Freitag, 25. November 2011

Es ist krass, wie stark ich in meiner Kopfwelt gefangen bin. Diese Welt, in der Ideale komplett von jeglicher Vernunft und gesellschaftlicher Norm abweichen.
Nein, ich will ncht gesund werden, denn ich will die Geborgenheit der Krankheit behalten. Ich will die Narben, das Hungergefühl, die Suizidgedanken, sogar die Fressanfälle, wobei ich diese auch gern gegen Gewichtsabnahme eintauschen würde.
Warum ist das so? Ich weiß es: Ich habe Angst vorm Leben, Verantwortung und Angst, meinen Ansprüchen schutzlos ausgeliefert zu sein.
Es gibt Tage, da ist meine Stimmung besser, ich hasse sie - Ich weiß nicht ob das jemand kennt oder überhaupt verstehen kann, aber an solchen Tagen geht rs mir auf absurde Weise noch schlechter, als sonst.
Vllt. bin ich zu verkorkst um gesund zu werden oder auch einfach nur zu feige.

Ich kann so nicht weiter machen, weil die Depressionen besser werden und ich immer mehr Angst bekomme. Niemand kann mir sagen, was ich dagegen tun soll, "aushalten" ist die Devise der Therapeuten, aber ich pack das einfach nicht! Ich würde so gerne alle Medikamente absetzen, mich wieder tief ritzen, fressen, hungern und den ganzen Tag zocken.
Es ist eine sichere Welt ohne wirkliche Gefahren, für etwas anderes bin ich nicht geeignet.

Mittwoch, 16. November 2011

If you think nobody cares if you're alive, try missing a couple of car payments.

Wenn du 3 Wünsche frei hättest, was würdest du wählen?

Eine gute Frage, sehr gut - zu gut, ich könnte sie nicht beantworten. Will ich mich hassen? Will ich dünn sein? Will ich Tod sein? Will ich vielleicht nicht doch einfach nur glücklich und gesund sein?

Ich bin jetzt knapp 10 Wochen vollstationär (Ich soll noch "einige" Wochen bleiben - ob gut oder schlecht? Keine Ahnung.) und ich fühl mich wie am Anfang auch.. ich könnte mir hier jederzeit das Leben nehmen, Stromschlag, ja, das ist eine bitter-süße Metapher. Sterben durch die überwältigende Spannung, die sich durch mich zieht.
Meine Therapeutin hier in der Klinik meint, dass ich durchaus Fortschritte mache, welche sie meint besprechen wir morgen.
Ich will das nicht glauben und wahrhaben!
Wo wäre denn dann der Halt?

Seit 5 Wochen hat keiner meiner wenigen Freunde mehr etwas von mir gehört, besorgte SMS beantworte ich nicht, meine soziale Phobie schlägt voll zu. Mit meinen Eltern hab ich seit Halloween kein Wort mehr gesprochen.

Jetzt gerade liege ich hier im Bett und hab Angst davor, nicht schlafen zu können. Bis jetzt hab ich Schlafmittel bekommen, die wurden Dank meiner herzallerliebsten Eltern abgesetzt und was Neues bekomm ich erst Übermorgen. Ich kann schon mit Medi kaum oder nur unruhig schlafen, die letzten 2 Nächte hab ich einfach während dem Schlaf meine Gedankenkreise weitergeträumt.

Trotz allem lache ich momentan unheimlich viel. Ich hasse das, auch wenn es nur ein Lachen, welches durch Anspannung entsteht ist. Ich hasse jedes Anzeichen dafür und noch mehr jedes Gefühl welches für mich positiv ist oder auch nur sein könnte.

Sonntag, 6. November 2011

Was habe ich an diesem Leben noch? Das einzige, was mir außerhalb der Psycho-Scheiße bleibt, sind meine Freunde - und von denen isoliere ich mich. Ich trau mich gar nicht mehr auf Facebook, meine SMS lese ich nicht mehr und Anrufe lass ich einfach klingeln.

Ein paar machen sich Sorgen, es tut mir so Leid für sie.

Ich bin doch eklig, mein Charakter gehört ausgerottet und zusammen mit Atommüll sicher gebunkert.

Mir darf es ncht gut gehen, die Schnitte dürfen nicht oberflächlich sein. Ich liebe es, wenn es mir schlecht geht, hah.
Ich fühle mich so hoffnungslos, über 9 Wochen insgesamt Klinik, Verbesserung? Fehlanzeige

Ich will ritzen, fressen, Medis überdosieren und als Fernziel Suizid begehen. Bei solchen Zielen kein Wunder, dass mir nichts hilft, aber das Thema Motivation und Ziele wird bei mir in der Therapie irgendwie kleingeschrieben. "Man muss es halt schon wollen, nech?" Hahahahaaaa

Freitag, 4. November 2011

Es ist so unheimlich anstrengend, hier zu sein. Es ist so viel Kontrolle und ich bin gezwungenermaßen total unselbständig. Damit kann ich wirklich gar nicht umgehen, ich bin deswegen wirklich oft aggressiv, das kenne ich sonst nicht so von mir.
Zu der Aggression kommt dann noch so ein falsches, hinterlistiges und hasserfülltes Lächeln hinzu, das ich gar nicht mehr abschalten kann. Die Mitpatienten hier finden es gruslig, ich übrigens auch.

Wenn ich nicht grad in diesem Zustand bin, bin ich entweder total überdreht fröhlich, um zu verdrängen oder total niedergeschlagen und kraftlos.
Momentan ist's einfach nur frustrierend hier zu sein.

Mit meinen Eltern bin ich durch die Klinik gezwungen, Konrakt zu haben und das nervt mich mehr an denn je.

Wenn ich hier rauskomme soll ich ja in diese 24h-Überwachung, auch vollstationäre Jugendhilfeeinrichtung genannt. Da gibt's keine passend für mich in meiner Stadt, dann muss ih also wahrscheinlich wegziehen. Genial.
Aber ich fände es äußerst toll, wenn ich wenigstens langsam mal genau wüsste, wo ich dann hinkomme, obdachlos zu sein ist irgendwie nicht so der Burner... Hachja. Hard Times.

Mittwoch, 2. November 2011

Ich HASSE es!
Ständig schaut jemand nach mir. Ich muss mich oft in den Aufenthaltsraum setzen. Mehrmals wurde mir Tavor gegeben. Mein Schlafmedikament macht abhängig.

Gott, sieht denn keiner, dass mir das NICHT hilft? Dass mir NICHTS mehr hilft?
Dass ich NICHT mehr künstlich am Leben gehalten werden will? Ich will sterben, bitte helft mir DABEI!

Entlassungsdatum: unbekannt

Dienstag, 1. November 2011

Ich finde kaum mehr Worte, um zu beschreiben, wie mein Zustand ist.
Keine Ahnung wies mir geht. Komisch, irgendwie... ich hasse meine Mutter mehr denn je, meine Eltern tun mir aber gleichzeitig leid, weil icgbsie so hasse.

Ich bin allein und verloren, der Spielball der Therapeuten und Psychiater. Ich kenne alle von der Station. Keiner konnte und kann mir helfen.

Ich bin nicht krank, ich bin nur eine zu ehrliche Realistin.