Donnerstag, 22. September 2011

Der Tag war größtenteils desaströs. Ich hatte andauernd Angst durchzudrehen und hab mich innerlich wie zerbrochen gefühlt.
Abends dann mit meiner Thera telefoniert: Ich werd die Klinik wechseln, hier bringst mir einfach nichts, macht mich nur noch mehr fertig.
Welche Klinik es wird steht auch schon fest, im Schnitt ist die Wartezeit ca. 2 Wochen, meine Thera will's aber dringlich machen, dann geht's wohl schneller. Das wäre toll, die Klinik ist wirklich renommiert und wurde von mehreren Seiten empfohlen.
Bis dahin will ich hier in der Klinik bleiben, ich hab Angst davor, allein zu sein.

Jedenfalls lodert der schwache Funke Hoffnung, der noch da ist, gerade wieder auf :)
Ich freue mich, trotz der Angst, was ist, wenn man mir auch dort nicht helfen kann.

Dienstag, 20. September 2011

13:40
Alle um mich herum kindisch und überdreht, Witze, bei denen man denken könnte, dass die hier alle eben erst aufgeklärt wurde.
Ich fühle mich hier nicht wohl.
Die einzigen Erinnerungen an den Geschmack von Freiheit sind die lila-farbenen Narben auf meinem Oberschenkel.
Ich bin schwach, ich esse unglaublich viel und sogar für nicht Essgestörte überdurchschnittliche Mengen.
Ich möchte hier weg, habe aber auch Angst vor dem, was draußen ist.
Ich möchte an keinem Ort sein, möchte mich nicht lieben, mir nicht helfen lassen, mich umbringen.
Aber ganz im Geheimen: Ich will es doch, will glücklich sein - Das würde ich natürlich nie zugeben .

Nur was hindert mich?
Keine Ahnung. Ich will doch auch alles beenden. Nein. Doch. Nein. Stirb, naive Hoffnung.

17:20
Ich möchte nicht mehr kämpfen, um mich herum nur Leute, die mich anpissen. Man kann Hilfe bekommen, wenn man Probleme hat, ja. Aber nicht ich, denn ich will das gar nicht.

18:45
"Was könnte dir denn jetzt helfen?" Nichts, Gott, sagte ich doch, Vollidioten.
Ihr versteht es nicht, könnt es nicht, ihr seid nicht ich. Ihr habt absolut keine Ahnung, wie es ist, wenn man sich aufgegeben hat, wenn man alles gegen sich einsetzt und nichtmal den blassesten Schimmer eines Lichts am Ende des Tunnels vernehmen kann. 
Was hilft es mir, den Leuten zu erzählen, was in mir vorgeht? Keiner von ihnen - und das waren sicherlich 7, 8 - konnte mir bisher helfen, nichtmal ernsthaft Besserung in Aussicht stellen. V.a. die Pädagogen sind genial, da kommen dann Antworten wie: "Das Stelle ich mir grauenhaft vor", "Ich weiß auch nicht, was man da machen kann" oder einfach gar kein Kommentar und ein Umschwank auf: "Und was könntest du jetzt tun, um den Tag zu überstehen?" Aber hey, hab ich euch nicht gerade deutlich gemacht, DASS ICH NICHT MEHR WILL?!

Es pisst mich alles so an. Ich warte nur noch auf das Gefühl der Freiheit, wenn ich endlich gehen kann und auch endgültig will. So lange schwelge ich in wohliger Erinnerung an meine letzte Phase, in der ich genau das erfahren und spüren durfte :)

Sonntag, 18. September 2011

Ich hab mal wieder keine Lust mehr. Nicht nur auf diese Klinik sondern aufs Leben. Die Klinik war der Hoffnungsschimmer und meine letzte Möglichkeit, etwas zu verändern, aber es wird nichts besser, das wird es nie wieder. Allumfassende Hoffnungslosigkeit. Ich warte nur noch darauf, dass ich den Entschluss zum Suizid endgültig fasse und diesen Alptraum von Existenz beenden kann. Ich möchte nicht mehr kämpfen, wüsste nicht wofür.

Donnerstag, 15. September 2011

Zwischenstand:

Schlafstörungen (warum auch sonst schreib ich um die Uhrzeit, wenn seit 22 Uhr Bettruhe ist? ;))
Heuchler-Eltern (Vor 1/2 Jahr: "Du willst doch nur Aufmerksamkeit", heute: "Mimimi, wir lieben und unterstützen dich doch iiiiimmer"
Die Jugendlichen sind sehr! anstrengend
Zu wenig Platz
Kaum Freiheiten (sehr sinnig, eine soziale Phobikerin/ Depressive nahezu komplett zu isolieren!!)
Ich werde zur Unselbständigkeit erzogen
Erst einen Psychologentermin gehabt
Klinikschule ist katastrophal/ Konzentrationsstörungen Deluxe
Kaum Handyzeit
Vorübergehend geschlossen geführte Station (Kliniktür zugeschlossen, ohne Pädagogen durfte ich bis gestern nichtmal das Srockwerk verlassen!)
-1,5 kg, ich esse weniger als die Magersuchts-Patientin, hab ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen
Große Angst, wieder nachhause zu gehen
Angst, hier durchzudrehen
Aggressiver denn je
Das Gefühl, mein Leben endgültig entwertet zu haben
Angst, nie wieder gesund zu werden
Zu viel Zeit zum Grübeln


Aber doch irgendwie das Gefühl, beschützt zu sein

Meine Thera und ich denken über einen Klinikwechsel nach

Keime Ahnung, was ich von dem allen halten soll, ich würde mich wirklich sehr über eure Meinungen dazu freuen.

Liebe Grüße an euch alle <3

Freitag, 9. September 2011

Jetzt geht's also los. Angst. Ich hoffe, dass ich mein Handy behalten darf, dann blogge ich darüber ab und zu.

Es wirkt alles so irreal, das ist nicht mehr mein Leben, welches da an mir vorbeizieht!

Auf unbestimmte Zeit in der Klinik

Donnerstag, 8. September 2011

"Ich bin dann ab morgen weg, ich weiß noch nicht genau, wann ich wieder komme"
"Wohin gehst du denn? Urlaub oder ziehst du aus, ...?"
"Neee, ich muss ins Krankenhaus, ist jetzt aber nichts ansteckendes oder so"
"Was hast du denn?"
"Ich red da nicht so gern drüber"
"Dann wünsch ich dir gute Besserung, ich hoffe, dass es nicht Schlimmes ist"
"Nee, so schlimm ists eigentlich nicht"
*komischer Blick*

- Öhöhööhööööö... Weil ich einfach absolut grottenschlecht und unglaubwürdig bin.
Wenigstens hab ich den Part "informiere deine Mitbewohnerin" jetzt rum. Amen.

Immer noch Angst und ein Drücken im Magen.
Sie haben die Überhand gewonnen. Ab morgen bin ich vollstationär, keine Ahnung was auf mich zukommt, ich weiß absolut gar nichts.
Vllt. kann ich ab und zu per Handy bloggen, ich weiß nicht mal, ob das erlaubt ist.

An die ganzen Kommentatoren: Danke, ich hab alles durchgelesen.
Bin gerade blockiert, kann nicht antworten, immer noch.

Ich hab Angst.

Wollen sie mich vollstationär, weil sie mich nicht kennen? Weil ich privat versichert bin? Weil sie wirklich denken, dass es nötig ist?

Alte Klingen abgegeben, neue gekauft. Heute war zu viel. Ich weiß nicht, ob ich sie verwende.

Mittwoch, 7. September 2011

Ich sehe, wie langsam diese ganzen Psycho-Menschen die Kontrolle über mich gewinnen. Sie sind der Meinung, dass ich vollstationär gehen sollte. Sie haben mich unterschreiben lassen, dass ich morgen alle meine Klingen abgebe, sie haben mich unterschreiben lassen, dass ich keine Suizidhandlungen unternehme (haha, fast genauso sinnlos, wie das gesetzliche Verbot eines Suizids :)).

Und ich stehe nur noch da und gucke zu.. was wäre aus mir geworden, wenn ich vor einem Jahr nicht in Therapie gegangen wäre? Wäre ich Tod? Wäre ich glücklich, weil ich mich da nicht so reingesteigert hätte?

Wie ein Film, ein schlechter Film, ich kann mir momentan wirklich kein Leben mehr unabhängig von diesen ganzen Psycho-Docs mehr vorstellen. Ich bin unglaublich abhängig und unglaublich hoffnungslos.

Zur Schule darf ich nicht. Höhö, sehr lustig, das alles. Die anderen Mädels übrigens auch, fast permanent - Mir ist das zu anstrengend, ich hock da fast nur noch versteinert.

Ich werde meine Klingen abgeben. Ich werde neue kaufen <3.
Denn die Unterdrückung von SVV ist nicht mein Ziel. Ich will es nicht sein lassen, es ist nichtmal eine Sucht. Gebt mir einen Sinn und Hoffnung, bringt mich dazu, um mich zu kämpfen. Symptombekämpfung? Bitte nur mit Medikamenten, auf den Rest kann ich verzichten. Cheers.

Hey, psscht! Ich glaube immernoch nicht, dass es mir schlecht geht. Ich spiele denen nur was vor. Ich hasse mich dafür.
Ich weiß nicht mehr, was Realität und was Katastrophisierung ist!!

Samstag, 3. September 2011

Rien ne va plus.

Tut mir Leid, dass ich gar nicht mehr antworte, wirklich. 2 Blogawards, unzählige unbeantwortete Kommentare.. ich sollte mich echt mal zusammenreißen.

Bloggen fällt mir leichter, ist ein kleines Ventil. Ich hoffe, ihr fühlt euch nicht versetzt :(

Momentan ists beschissen. Gestern beim Jugendamt wars einfach nur dermaßen anstrengend, vor 3 Personen gesessen und ALLES erzählen müssen ist einfach nur hart. Ich war danach so ausgelaugt und überfordert... Aber immerhin, es wird jetzt angefragt, ich bekomm n Platz, sobald was frei wird. Wenn es bis Ende des Monats nicht klappt, kann ich stationär in die Klinik gehen.
Ja, danach in der Tagesklinik wars auch beschissen, Maske aufsetzen und auf fröhlich umschalten geht halt nicht, wenn man nicht mehr kann. Hab dann verdammt abgeblockt, nur noch rumgesessen, ja..
Irgendwann meinte die Betreuerin, sie müsste zum Therapeuten rennen, damit ich da ne Extrastunde bekomme, weils mir nicht gut geht.
Also, hingegangen, war nicht sonderlich effektiv, ne Notfallnummer bekommen und wieder weg da. Ich glaub mit dem Therapeuten komm ich auf keinen grünen Zweig, der nervt mich total an.
Danach mit den Mädels aus der Klinik wie verabredet raus, auch wenn ich absolut keine Lust hatte.

Also wieder so gut wie möglich Maske aufsetzen, bisschen was getrunken, gefressen, eine war total dicht. Erst war sie total lustig, um nur 30 Minuten danach total depressiv zu werden.
Mich hats einfach nur angestrengt, der ganze Tag war ne einzige Überforderung.

Ich war froh, als ich daheim war, wirklich. Hab mich dann auch nur noch hingelegt, Fernseher angemacht, geschaut, Jeans einigermaßen abgestrampelt, Licht ausgemacht und dann gepennt.

Heute ist wieder Failtag schlechthin, ich kann sowas von gar nicht mehr. Mein Zimmer sieht immer schlimmer aus, irgendwelches Zeug gammelt und schimmelt hier vor sich hin und ich kanns einfach nicht mehr wegräumen. Die Gerüche steigen mir in die Nase, mir wird schlecht. Es ist alles voll Dreck, ich ekel mich zu Tode.
Aber wie gesagt, die Kraft zum Ändern fehlt. Deswegen hab ich heute folgendes gemacht: Fernsehn geschaut,  PC, Zähne geputzt (haha, ja, ich bin sowas von antriebslos, dass ich das aufzählen mag, weil ichs nur noch einmal täglich mache, bzw. bevor ich raus gehe :DD - ihr dürft euch mit mir ekeln), fürn FA eingekauft, zurück, Essen, PC, Fernseher, PC, Heulkrämpfe ohne dass Tränen kommen, Fernseher, PC, Amen.
Ich nehm nichtmal mehr meine Medikamente, weil ich zu faul bin. DAS NENNT SICH DOCH FAIL?
Aber wohl nicht "FAIL BETTER"!!

Es geht wirklich gar nichts mehr. Und ich wills auch gar nicht mehr. Ich werds nie wieder packen. Und es tut mir schon fast Leid, dass ich diesen suizidalen Zustand von vor ner Woche nicht mehr hab, weil ich mich so nur noch durch Leben quäle.






Donnerstag, 1. September 2011

Ich bin absolut verwirrt und durcheinander, weiß nicht, wo mir der Kopf steht.

Das Aufnahmegespräch, in dem ich quasi einmal rundum erzählen durfte verlief dankenswerterweise MIT meinem Vater, gefragt hat mich aber auch niemand, nech? Die wussten schon vorher, dass unser Verhältnis nicht gut ist.
Ja, jedenfalls war das sehr anstrengend, hab daher nicht alles erzählt, total abgeblockt und bockig gewirkt.

Die Mädels in der Gruppe sind aber total nett, sind 4 andere. Komme mit allen gut klar! Hätte ich eigentlich nicht gedacht.. die wissen eigentlich alle schon mehr, als mein kompletter Freundeskreis zusammen. Hab mich selten so verstanden gefühlt und es fiel mir selten so leicht, mich zu öffnen. Man kann mit denen echt klasse reden.

Morgen nach der Tagesklinik treffen wir uns alle für den Abend :)

Was mir ein wenig Sorge macht: Die Tagesklinik will mich 8-12 Wochen da behalten, wenn ich parallel zu MEINER Schule will, muss ich trotzdem wieder um 13 Uhr in der TK sein. 13 Uhr?! Bis dahin ist doch noch nichtmal die Hälfte meines Unterrichts rum! Und abgesehen davon: Wie erklär ich denn, dass ich mal eben jeden Tag um ca. 12:30 "Heim gehe"?
Klinikeigene Schule? Öhöh, schlechter Witz. Es ist Abijahr und die Schule dort besteht aus einer Klasse, deren Schüler aus Kindern jeden Alters und jeden Bildungsstandes zusammengewürfelt wurden.

Naja, wieauchimmer.

Ich frag mich, ob das was hilft. Die Mädels meinten, dass echt nicht viel Programm da ist und um ehrlich zu sein, hatte ich mir doch irgendwie mehr erwartet. 3* Therapie in 2 Wochen? Da kann ich ja fast direkt ambulant bei meiner Therapeutin bleiben!!
Klar, dort hab ich trotzdem mehr oder weniger Struktur und kann nicht vorm PC hängen, aber will ich meine Abinote wirklich für sowas aufs Spiel setzen?