Samstag, 31. Dezember 2011

In meinem Leben ist so viel Leere, in meinem Herzen ein Loch. Zuerst hat die Computersucht es gefüllt, dann bin ich in Therapie gegangen und hab mich an begrenzte Zeiten gehalten. Die Leere hab ich mit Abnehmen gefüllt, ich hab andauernd Sport gemacht. Als ich keine Kraft mehr hatte, bin ich ins Fressen übergegangen. In der Klinik habe ich die Leistung wiederentdeckt, aber schon jetzt merke ich, dass sie mich zu viel Energie kostet.
Scherbenhaufen.

Ich melde mich schon wieder nicht bei meinen Freunden und auch nicht mehr auf Schreiben meiner Therapeutin. Es ist alles so leer, monoton und sinnlos. Der Computer mit seinen MMORPGs zieht mich wieder unheimlich an. Bald werde ich aus der entlassen und habe Angst, dass alles so endet, wie früher.

Es dreht sich alles im Kreis.

Nein, ich habe noch nicht aufgegeben.

Freitag, 30. Dezember 2011

Ich beginne nicht am 1.1.2012, ich beginne heute. Ich werde mein Leben in den Griff bekommen. Ich möchte nicht am Rande der Gesellschaft leben und allein in meiner kranken Kopfwelt gefangen sein. Ich will sagen können, dass ich das alles hinte mir gelassen habe. Ich möchte nicht wie meine Mutter enden, nicht von Fachleuten als "irreparabel" bezeichnet werden. Ich will Erfolg haben. Ich werde.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Alles in mir schreit, so laut, dass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, so leise, dass es kein Außenstehender hören kann. Ich weiß nicht was aus mir werden soll und ob ich Glück jemals annehmen kann, die Hilfe, die ich momentan bekomme verbessert meine Stimmung zwar, aber die Diskrepanz zwischen den Hochs und Tiefs wird immer größer und genau das macht alles so schwer. Ich kann's nicht beschreiben.

Was ich nach diesem Klinikaufenthalt weiß, ist, dass ich kein Fall bin, der typisch bzw. leicht zu behandeln ist. Ich passe in kein Krankheitsschema rein
Vllt. bin ich ja gar nicht krank, sondern erkenne nur zu viel. Whatever.

Ich laber kreisrunde Scheiße und trete auf der Stelle, Anonym, ich gebe dir recht. Ich schaffs nicht anders.

Montag, 26. Dezember 2011

Ihr könnt meine Depressionen behandeln und mir einreden, dass meine Probleme lösbar sind, doch meinen Erfahrungswert könnt ihr nicht besiegen. Soziale Phobien sollen ja mit VT so toll zu behandeln sein, aber wisst ihr was? 1,5 Jahre Thrapie habe ich hinter mir und ich habe nichts daraus lernen können. Lieben werde ich mit Verhaltensmustern auch nicht lernen können, das wisst ihr alle. Ihr kennt kein Leben ohne Liebe, ihr wisst nicht, wie es sich anfühlt, selbst Leute mit Liebeskummer zu beneiden, weil sie FÜHLEN können. Es hätte ja auch Vorteile, keinen Sexualtrieb zu haben und sich nicht zu verlieben, man kann ja ohne Hormoneinflüsse so viel rationaler denken. Mag ja sein, soweit will ich's nicht abstreiten, aber bitte: Was macht das Leben lebenswert, wenn nicht Liebe? Das ist der springende Punkt der Die Ursache für alle meine Probleme ist und diese Problematik könnt ihr nicht beseitigen. Meine Depressionen werden trotz Medikation immer wieder kommen, meine Essstörung wird sich nie auflösen, weil ich (Selbst-)Liebe nicht kenne und nie kennen werde.

Es ist eine hässliche Abwärtsspirale, die wohl keiner kennt, es ist das Los der Einsamkeit und Isolation, das ich gezogen habe.

Sonntag, 25. Dezember 2011

I hate the fact that no matter how hard I try - I will always stay human: imperfect. Weihnachten war "besser" als ich dachte. Hab n IPad bekommen und konnte mich freuen, ich hasse es, mich wieder freuen zu können. Ich setze meine Medikamente heimlich ab, ich spucke sie einfach aus. Ich kann es nicht ertragen, dass es mir gut geht, dafür nein ich nicht gut genug. Ich halte mich zu viel im Internet auf, bringe zu wenig Leistung, Drücke mich stupide aus, habe kein Allgemeinwissen und fresse momentan durchgehend. Ich hab da keinen Bock mehr drauf, ernsthaft. I hate life.

Freitag, 23. Dezember 2011

Ich kann nicht benennen, was ich mit der Klinik verbinde. Momentan ist ein ekelhafter Gefühlsmischmasch, bestehend aus Wut, Enttäuschung, Verachtung, Mitleid, Trotz, Fassungslosigkeit und einem nicht definierbaren Rest.
Es ist so lächerlich und erbärmlich.

Du schiebst ihnen Geld zu, sie geben dir Medikamente. Du schaffst es, dich aufzurappeln und willst auf deine bewährten Krücken zugreifen. Sie wittern die Gefahr, dass sie weniger Geld bekommen und drohen dir damit, dich wieder umzustoßen.

Klartext: Wenn ich am Dienstag den Termin bei meinem Psychiater wahrnehme, werd ich entlassen. Ich kenne die Argumente, die dagegen sprechen, aber ich bin in der Lage, jedes einzelne mit einem besseren zu kontern, aber das interessiert nicht.

Ich hab wenig Lust denen in den Arsch zu kriechen, heißt, dass ich dann auf der Straße steh, bzw. dann in eine Inobhutnahme komme, ich sag euch, es ist der Burner.
Die Ambivalenz lähmt mich unheimlich.
Ich habe in letzter Zeit viele Schritte nach vorne gemacht, meine Therapeutin hier bezeichnet es als "wahren Goldregen". Es stimmt, ich habe viele gute Momente, aber ich weiß, dass das allein durch die Medikamente kommt. Mirtazapin und Fluoxetin bekomme ich in Kombi, die verstärken sich gegenseitig.

Auf der anderen Seite fühle ich mich unheimlich leer, ich versuche diese Leere mit Aktivitäten zu füllen, doch es funktioniert nicht. Ich rutsche oft in die fast hysterisch gute Stimmungslage ab.

Ich wünsche mir die Depressivität zurück, sie hat mich ausgefüllt. Ich hadere bei jeder verschissenen Tablette mit mir: Schlucke ich sie oder nicht?

Ich muss die 12. wiederholen.
Es wird nach einer betreuten WG gesucht.

Ich danke euch für eure Kommentare, Es tut mir Leid, dass ich sie momentan nicht beantworte.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Ich muss einsehen, dass es mir nicht mehr schlecht geht, sondern nur nicht gut. Ich bin in jener Grauzone, die ich sonst mit meinem Denken in Extremen umgehe, aber momentan kann ich das nicht.
Ich weiß nicht, wo mein Platz im Leben ist und wie meine Zukunft aussehen soll, weil ich mir immer noch nicht vorstellen kann, zu lieben. Für mich haben zwischenmenschliche Beziehungen kaum eine Bedeutung und ich habe Zweifel, dass sich das noch ändern wird. Auch wenn ich es hoffe, denn ein Leben ohne Liebe ist leer und kalt, rationalisiert und nur auf Leistung bedacht. Ich versuche oft vor der sich zwangsläufig ergebenden Hoffnungslosigkeit zu flüchten, indem ich mir einrede, dass ein karriereträchtiges Leben toll ist.

Ich weiß nicht, was ich mit meiner Situation anfangen soll.

Mein Essverhalten ist weiterhin ne Katastrophe, alles oder nichts.
16 Wochen Klinik, Halleluja.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Ich erfriere unter der heißen Dusche. Ich habe Angst vor der Zukunft, denn so werde ich sterben. Ich habe Angst die Leute, die ich lieb hatte zu verletzen, aber vor allem - und das ist verdammt bescheuert - habe ich Angst, meinen ambulanten Psychiater zu enttäuschen. Er hält viel von mir und gibt mir oft Termine, obwohl er kaum Zeit hat. Wöchentliche Sitzung bei einem Klinikdirektor und Gerichtsgutachter.
Ich weiß nicht, vielleicht schiebe ich diese Angst auch nur vor, um meine Angst vorm Tod nicht realisieren zu müssen.
Es ist ein krankes Spielchen, das ich hier spiele.

Ich habe wirklich Angst, vor allem was mich erwartet. Ich hab keine Kraft mehr, die ist für die Selbstzerstörung draufgegangen.

Meine einzige Fluchtmöglichkeit: Leistung. Ich kann sie erbringen, das weiß ich. Wenn ich will, werd ich mein Abi mit 1,7 oder besser abschließen. Wenn ich will, werd ich danach studieren und Geld scheffeln. Wenn ich will, werde ich meine autistischen Züge hervorheben und emotional verkümmern. Mein Masterplan.

Montag, 19. Dezember 2011

Meine Mutter tut 24/7 auf wehleidig :D
Bitter erbärmlich!
Mein Vater ist "Gefühlslegastheniker", um es mal in den Worten meines Psychiaters auszudrücken.
Ich bin erbärmlich. Und fett. Und dumm. Und ignorant.

I'm lovin' it (Veggieburger-Geruch in deiner Kotze rockt alles).
Ich bin so dumm. Warum, bitte - WARUM habe ich Angst vor einem Leben OHNE FAs?
Eigentlich kenne ich den Antwort, doch ich bin zu feige, mir das einzugestehen.
Gestern hab ich so viel gegessen, dass ich ohne eigenes zutun gekotzt hab, Bravo.

Es ist so sinnlos. Ein Leben mit Essstörung, sozialer Phobie und Depressionen ist nicht lebenswert, gleichzeitig habe ich hier in der Klinik und durch die Bloggerwelt aber gelernt, dass man auch einen Konkurrenzkampf in Sachen "Wem geht's am schlechtesten" austragen kann, das hat meinen Kampfgeist geweckt. Jetzt hab ich nicht nur Angst davor, dass es mir wieder gut, sondern auch die Ambition, diejenige mit den größten Problemen zu sein.

Das Leben endet mit dem Tod, egal was man tut. Warum nicht jetzt? Ich verdamme den Teil in mir, der auf Besserung hofft, er ist so unglaublich naiv.

Montag, 12. Dezember 2011

Oha, 3b).
Augen zu und durch war die Devise und eigentlich war niemand sauer, sondern die paar Freunde, die ich habe, haben sich gefreut.

Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, sowas Positives kann ich kaum verarbeiten. Ich such dann Schattenseiten, ich darf das Dunkel schließlich nicht ziehen lassen, das wär ja wohl der Gipfel.

Aber, egal aus welcher Intention: Ich werde dafür kämpfen, in betreutes Wohnen zu dürfen. Ich werde den Leuten aus der Klinik glauben machen, dass ich stabil genug bin. Vielleicht lasse ich dadurch meine Probleme hinter mir, vielleicht mache ich mich dadurch nur noch mehr kaputt. Insgeheim wünsche ich mir Letzteres, aber ich denke ab einem gewissen Stadium kommt die Freude über Ersteres auch.

Sonntag, 11. Dezember 2011



Das war so ziemlich das Süßeste und Aufrichtigste, was ich in der letzten Zeit bekommen habe. Die Betreuerin ist eigentlich gar nicht für mich zuständig und ist auf das Gruppensystem normalerweise ziemlich fixiert, deshalb freut es mich umso mehr: Sie meinte, dass sie bei dem Bild sofort an mich denken musste und hat es mir ausgedruckt und geschenkt.
Sie hat mir ihre Assoziation auch kurz erklärt - Ich bin wie das Mädchen, denn eigentlich ist der Schirm ja ein Symbol des Schutzes, aber in diesem Fall ja die Ursache des Unglücks. Ich Stelle mich auch unter den Schirm, den ich mir aus ritzen, essen und Co. zusammengebastelt habe.

Ich muss mich nur mal raus trauen.

Morgen gehe ich zur Schule, ich hoffe zumindest, dass ich es packe.

Die möglichen Ausgänge der Geschichte sind:
1. Ich bekomme Panik, drehe auf dem
Weg um und
a) gehe zurück auf Station
b) fresse und gehe zurück auf Station
c) nehm ne Coffein-Überdosis

2. Ich gehe in die Schule, meine 'schlimmsten' Erwartungen treffen ein (Freunde sind sauer (zurecht!) oder nicht sauer, aber ich merke, dass ich mit dem Kontaktabbruch einiges zerstört habe) und ich
a) gehe zurück auf Station (und das Leben geht (irgendwie) weiter)
b) fresse und gehe zurück auf Station
c) nehm ne Coffein-Überdosis

3. Ich gehe in die Schule, bemerke, dass niemand sauer ist und
a) gehe auf Station und ärgere mich über die Kopfzerbrecherei und darüber, dass die Anspannung immer noch da ist
b) freue mich wie ein paniertes Schnitzel darüber, dass ich jetzt einen großen Schritt vorwärts gemacht habe!


Und wie wirds ausgehen? Tipps werden angenommen.
Ich setze auf 1b). Oder gesetzt, dass ich dort hingehe auf jeden Fall 2.
Wie realistisch das ist, bzw. wie sehr diese Einschätzung durch irreale Ängste beeinflusst wird, weiß ich absolut nicht!
Ich hab so eine Angst vor Morgen, es ist der Horror. Ich kann da nicht hin!

Die Stimme in meinem Kopf schreit mich an: "Iss!!"

Ich will doch nur, dass alles still ist, Ruhe haben, bitte.
Aber es wird nicht aufhören, das wird es nie. Das weiß die Klinik und das weiß ich.
Alles sinnlos.

Die Tabletten üben eine anziehende Wirkung auf mich aus, gleichzeitig hab ich Angst.
Will ich alles beenden? Will ich kämpfen? Will ich weiterhin vegetieren?

Ich bin hässlich.

Freitag, 9. Dezember 2011

Gestern sind die 3 Leute gegangen, mit denen ich hier am Besten klar kam.
Momentan ist es der Horror.
2 totale Freaks, ein etwas komischer Typ und 2 Personen, vor denen ich ein bisschen Angst hab.
Es ist schlimm, ich versuche mich selbst zu beschäftigen, aber meine Gedanken drehen sich einfach immer wieder im Kreis.
Ich hab Angst vor Montag, ich gehe da wieder auf meine Heimatschule und als ob mir diese Situation nicht schon ausreicht, sehe ich dort meine beste Freundin wieder. Ich habe ihr seit 2 Monaten nicht mehr zurückgeschrieben, jetzt soll ich einfach kommen und so tun, als ob nichts wär? Mich neben sie setzen? Hilfe!
Ich hab's verkackt, an diesem Zustand bin nur ich Schuld.

Gott, ich kann das nicht, aber wenn ich nicht gehe, darf ich das komplette Schuljahr in keine Außenschule mehr.

Ich fühle mich so einsam! :(
Und da hilft mir auch die kranke Welt inkl. Blogger, in die ich mich geflüchtet habe nichts mehr. Ja, ich bin gut darin, mein Leben zu meiner persönlichen Horrorvorstellung zu machen, aber nein, dass ich darin gut bin, hilft mir nichtmal ansatzweise.

Irgendwann schluck ich diese Scheiße und bin weg. Ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr. Und das versteht hier keiner.

Oder ich verstehe nicht, dass ich kann, wenn ich will.
Aber will ich das wirklich versuchen? Nein? Na also, selbst schuld :D

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Ich kann die negativen Gedanken nicht loslassen, insgeheim möchte ich den Suizid, nur um allen und somit auch mir, zu beweisen, dass es mir wirklich nicht gut geht/ ging und ich tough genug bin, um alles aufzugeben.
Heute hab ich eine 2. Einrichtung besichtigt, es ging darum, ob ich überhaupt wieder schulfähig bin. Natürlich bin ich das!

Mein Psychiater ist überrascht, dass ich als so unselbständig eingestuft werde.

Ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Ich hab Angst davor, Dinge anzugehen. Ich soll entscheiden, ob ich wieder einen Außenschulversuch machen möchte. Ich soll entscheiden, in welche Einrichtung ich gehe. Ich muss entscheiden, wie ich Weihnachten verbringe.
Ich muss entscheiden, ob ich die Tabletten schlucke und sterbe. Ich muss entscheiden, ob ICH das will oder ob ich das nur aus Trotz will.

Ich will nicht mehr entscheiden, warum ist Leben so schwer?

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Ich bin zu hässlich, um hungern zu DÜRFEN, fressen passt zu meiner Erscheinung (Nur wer schön ist, DARF hungern!!). Ich hasse dieses Fleischwrack, namens Körper, welches mich darstellt.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Meine Medis schlagen an, es ist ein widerliches Gefühl, gut gelaunt zu sein. Die Klinik, in der ich bin ist der letzte Shit, aber es ist mir egal, ich will nicht mehr gesund werden. Ih will alles aufgeben und gehen, Kontakt zur Außenwelt hab ich eh nichtmal mir, abgesehen von meinen Eltern, die ich nach einem Monat Kontaktabbruch wieder gesehen habe.

Ich habe die Weihnachtszeit früher so geliebt, es macht mich so traurig, was für ein Biest ich geworden bin.

12 Wochen und 5 Tage vollstationär.

Koffeintabletten begleiten mich, wenn ich will, kann ich damit alles beenden.
LD50 ist lächerlich wenig davon.