aufgeschlitztem Bein gesehen, genial, fuck. Später dann mit einem beschissenen Grinsen "Hiiii". Ja, danke, am Arsch.

Morgen sitz ich im Zug zu nem Kumpel, mit diiiieser ehem. besten Freundin und ner anderen. Ich soll n Bikini mitbringen. "Ders kaputt". Ja, bessere Ausrede hätt ich ja kaum finden können.
Wird lustig, werd ich halt in Jeans da sitzen und denen beim Planschen zuschauen? Jawoll.
Hab nichtmal Verbandszeugs da, die Jeans heute nur notdürftig mit nem Zewa geschützt, damit man nichts durchsieht. Kamen jetzt noch Schnitte dazu. Kommen noch welche. Ich hab keinen Druck, ich hab nur keinen Bock mehr.


Sonntag, 14. August 2011

Meine Mitbewohnerin ist wieder da, ich zittere.


Weil Madame sich aus aktuellem Anlass mal wieder das Köpfchen zerbricht, dürft ihr euren Senf auch mal abgeben.. Umfrage ist rechts. Falls euch noch Antwortmöglichkeiten fehlen, schreibt mir grade.

Samstag, 13. August 2011

Vorweg: Elisabeth und Arya, ich hab euch nicht überlesen, ich reagiere noch, sorry. Manchmal muss ich mich für sowas einfach sammeln, ich will euch nicht "abfertigen".

__________________________________________
Aber nun erlaube ich es in meiner Selbstsüchtigkeit, das Thema zurück auf mich zulenken.

Bisher und auch weiterhin im Angebot:

  • Chaos im Zimmer
  • Depressiver Hirnmüll, Kraftlosigkeit
  • Fressanfall 
  • Mitbewohnerin die einfach "weg" ist und allgemeines schlechtes Gewissen wegen ihr
  • aufgekratzte Schürfwunde vom Radunfall
  • Absolut tiefschwarzer Humor <3 (..und wenn ihrs unlustig findet)

endlich wieder im Sortiment:
  • Selbstzerstörungsdrang
  • Selbstmordgedanken
  • 2-Tages-Hungerphase
  • Ewiger Kampf mit meiner Wenigkeit
  • Mein Computerspiel

aber jetzt zusätzlich und nur für euch neu im Angebot:
  • neues Medi, dessen Nebenwirkungen wir absolut heiß finden. 95% der Patienten bekommen sie. Jarrr, darunter Jackpots wie: Gewichtszunahme, vermehrtes Schwitzen, Übelkeit, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, ... Thumbs up. Achso, in Verbindung mit Alkohol können tödliche Leberschäden auftreten <3
  • verkacktes Treffen mit Mitpatientin, wir lieben es ja über alles, peinliche Gesprächspausen aufkommen zu lassen und die dann mit bescheuertem Grinsen zu füllen. 
  • jetzt auch nachts um 2 für einen Fressanfall einkaufen gehen! Wir ignorieren die Party-Menschen, die wir so sehr fürchten einfach mal ganz gepflogen, geht ja schließlich um Essen. McDonalds - I'm lovin' it.
  • Ne Großmutter die mich auch nur verletzt (soweit nichts neues), die möchte, dass ich mal zu ihr fahre. Oder den Kontakt abbreche. Ich hab Angst vor endgültigen Entscheidungen, aber auch vor Verletzungen.

Fazit: Ich würde das Leben gerne abbestellen. Abo kündigen. Keine Werbung mehr - Bitte - Danke.


Donnerstag, 11. August 2011

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, es läuft aufs alltägliche raus. Ich versinke im Chaos, habe bis um 15 Uhr geschlafen, keine Lust auf den Tag. Stattdessen hab ich mir meine Schürfwunde aufgerissen, jetzt liegen knapp 4cm² offen. Ekelhaft! Gibt außerdem Narben! Mir ist schlecht.

Demotiviert.

Kennt man ja.

Hallo, kann ich nicht normal sein? Bitte?

Mittwoch, 10. August 2011

"Heute wird das letzte Mal gefressen, dafür hau ich heute nochmal richtig rein" - Ja, es ist unheimlich einfach, mich selbst reinzulegen. Ich esse.. und esse.. und esse.. gestern übrigens auch.
Morgen mach ich meinen Vertrag beim Fitnessstudio fest, die haben 24Stunden offen. Das nenn ich mal gut, vor allem weil ich mich wohl am ehesten in der Nacht motivieren kann und mich dann auch keiner schräg anguckt.
Aber ich werd eh nicht hin gehen, hallo Pessimismus

Meine Mitbewohnerin ist immer noch nicht wieder daheim, dabei wollte sie spätestens Dienstag wieder kommen.  Gut, nicht dass ich nicht alleine sehr gut auskomme, aber es spannt mich an.

Ja, keine Ahnung, hab mal wieder keine Lust auf gar nichts. Weg sein wäre was Tolles.

Wegen meinem Nebenjob bin ich übrigens immer noch kein Stückchen weiter, ich werd meine Therapeutin enttäuschen, mich selbst hassen, jaja. Ich seh schon, ich steh grad voll auf schwarzen Humor und bin leicht makaber drauf.. macht alles ein wenig unglaubwürdig. Scheiß drauf, mein Blog, meine Gefühle, meine Gedanken... auch wenn ich es nicht glauben mag.

Sinnloser Scheißdrecks-Post Nr.1

Ich geh jetzt weiter fressen und RHCP hören.

So, da ich nun wieder im Besitz eines Laptops bin, kann ich auch endlich meinen Blogaward-Post machen!
Vielen Dank, Fee! (klickt auf ihren Blog, sie hat viel zu wenige Leser! :)) 
  1. Ich finde Ambivalenz grauenvoll
  2. Ich weiß nicht, ob meine Ziele 
  3. Ich kann nur ganz oder gar nicht, nicht nur im Bereich Essen
  4. Ich hab Angst, ohne den Druck, den ich mir selbst mache, gar nichts mehr auf die Reihe zu bekommen
  5. Ich liebe Sprachen, vor allem Deutsch und Englisch und es ärgert mich total, dass ich trotzdem noch recht viele Fehler mache
  6. Ich bin fast immer Pessimistisch
  7. Ich freue mich über kleine, authentische, zwischenmenschliche Gesten wie blöd, nur schade, dass es sowas heutzutage so selten gibt
Ich möchte den Blogaward an dich zurückgeben, liebe Fee. Ich hab mich wirklich sehr über deine Worte gefreut, ich kann nur dasselbe zurückgeben, ich wünsche dir auch das Beste.

Montag, 8. August 2011

Ich habe jetzt endlich meinen neuen Laptop und ich habe mir selbst versprochen, aufzuräumen, bevor ich ihn auspacke. Es war wirklich verdammt schwer, mich dazu aufzuraffen, aber im Endeffekt auch echt erleichternd.
Mich erdrückt das Chaos immer wahnsinnig und macht mich dann noch depressiver.

So viel dazu, nur als kurzen Zwischenstand, denn grade gehts mir ein wenig besser. Ich geh nu schlafen, gute Nacht Welt ;)
Uh ja, seit nun 5,5 Stunden liege ich in meinem verdammten Bett und bewege mich nicht vom Fleck. Ich lasse mich berieseln mit wunderbarem Hartz-4-Fernsehn.
Irgendwann kam ne SMS von meiner Therapeutin mit nem Hinweis auf ein WG-Zimmer, das ich mir doch mal anschauen könnte. Sie ist im URLAUB!! Verdammt nochmal, sie soll doch nicht im Urlaub an mich denken, ich enttäusche sie doch nur.

ICH sage, dass ich das alles schaffe, ICH lehne ihre Hilfsangebote ab.
Aber ICH komme auf meine Scheiße nicht mir klar.

Ich muss dringend lernen Hilfe anzunehmen!

The longer the title, the less important the job.

Und mal wieder liege ich in meinem eigenen Dreck, irgendwann ersticke ich darin noch.
Wunderbar, ich nehm jetzt die Pille. Ich werd nie irgendwas mit einem Typen haben, so hart und selbstmitleidig es klingt, aber ich glaube das wirklich. Ganz ohne Scheuklappen, sogar mein Verstand glaubt nicht daran.
"Blabla, das kommt noch"? Ne, eher nicht, ihr kennt mich nicht gut genug, um das behaupten zu können.

Pille, um einfach eine Tablette mehr nehmen zu können, systematische Selbstzerstörung. Auf mich hat momentan alles, was Schäden verursacht oder verursachen könnte eine magische Anziehungskraft, als ob ich darauf gepolt wäre. Der einschläfernde Erste-Hilfe-Kurs wird plötzlich interessant, wenn es darum geht, wie man sich denn um die Ecke bringen kann. Aber auch einfach Reportagen über Risiken von írgendetwas sauge ich auf wie nichts.
Könnte man ja mal gebrauchen.

Mir ist wieder mal bewusst geworden, dass ich mir echt selbst Steine in den weg lege. Wenn ich mal die Motivation um meine Fressanfälle zu bekämpfen habe und anfangen will, gesund zu essen, kommt direkt der Gedanke "Na iss doch direkt weniger!" dazu. Bescheuert, weil mir das jede Chance auf Gesundung verbaut.

Ich MÜSSTE jetzt unbedingt was wegen der Bewerbungen tun, mein schlechtes Gewissen plagt mich wirklich, ich will meine Therapeutin nicht enttäuschen. Gleichzeitig würde ich am liebsten einfach alles losloassen und mich nur noch betrinken, bis die Schule wieder beginnt.

Samstag, 6. August 2011

Keine Flaschen weggebracht, habs vergessen (wirklich!). Einkaufen war ich trotzdem, danach im Regen in nen Park gefahren, auf ne Bank gesetzt, gegessen. Yufka, Brezeln, Schokobrötchen. Ne Stunde den Regen auf mich niseln lassen, im Dunklen losgegangen, Rad geschoben. Irgendwann aufgestiegen, gefahren. Kreuzung, Bahnschienen, Nässe, hingeflogen. Hose zerrissen, Blut, Leute die mir helfen wollen und ein absoluter Fluchtreflex meinerseits. Aber immer schön Lächeln: "Danke". Weiterlaufen, weinen unterdrücken, dunkelste Straßen langgehen, nicht gesehen werden, zuhause ankommen, Tür aufschließen, Tür zumachen, Tür abschließen, heulen, heulen, heulen. Es war zu viel. Ich hab immer wieder angefangen, wegen jeder Kleinigkeit, wegen ner Flasche, die ich nicht sofort aufbekommen hab, weil ich mich im Spiegel gesehen hab, wegen allem.

Ich kann nicht mehr.

Nein, ich habe nicht geheult, weil meine Wunden so wehtun.

I don't sing for anybody. I wouldn't sing for the Queen dear.

Uh, meine Stimmung schwankt einfach so extrem, oft auch ganz ohne Anlass. Nicht gerade heute, aber allgemein.
Ich hab keine Ahnung warum - Es geht wirklich von absolut zufrieden und energiegeladen bis zu ausgepowert, depressiv und emotional versteinert. Ich würde wirklich gerne wissen, wie es dazu kommt, weil es wirklich keine Gründe für den Umschwung gibt. Die gute Stimmung kommt, aber geht auch genauso schnell wieder, komplett ohne Ankündigung, keine Grauzone dazwischen, innerhalb von vllt. 10 Minuten schlägt es ins andere Extrem um.
Wirklich anstrengend.

Blablubber, "das ist normal in der Pubertät"? Nein, finde ich nicht. Zum einen sollte ich aus dem Pubertätskram langsam aber sicher raus sein und zum anderen glaube ich wirklich nicht, dass es so krass ist.

Irgendwie hat der Post gerade absolut keine Struktur und mir fällt absolut nichts mehr zu dieser Tatsache ein, wollte es nur mal festgehalten haben. Ich wiederhole mich, kann das sein? Ich les mir meine Posts nie ein zweites Mal durch, mir fällt es allgemein schwer meine eigenen Gedanken nochmal zu lesen, auch bei Tagebucheinträgen, ... einfach weil ich sofort anfange alles zu entwerten, was ich Zustande bringe. Auch in Klausuren, würde eh nur Verschlimmbesserungen machen.

Ich geh jetzt nochmal einkaufen und ein paar Flaschen abgeben, hier haben sich nämlich inzwischen stattliche 3 Tüten voller Leergut angesammelt und Dank meiner sozialen Phobie hab ichs nie geschafft das Zeugs wegzubringen. Könnte ja blöd aussehen, wenn ich mit ner Tüte Leergut rumlaufe. Jaja, was denken die anderen dann wohl von mir? Seh ich aus wie ne Flaschensammlerin? Nö. Machen andere Leute das auch? Ja. Also, wo ist das Problem, meine Liebe? Keine Ahnung.

Einfach tun, jetzt, Tschü.
Kein Fluchtreflex, im Gegenzug aber absolute Kraftlosigkeit. Gepaart mit ein bisschen Gleichgültigkeit, mehr oder weniger Emotionslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und dem liebsten Depressiv-Scheiße-Gefühl.

Beim Fitnessstudio war ich.. nicht.

Beschissener Tag.
Mir wird grad aufs aller Härteste bewusst, dass ich keine Bezugsperson mehr hab, bzw. in absehbarer Zeit. Da ist nur noch meine Therapeutin. Und diese werde ich in etwas mehr als 10 Sitzungen auch nicht mehr haben.

Meine Eltern sind mehr Belastung.
Meinen "Freunden", die ich noch habe, spiele ich nur etwas vor.

Ich bin alleine, ganz alleine.

Und jetzt? :(
Ich komm darauf nicht klar.

Edit: Spiegel, starren, 5 Minuten, 10, keine Ahnung. Ich sehe mich, ein kaltes Herz und eine dazu passend, absolut kalte Erscheinung. Kein Lächeln, starren. Tränen kullern über meine Wangen, ich verziehe keine Miene.

Was ist nur aus mir geworden? 

Falsche Frage.

Was bin ich?
Die ganze Zeit schon?
Und warum?
Warum ich?
Was ist mir passiert, dass ich so bin?

I was dating a transvestite: My mother said "Marry him. You'll double your wardrobe."

Mein Herz schlägt im Takt der Musik, zumindest gefühlt.
Gestern hatte ich spät abends noch einen totalen Motivationschub und hab aufgeräumt, bin dann bei Platzregen rausgegangen und Rad gefahren. Ein Gefühl von Freiheit mit verschmierter Wimperntusche, zerlaufenem Eyeliner rumzufahren und durch die größte Pfütze zu fahren, sodass meine Schuhe klatschnass werden. Ich bin lächelnd mit Regenjacke und Musik im Ohr durch die Grünanlage gefahren, es hat wirklich gut getan.

Heute ist der Tag.. okay, nicht gut aber auch nicht schlecht, aber langsam breitet sich ein einengendes Gefühl in mir aus, bedrückend, undefinierbar.
Ich muss heute noch einkaufen gehen und wollte mich bei einem Fitnessstudio informieren, am liebsten wär mir eins mit 24h-Öffnungszeit. Ich geh auch mal nachts um 2, wenn mich die Motivation überkommt. Und das ist nunmal meist in der Nacht. Dann ists schön leer, dann kann ich vor mich hingrinsen, bescheuerte Kopfpläne schmieden ohne dass mich der Typ von der Hantelbank gegenüber dumm angafft.
Freiheit!

Naja, wie gesagt, rauskommen ist grad die größte Hürde für den Moment. Ich sitz schon fett geschminkt da, aber ich hab Angst totale Panik und Fluchtreflexe zu bekommen, wenn ich jetzt raus gehe. Ich fühl mich wirklich labil, da reicht oft schon ein einziger Blick aus (nein, er muss nichtmal schräg sein!) und ich würd am liebsten davonlaufen.

Aber einkaufen muss ich heute irgendwann, auf jeden Fall. Einen Tag ohne Klopapier stell ich mir nicht so prickelnd vor ;)

Ich denke momentan wieder verstärkt über einen Klinikaufenthalt bzw. Tagesklinik nach. Ich hab Angst mit der ambulanten Therapie keine grpóßen Sprünge mehr zu schaffen, weil meine Gedanken- und somit auch Verhaltensmuster absolut eingefahren sind.
Ich bin in Verhaltenstherapie, grunsätzlich geht diese ja davon aus, dass ich mein Verhalten ändere und sich die Probleme dadurch auflösen. Meine Therapeutin ist von dem Ansatz mit mir zwar schon abgewichen, weil das absolut keinen Erfolg brachte, aber das ist ihre Ausbildung. Ich bin wirklich froh, dass sie für mich da ist und möchte auch nicht mehr von ihr weg, aber auf der anderen Seite kann sie mir einfach nicht mehr effektiv helfen.
Blödes Dilemma, ich möchte doch keinen Therapeutenwechsel :/

Klinik, Tagesklinik, darf ich das überhaupt? Geht es mir dafür schlecht genug? Ja, zentrale Frage für mich. Ich wünsche mir so sehr, dass mir jemand in den Arsch tritt und sagt: "Hey, dir gehts beschissen, du gehst in ne Klinik, keine Widerrede". Ich will nur einfach keine Verantwortung für meine Entscheidung übernehmen. Ich will nicht übertreiben und meine Probleme größer darstellen, als sie sind. Es wäre der Horror für mich, in einer Klinik zu sein und zu bemerken, dass ich doch eigentlich im Vergleich zu den Mitpatienten nur "Problemchen" habe.

Freitag, 5. August 2011

Streit mit Eltern, Hilflosigkeit, Chaos in meinem Zimmer, einkaufen, gezielt die Rwgale nach Hochkaloriösem, in hohen Mengen Verzehrbarem, nachhause, Fressen.
Bis vor 2 Stunden lief mein Tag optimal, jetzt bin ich nur noch am Essen in mich reinzwingen, bei jedem Bissen schüttelt es mich, der süße Geschmack ist widerlich.

Weiter essen, auf mich wartet noch einiges!

Donnerstag, 4. August 2011

Wieder kurz vor ner Fressattacke, ich hasse diesen Druck, wenn sich alles nur noch um Essen dreht. Und das Einzeige, was man dagegen tun kann ist fressen. Hemmungslos. Auswegslos, scheiße :(
Ich lese momentan ein Buch, heißt "Essattacken" und ist von Heike Hinsen.. bin leider nur bis Seite 40 gekommen. Ich empfehle es jedem, der bereit dafür ist, sich selbst zu akzeptieren und auch respektieren.

Aber ernsthaft? Ich bin dafür nicht bereit, es wurde mir mit jeder Seite mehr bewusst, ich möchte mich nicht selbst lieben. Hört sich bescheuert an? Genau, das ist es auch. Arya hat ganz passend geschrieben: "Denn das ist die Natur einer Essstörung. Sie will überleben." So siehts aus, nur dass ich nicht sagen würde, dass es bvei mit hauptsächlich um eine ES geht, sondern um das komplette Konstrukt, das ich mir während meiner mittlerweile 17 Lebensjahre zusammengebastelt hab. Da gehts nicht nur um Essen, das ist ein neuer Aspekt.

Und in meinem Kopf ist "sich selbst respektieren, lieben, ..." gleichzusetzen mit "versagen". Ja, klingt ziemlich bescheuert, ich weiß. Aber wenn ich mich respektiere ´, hab ich den Faktor "Selbsthass" nicht mehr um mich anzutreiben. Wenn ich schon zufrieden bin, ist das Verbesserungspotential minimiert.
Zufrieden sein bedeutet, dass alles okay ist, wie es ist. Das wird es laut meinem Kopfkonstrukt aber nur sein, wenn "Dies und Das" eintritt. "Dies und Das" lassen sich austauschen, ist "Dies und Das" mal erreicht, wird dieses degradiert á la "War doch gar nicht so toll, freu dich doch nicht über so einen Kleinscheiß" und sofort durch ein neues Ziel ersetzt.
Ich glaub ich schreib grad recht wirr, weiß es aber nicht besser auszudrücken.

Aber genau weil ich mit dem aktuellen Zustand jetzt nicht (und auch sonst nie) zufrieden bin, darf ich mich nicht selbst lieben. Weil das wäre Versagen. Ich drehe mich im Kreis, JA!

Und im Endeffekt hab ich mir dieses Buch nur im naiven Glauben, dass es mir eine Patent-Lösung um FAs zu vermeiden, bietet geholt.
Die gibts nunmal nicht. Und ich will wieder abnehmen, ungesund, so schnell wie es nur geht. Ich will wieder nichts essen können und keine Fressattacken haben müssen.
Das will ich, ich will nicht gesund werden.

Blöde Erkenntnis und nimmt einem so ziemlich alle Perspektiven auf Besserung, wo ich mal wieder da angekommen wäre: Ich muss dieses Gedankenkonstrukt loswerden. Leider definiert es mich und sich selbst loszuwerden ist leider nicht ganz so einfach ;)

Tüdelüü.. ja. Also wer wirklich aus seinem Teufelkreis raus will und gesund werden möchte:

---> Heike Hinsen: "Essattacken - Ausbruch aus einem Teufelskreis" <---

Cheers.
Gerade geht's mir verhältnismäßig gut. Einen Arzttermin und einen Anruf wegen der Nebenjob-Sache hab ich geschafft.
Zwischendurch gings mir wirklich total beschissen.

Mein Zimmer wird zwar grad wieder kontinuierlich unaufgeräumter, aber ich das Bewerbungszeug hat jetzt Priorität.
Die nächsten 2,5 Wochen bis zur Thera halte ich mich mit 2 Arztterminen, ner Studienberatung und hoffentlich bald auch mit Fahrschule über Wasser. Mein wichtigster Anker ist trotzdem mein Termin beim Psychiater (den hab ich mal nicht zu den Arztterminen gezählt), der ist in 1,5 Wochen, also grad in der Mitte meiner Thera-Durststrecke. Das Tolle ist, dass mein Psychiater auch fast wie eine Art Therapeut ist, ich weiß, dass das nicht Gang und Gebe ist. Ich bin um meine Versorgung wirklich sehr froh.
"Möchten Sie das Spiel wirklich verlassen?"
"Spielstand vor dem Beenden speichern?"

Hat mich mal jemand gefragt, ob ich auf diesen ganzen Müll überhaupt Lust hab?
Verdammt, ich will nicht mehr :(
4,5 Stunden im Bett liegen, Mail von meiner Therapeutin, Selbstvorwürfe und einfach keine Lust noch irgendwas zu tun. Es ist einfach nur grauenhaft beschissen.
Mein Bestand an Hoffnung strebt gegen 0, mein diffuses Geflecht aus Ängsten lässt mich nicht los. Ich schaffs nicht.

Ich schaue in den Spiegel und sehe mich nur als hässliches, glänzendes und umnächtigtes Monster mit ner krummen Nase. Wieso ändert sich meine Selbstwahrnehmung zu dermaßen? Es tut weh, mich so zu sehen, denn ich weiß, dass auch ein paar Kilos weniger keine schönere Person aus mir machen. Ich hab Fressdrang, am liebsten jetzt ne dicke, fette PIZZA!
Wie ekelhaft..

Ich fühle mich einfach nur machtlos und ausgeliefert, ich will heute nicht nach einem Nebenjob suchen, muss es aber doch tun. Für meine Therapeutin, damit sie sich keine Sorgen macht. Damit meine Versprechen weiterhin Wert haben. Damit ich mir nicht vorhalten muss, dass meine Schwäche doch eigentlich nur gespielt ist. Damit ich weiterhin die Kontrolle hab (wie abstrus, die habe ich doch schon lang nicht mehr).

Aber eigentlich will ich nur schlafen. Irgendwann aufwachen, wenn alles, mein gesamtes Leben vorbei ist. Ich hab Angst vorm Leben.

Dienstag, 2. August 2011

Was bin ich, dass ich so tue als ob ich schlafen würde bzw nicht da wäre, wenn meine Mitbewohnerin da ist?
Was bin ich, dass ich meine Nacht zum Tag und umgekehrt machen wikk, nur um ihr nicht zu begegnen? Was läuft da falsch? :(
Warum haben mich irreale Ängste so dermaßen im Griff? :(

Bewerbungen schreiben.. Haha, wie? Ohne PC?

Ich versage doch. Meine Existenz ist kläglich!
Ich hab's nicht geschafft :(
Jetzt hat meine Thera 2 Wochen Urlaub, ergo 3 Katastrophen-Wochen auf mich gestellt.

Aber grad Hab ich verhältnismäßig wirklich viel Antrieb. Ich hab's geschafft mein Zimmer aufzuräumen und das ist irgendwie echt erleichternd.
Trotzdem häng ich grad nur rum. Fernseher ist aus, weil meine Mitbewohnerin gleich kommen müsste und ich nicht will, dass sie hört, dass ich hier bin.

Laptop immernoch kaputt :/ Neuer ist aber schon bestellt.

Ich muss mich bewerben, brauche irgendeinen Nebenjob! Bis Donnerstag muss ich meiner Thera Bescheid geben, wies darum steht. Wenns nicht klappt, kommt sie mit und versucht mir ne Stellr bei jemandem den sie kennt zu vermitteln.. Also ranklotzen, ich will die Stelle selbst "ergattert" haben!
Das Patensystem wird grade wiederbelebt, hab nu eine neue Nummer von einem Mädchen in meinem Alter.
Bin mal gespannt, hab sie nur mal kurz in der Praxis gesehen, Hallo gesagt und wieder weg, macht aber einen netten Eindruck :)

Jaja, ich kenn das schon, heute nach der Stunde geht's mir gut, bald kommt dann aber wieder das "Loch" zuruck.
Same procedure as every week, huh? ;)
Ich esse und esse und esse - ich hab nichtmal Appetit, es ist nur noch eklig.

Alles unterdrücken, Freude, Hoffnung, Trauer, (Selbst-)Hass.. Ich kann keine Emotionen mehr aushalten, ganz egal welcher Art.

Ich bekomm jetzt Medis wegen Hashimoto. Hashi kann Ursache für Depressionen und Gewichtszunahme sein, ist also ganz gut so.

Gleich Thera, auch gut so. Ich werd mir Mühe geben, ich muss das mit der Tagesklinik ansprechen. So kann's nicht weitergehen, ich kann so nicht.
Ich lieg schon wieder in einem Chaos von Zimmer, dabei hasse ich Unordnung doch so sehr. Ich bin nur grad nicht in der Lage, irgendwas zu ändern. Stattdessen hab ich Vollidiotin in meinem
Perfektionismus angefangen Unterhosen zu bügeln.. Was zur Hölle geht in mir eigentlich vor?
Leben - Jeder hat es
leben - alle können es, haben die Fähigkeit dazu

leben definiert Leben.

Ich lebe nicht und trotzdem wird das, was ich habe, als Leben bezeichnet.
Großer Mist. Ich sitze auf ner Bank in einer Gegend, in der ich davor noch nie war.. Ein Lied in Dauerschleife, viel Essen dabei.

Was bin ich nur für ein Ekelpaket? Ich will leben, aber ich glaub das benötigte Werkzeug hab ich verlegt :(

Montag, 1. August 2011

Nochmal ein Liter Bier, die selbe Ration wie vorgestern.. Mein Mund ist taub, ich Fresse trotzdem, ganz ohne Appetit. Ich sehe in den Spiegel, fühle mich fremd, hässlich und fett.

Aber vor allem fühle ich mich wie eine Simulatin.

Ich Vollidiotin!

Scheiße :(
Morgen nach Ser. Tagesklinik fragen, hoffentlich schaff ich's.

Sonntag, 31. Juli 2011

Foreplay is like beefburgers - three minutes on each side.

Hm.. irgendwie wars zwar echt nicht viel "Alkoholisches" (wenn man es denn als soetwas bezeichnen möchte), aber es war okay. Mir hat es geholfen!
Nachts ging dann allerdings gar nichts mehr, ich habe mich hingelegt, bisschen Kopfschmerzen gehabt, irgendwann aber eingeschlafen, um 3 wieder aufgewacht und.. ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll.. Panik?? bekommen.. gehabt.. wie auch immer. Ich bin durch mein Zimmer getigert wie ne Bescheuerte.

Licht an, Licht aus, Fernseher an, hinlegen, hinsetzen, rumrennen, hinlegen, hinsetzen, auf den Fernseher konzentrieren, hinlegen, Licht an, hinsetzen, rumrennen, Licht aus, ...

Einfach absolut ruhelos und es hat sich wirklich beschissen angefühlt.. mein Kopf war am dröhnen!

Heute gehts mir dafür einigermaßen gut, ich fühle mich zwar nutzlos und ich gammel nur vor mich her, aber das richtig tiefe depressive Loch war heute noch nicht da.
Dafür hab ich auf der anderen Seite wieder mit dem Essen gekämpft, eigentlich wollte ich heute (uhu, mal wieder!) neu anfangen, hab mir mein kleines System ausgedacht und auch schön Motivation miteingebaut, aber es hat nicht sollen sein. 
Wenn sich in meinem Kopf zu viel um Essen dreht, geht nichts mehr. Ich bekomme den Gedanken und den damit verbundenen Druck irgendwie nicht mehr los, ohne dass ich etwas Esse. Besser gesagt VIEL esse und alle meine Konventionen breche. Einfach Kontrollverlust, ich muss dann wissen, dass da keine Grenze mehr ist. 

Irgendwie bescheuert... und so komme ich nie wieder auf ein einigermaßen ansehnliches Gewicht.
Ich meine - ich stehe auf verdammten 65kg, mein Ziel waren 50kg und mein bisheriges Tiefstgewicht 54. Es muss doch wieder zu schaffen sein? Was war damals anders, warum geht es heute nicht mehr so leicht?



Samstag, 30. Juli 2011

23:20 knapp ein Liter Bier. Dank meiner Medis bin ich schon leicht angedudelt, wundert euch nicht, wenn heute noch eine Reihe komischer Posts kommt. In meiner Einkaufstüte liegen noch wunderbare 2 Bierdosen von 0,5 Liter.

Liebes Mirtazapin, ich liebe dich.
Abends, die Zeit, wenn die halbe Welt feiern ist.

An mir lebt einfach nur noch alles vorbei! Es macht mich so traurig.. diese Ferien sind wirklich die Schlimmsten! Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor... ich bewerb mich am Montag für einen Nebenjob, ich mussmussmuss genommen werden, ich BRAUCHE diese Struktur in meinem Tag.

Ich flüchte mich momentan aufs Heftigste in Fressen und Hungern.
Eher Fressen, aber okay.

Weiß jemand, ob Tageskliniken Wartezeit haben?
Ich fühl mich wirklich unheimlich verloren und schlecht.

Ich weiß, dass ich diese Ferien überleben werde, aber es ist eine Qual :(

Tag 3/46 <-- verdammtescheißenochmal
NEIN!!

Freitag, 29. Juli 2011

Bier+Cola+X
"Du bist mindestens 18 Jahre alt? Dann kann's los gehen: Löse deine X-Credits [... blablabla]"

Nein, ich bin keine 18, sonst würde ich mich effektiver und nicht mit so ekligem Gesöff abschießen! Bzw. Es versuchen, mit dem Zeug auch nur annähernd betrunken zu werden ist ein Kraftakt...
Aufräum-Aktion nur halb durchgeführt, aka gescheitert.
Ne Mülltüte Essensverpackungen ist schon gefüllt.
Ich kann so nicht weiter machen!!
Seit 20 Minuten wach, ne Tüte Tacos, 4 richtig fette Nutellabrote gefressen und ein Versuch alles wieder aus mir raus zu holen. Vergebens.. Fette 67,1

Ein Leben im Dreck, ich hab keine Kraft mehr. Dienstags-Sitzung, ich warte auf dich!
Ist es nicht grotesk? Remember: Diesen Dienstag ging's mir während der Sitzung blendend..
Tagesklinik, bitte? :((

Heute nochmal mit nem Freund treffen, Picknick..
Ich würd mir so gern 5 Mirtazapin-Tabletten einwerfen und einfach nur schlafen.
Ich glaub das mach ich, sobald ich wieder zuhause bin.
Schlafen, fressen, Fernsehn, schlafen, das ist kein Leben.
Mein Laptop geht übrigens schon wieder nicht.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Danke für den Blogaward, Mina.

Ich werde nur 7 Dinge über mich schreiben, bin grad zu träge um ihn weiterzugeben, tut mir Leid.


  • Ich schwanke hin und her, weiß nicht ob ich sagen soll, dass es mir gut oder schlecht geht
  • Mein Bruder hat heute Geburtstag und ich habs verpeilt
  • Ich träume von einer Karriere und einem Jetset-Leben, weil das das Einzige ist, das ich mir zutraue
  • Ich fühle mich sehr oft einsam und hätte gerne jemanden um mich, möchte auf der anderen Seite aber auch einfach nur in Ruhe gelassen werden, weil jedes gesagte Wort einfach falsch wäre
  • Ich schlafe momentan mit meiner Matratze auf dem Boden, weil mein Bett eingekracht ist (Nein, nicht weil ich zu fett bin, auch wenn man das bei meinen Posts denken könnte und ich dringend abnehmen sollte, sondern weil mein Vermieter irgendwie nicht so der Handwerker ist)
  • Mein Tisch, mein Boden und mein Bett ist voll mit Essensverpackungen, größtenteils leer.. ich versink hier quasi in meinem Fressanfall-Dreck
  • Zu Beginn einer Fressattacke hab ich Heißhunger, gegen Ende ekele ich mich nur noch vor dem Essen, vom Geruch wird mir schlecht, ich esse aber trotzdem weiter

Ich führe den Tod mit mir, 1500mg Mirtazapin, 100*15mg, eine nagelneue n3-Packung.
Ich werde die Tabletten nicht einnehmen, auch wenn mir grade nach allem anderen, als Leben zumute ist.
Ich hab Bauchschmerzen vom vielen Essen, Angst vor meiner Mitbewohnerin (das ist der einzige Grund, weshalb ich gerade auf ner Parkbank und nicht in meinem Zimmer sitze).
Das definiert mein Leben im Moment..

Am Dienstag hab ich meinen Vorsatz mit dem Zettel natürlich nicht durchgezogen. Es war, als ob die Worte nicht zu mir gepasst hätten.
Wenns mir bis Dienstag nicht besser geht, frag ich meine Thera wegen der Tagesklinik, mein neuer Vorsatz.
So kann ich nicht die ganzen Ferien durchmachen :(

Die Kommentare beantworte ich, sobald ich wieder vorm Laptop sitze, ist mir am iPhone grad zu mühsam, sorry.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Ich laufe in grauen Wedges, grauer Jacke, nem ArmedAngels-Shirt, schwarzem Taillenrock und schwarzer Strumpfhose zu meinem VHS-Kurs.
Irgendwelche Männer mustern mich von oben nach unten und grinsen dabei, ich fühl mich wie eine Schlampe.

Gerade fühl ich mich wieder absolut unfähig dazu, irgendwas zu reißen.

Mit meiner Therapeutin hab ich den Deal gemacht, dass ich mit meiner Mitbewohnerin 2 Mal was unternehme, bis ich wieder zur Stunde am nächsten Dienstag komme.. Genial, wenn sie Freitagabend geht und Sonntagabend wieder kommt - bleiben mir noch Donnerstagabend und Montagabend. 2 Tage... aber das wäre... MORGEN! Ich weiß nicht was ich mit ihr machen soll, sie ist einfach zu viel geballte Präsenz und Beliebtheits-Ausstrahlung.
Ich hab Angst irgendwas blödes zu machen, irgendeinen blöden, langweiligen Ort auszusuchen.. geht gar nicht.
Ich schaffs einfach nicht :(
Morgen ist Ferienbeginn, Freiheit, feiern, Freunde treffen, Spaß haben.
Morgen ist Ferienbeginn, zu viel freie Zeit, Depressionen, Suizidgedanken, versumpfen.

Ich seh rot! Und davor hab ich wirklich Angst.. 6 Wochen absoluter Horror, Kopfgeschiss, Ängste, einfach alles. Volle Dosis... und ich weiß noch nichtmal, ob und wenn ja (wobei ich mir relativ sicher bin) wann meine Therapeutin in den Urlaub geht.. wenn ich Pech hab, ganze 5 Wochen.

Ich hab für mein Praktikum übrigens eine Absage bekommen ;)
Ich hab sie eingeheftet, zwischen meine Tagespläne, das ist meine Selbstbestätigung. Ich wusste, dass ich mich scheiße präsentiert hab, ich wusste es ganz genau. Mein trauriger Triumph.

Dienstag, 26. Juli 2011

The main difference between men and women is that men are lunatics and women are idiots.

Ich hab heute den Tag über so abgöttisch gute Stimmung gehabt, es war wirklich schön :)
Ich hab mich gut gefühlt, hatte neue schöne Klamotten an, schick geschminkt, kurzen Schultag gehabt, bisschen Small Talk, Therapiestunde und anschließend Kekse backen.
Mir ging es wirklich, wirklich gut, das möcht ich einfach noch mal hervorheben! ;)

In der Therastunde hab ich so viel gelacht - Ist zwar nicht wirklich Sinn einer Therapie (;)), aber hey, es hat meinen Optimismus noch bestärkt und was soll sie mir denn auch noch sagen, wenn ich da sitze und strahle :)

Aber genau so unverhoffte wie diese Stimmung aus dem Nichts aufgetaucht ist, ist sie auch wieder verschwunden. Nachm Kekse backen gings zur Englisch VHS und meine Stimmung ging - bergab wärs falsche Wort... sie war einfach nicht mehr vorhanden. Keine Reaktionen mehr, kein Lächeln, welches nicht erzwungen gewesen wäre und Mundwinkel die starr nach unten gezogen waren.
Da helfen auch keine Leute, die einen blöd anquatschen, kein aufmunterndes Lächeln von anderen aus dem Kurs, keine blöden Witze, gar nichts. Einfach vorbeigelebt. :(

Und ich weiß absolut nicht woher das kommt.. es gab weder für die gute noch für die schlechte Stimmung auch nur im Geringsten einen Anlass.

Und ja, es kam wie es kommen musste - Ich hab wieder gefressen. Weil doch eh alles egal ist. Scheiß doch drauf.
Nein, das ist nicht gut so, ich kann nicht immer fressen, wenn ich nicht mehr klar komme. Sport, Boxen, Schreien - bitte! Aber doch nicht der Teufelskreis "Fressen".

Ich bin ein wenig durcheinander, aber ich muss sagen: Das Gleichgültigkeits-Tief war nicht total schlimm. Ich hatte keine Suizidgedanken, mir war nur alles egal. Jetzt gehts mir trotzdem ein wenig besser.
Sagen wir mal so: Es hört sich sicherlich schlimmer an, als es für mich war.
Das tut glaube ich vieles, von dem ich so erzähle.. aber ich weiß einfach nicht, wie ich es anders ausdrücken soll.