Mittwoch, 29. Februar 2012

Nachdem ich bei IKEA war, sitze ich auf der Hinterbank des Autos und warte darauf, dass wir zuhause ankommen. Und plötzlich erkenne ich: Leben ist nie perfekt. Es geht auch gar nicht darum, der Beste zu sein, je mehr man sich bemüht alles auf die Reihe zu bekommen, desto weniger lebt man wirklich.
Leben ist das, was jeden Tag passiert. Leben ist, morgens keine Lust zu haben, aufzustehen. Leben bedeutet, den Abwasch heut einfach mal sein zu lassen und aufzuschieben. Leben bedeutet, zu lieben. Leben bedeutet, mit Freunden Spaß zu haben.

Leben bedeutet, das Unperfekte zuzulassen.


Ein paar Momente hat mich diese Erkenntnis gefreut, ich hatte Zuversicht, jetzt ist davon allerdings nicht mehr viel übrig.
Ich möchte es trotzdem so aufgeschrieben haben, wie ich es in diesem Moment erlebt habe - In der Hoffnung, dass ich irgendwann wieder darüber stolpere, wenn ichs so auch annehmen kann.

Ich mache ganz viele Schritte, meine Therapeutin findet das toll und ist stolz auf mich.
Aber in mir ist auch ganz viel Trauer und ich weiß nicht wirklich warum. Immer wieder steigt mir das Wasser in die Augen, Leute fragen mich, ob alles in Ordnung ist und ich kann nur ein "Jau" herauspressen. Meist mit einem  solch genervten Unterton, dass mich die Leute dann für arrogant und undankbar halten. Aber okay, das ist meine Abwehrtaktik.

Alles ist so sinnlos. Nichts erfüllt mich, meine Freizeit ist Arbeit, Schule ist Arbeit, mein ganzes Leben ist Arbeit.
Und das macht keinen Spaß - Wo ist denn da noch das Schöne daran?

Ich habe zu viele gute Freunde, bei denen ich befürchte, sie nur zu verletzen. Ich bin keine gute Freundin für sie, ich weiß, dass ich es nicht schaffe würde zu ihnen zu stehen, wenn es ihnen mal schlecht geht - einfach, weil ich zu viel Angst hätte.
Ich will nicht, dass sie in schlechten Zeiten von mir enttäuscht werden, daher blocke ich ab und hoffe darauf, sie so geschützt zu haben - Wie absurd.

Alle sind auf meiner Seite: Eltern, Therapeutin, Psychiater, Betreuerin, Schule, Freunde - und nichts kann ich wirklich annehmen

Sonntag, 26. Februar 2012

Nach 2701kcal und einem nur mäßig gefüllten Bauch und keinem Antrieb rauszugehen und Essen zu kaufen sieht die Welt schon wieder viel düsterer aus <3

Ich höre Deichkind mit einem sarkastischen Lächeln auf den Lippen. Ich würd mich grad so gern wieder volllaufen lassen, aber ungut, wenn ich mir keinen Wodka kaufen kann. Ja, nennt mich Schisser, aber ich habe Panik davor, nach meinem Ausweis gefragt zu werden, bin ja erst 17. Das wäre so eine Situation, in der ich absolut in den Boden versinken und danach noch mehr fressen würde.
Scheiß Angst. Ich weiß, das ist nicht ungewöhnlich.

Morgen muss ich mich persönlich bei meinem Lehrer entschuldigen, dass ich mich für seinen Unterricht nicht abgemeldet hab. Ja, scheeeeeiße auch, was? Da hab ich doch glatt eines morgens nicht angerufen, um den Vollmongos mitzuteilen, dass ich keinen Bock auf Schule hab und "krank" bin. :>


Tjaa, und sonst so? Ich sollte mal meine Hausaufgaben machen und ich sollte mal pennen. Tu ich aber beides nicht, muss ja suchten :D
Und das Schlimme ist, dass ich mit meinem Belohnungssystem wieder voll drauf anspringe. Fortschritt = "Yaaaay, ich kann also doch was", FAILFAILFAIL

Vllt. sollte ich doch in die Klinik. Aber ich hab Angst dort rausgeschmissen zu werden, wenn ich nicht mehr genug Gesundungswillen zeige und das ist bei mir ja Phasenweise wirklich krass so.
Wenn ich weiß, dass mir jemand auf die Finger schaut, bekomm ich eh alles hin.
Würd jemand jeden Tag kontrollieren, ob ich meine Medis genommen hab, würd ich das auch hinbekommen, tut aber keiner.
Aber ich möchte das lernen, ich will nicht einfach in Dauerbetreuung, wie es mir empfohlen wurde, weil ich da keine Fortschritte machen kann/ würde.

Verwirrender, unstrukturierter Post, naja, immer so.

Was mir übrigens gestern Abend aufgefallen ist: Mir fehlt ganz massiv Wärme und Zuneigung. Ich kenne es eigentlich kaum. Bei den richtigen Leuten ist mir nicht mal Körperkontakt unangenehm und das will etwas heißen. 


Whatever. Keine Lust mehr auf Selbstanalyse, keine Lust mehr, auf nichts. Um richtig erfolgreich zu werden sind eh schon alle Züge abgefahren. Ich hab keine Ahnung von Politik, keine Allgemeinbildung und bin sozial inkompetent. Achso und psychisch ein wenig angeknackst ;).




Ich liebe die Ironie dieses Lieds :D



Wisst ihr was? Mir gehts grad gut :)
Ich war auf einem Kochabend der sich bis 9 Uhr ausgeweitet hat, also hab ich dort noch meine 3 Std. gepennt und fahre jetzt heim. Ich hatte keine Angst vor den Leuten, es war einfach nur entspannt und nett, ich hab sogar normal gegessen.
Ich freue mich, das schreiben zu können, weil ich nie geglaubt habe, dass ich an einem solchen Abend Spaß haben könnte.

 Hallo Gesundheit, vllt. habe ich dich doch ganz gerne :)

Freitag, 24. Februar 2012

Ich will mich nur noch hinlegen, schlafen und nichts mehr mitbekommen.

Ich hasse es, wenn ich merke, dass einfach alles aus den Fugen gerät und je mehr ich mich bemühe, gegen die Krankheiten anzukämpfen, desto schlimmer werden sie.
Wie ein Moor. Sterben wirst du ohne Hilfe sowieso.
Bis jetzt hab ich den ganzen Tag verplant gehabt, ich war mit meiner Betreuerin einkaufen, hab gekocht, meine Portion gegessen, war in der Fahrschule und im Bauhaus.
Je mehr ich mache, desto heftiger wird es, wenn ich auch nur eine freie Minute habe.

Alles fühlt sich schwer an, meine Augen sind feucht und ich habe diesen totalen Druck im Brustbereich, als ob mich jemand mit aller Gewalt wie ein Papier zusammenknüllt.
Kein Lächeln kommt mir mehr über die Lippen.

Der Rest des Tages ist auch durchgeplant, einigermaßen zumindest: in ein paar Minuten kommt meine Mutter, um mir Löcher in die Wand zu bohren (Halleluja, was für ein Timing, sie will ich jetzt als allerletzte sehen) und um 20:00 treffe ich mich mit Freunden, wir gehen in ein Irish Pub.

Ja, ich war fleißig, hab meine "Hausaufgaben" gemacht, ich "aktiviere" mich.
Und ich frag mich, ob ich damit nicht alles nur noch schlimmer mache. Ob das nicht ein gewagter Sprung über die Klippe ist, von dem ich nicht weiß, ob ich ihn schaffe?
Kann ich nicht?
Will ich nicht?

Kann ich nicht wollen?
Heute war von außen Betrachtet ein super Tag: Ich habe mit meinem besten Freund telefoniert (er ist nicht sauer, lucky me!), hab mit ner Freundin Crêpes gemacht, war beim Baumarkt und hab von der Kalorienanzahl her "normal" gegessen.

Aber irgendwie ist er ganz subjektiv doch nicht so toll gelaufen. Ich bin strahlend durch die Gegend gerannt, ja, aber das hat absolut nicht gepasst.
Ich hab meiner Therapeutin erzählt, dass ich meine Medis nicht mehr regelmäßig nehme und sie hats meinem Psychiater gemailt. Ich soll mich selbst nochmal bei ihm melden deswegen. Ich fühle mich schlecht, als ob ich alle Leute hintergangen hätte.
"Möchtest du wieder in eine Klinik?" Ich war mir nicht sicher, ob das eine rhetorische Frage war, á la "Lässt du dich absichtlich so hängen?" oder ob das eine ernst gemeinte Frage sein sollte - "Ich... möchte es selbst probieren" - "Glaubst du, dass du das alleine überhaupt schaffen kannst?" - "... keine Ahnung".
Eigentlich würde ich so gerne sofort wieder in ne Klinik, nur nicht in die, in der ich war.

Wir haben beschlossen, dass ich meine tägliche Nahrungszufuhr plane und versuche, die Mahlzeiten möglichst so in meinen Tagesablauf einzuplanen, dass ich jeweils danach unter Leuten bin, um einen Fressanfall zu vermeiden.
Morgen solls losgehen, Mittagessen soll ich mit meiner Betreuerin kochen. Der Auftrag ist: ehemaliges Lieblingsessen zubereiten und verzehren. 500kcal+. Gebackener Camembert, Reis und Blumenkohl. Ich weiß nicht, warum mich das total anwidert und abstößt, mein LIEBLINGS-Essen machen zu müssen.

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Ich muss jetzt noch aufräumen und putzen, dabei ist schon halb 1 und ich muss morgen um 8:00 aufstehen.
Für die Aktion brauch ich, wenn ich effizient bin, eineinhalb Stunden, bei meiner derzeitigen Motivation aber wohl eher 3 Stunden+. Wenn ich denn überhaupt mal beginnen würde.
Warum heute noch? Weil meine Betreuerin morgen bei mir vorbei kommt und ich auf gar keinen Fall will, dass sie mein Chaos sieht. Mal schauen, wie viel Schlaf ich heute noch abbekomme, bzw. wie ich mich aus der Situation ziehe ;).

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Hachja, grauenhaft, wie sich so vieles eigentlich zum Positiven ändert, wie ich mich "aktiviere" und ich mich trotzdem nicht darüber freuen kann, es bewegt nichts in mir.


Donnerstag, 23. Februar 2012

Ich kann mich im Spiegel nicht mehr anschauen. Ich hasse es, zu fühlen, dass meine Beine sich oben berühren und aneinander schrammen, wenn ich mich bewege.
Ich hasse es zu wissen, dass das alles meine Schuld ist, weil ich meine, mich vollstopfen zu müssen.

In einer Stunde sitze ich nicht mehr vorm PC, sondern auf der Couch meiner Therapeutin.
Ich soll ihr sagen, was mein Ziel ist,ob ich überhaupt gesund werden will.
Das ist so schwer zu entscheiden, die Frage ist einfach allgegenwärtig, schon bevor sie sie so gestellt hat.

Ich weiß immer noch nicht, was ich ihr antworten soll.
Vermutlich werde ich sagen, dass ich gesund werden möchte, aus Angst, dass sie mich sonst nicht weiter behandelt.

Insgeheim hoffe ich, dass sie mir vorschlägt, wieder in eine Klinik zu gehen. Ich selbst könnte den Wunsch nicht aussprechen.


Mittwoch, 22. Februar 2012

Warum gibt es überall Berichte über mich? Egal wo ich hingehe, um mir Hilfe zu suchen, ich werde analysiert und in Worten und Diagnosen auf beklemmende Art und Weise charakterisiert.
NEIN, ich bin NICHT meine Vergangenheit. Ich bin auch NICHT das Verhältnis zu meinen Eltern.

Es macht mich so sauer. Ich will, dass die Leute empathisch sind und auf meine Gefühle achten, nicht nur auf meine Worte und die Fakten!
Meine Therapeutin, meine Sachbearbeiterin vom Sozialen Dienst, meine Betreuerin, mein Psychiater, die Psychiatrie, ALLE schreiben Berichte. Ich HASSE diese Berichte.
Zu viele Berichte, zu wenig ICH.

Und in jedem dieser scheiß Berichte steht der selbe bedeutungslose Müll.

Vielleicht bin ich so einschichtig, wie die Berichte mir das sagen. Vllt. bin ich doch meine Vergangenheit? Meine Therapeutin meinte, mein Selbstzerstörungsdrang kommt daher, dass ich mich in meiner Familie als unerwünscht erlebt habe.
Haha, sie denkt das also schon mal.

Aber hey, es liegt nicht an meiner Familie, überhaupt nicht! Es bin einfach nur Ich, ich habe mich zu dem gemacht was ich bin und ich hab es so bitterböse verdient :D

Und ich weiß, dass mir meine Behandler nach und nach alle abspringen werden, weil sie nicht damit klar kommen, dass ich emotional alles total abblocke und nicht dazu bereit bin, Risiken einzugehen.
Vllt. kann ich mir wenigstens einreden, dass das nur so ist, weil ich ja so krank bin, dann könnte ich für mich daran wenigstens einen Tacken Erfreuliches daran finden, denn ich finds ja supertoll, megaverkorkst zu sein!

Mensch, ist das ne sinnlose Scheiße :)
Eigentlich ist alles so einfach, nur für mich nicht, hihi.

Dienstag, 21. Februar 2012

Ich hab eben eine getroffen, die ich vom Sehen her durch meine Arbeit im Fitnessstudio kannte, das letzte Mal hab ich sie vor 2 Jahren gesehen. Sie war schon damals verdammt dürr, heute ist sie noch dürrer. So Dürr, dass ihre Beine vor Schwäche trotz Rollator bei jedem Schritt einknicken. Sie ist um die 30. Sowas hab ich noch nie gesehen und es schockt mich, wirklich. Ich habe Angst, obwohl ich vmtl. nie so Enden werde.

Sonntag, 19. Februar 2012

Egal wie gut ich darin bin, mich schlecht zu fühlen... es bringt mir nichts.
Ich erkenne mich dafür an, mich selbst fertig zu machen, mich leiden zu lassen, weil ich es verdient habe.
Aber diese Anerkennung ist irgendwie verdammt wenig wert, dennoch mehr, als alles andere, was ich habe.

Ich weiß nicht mehr, wie ich da raus komme. Ich will nicht mehr fertig machen wollen, aber irgendwie schaffe ichs nicht, den Schalter in meinem Kopf dauerhaft umzulegen.

ICH muss jetzt was tun, ich bin an der Reihe, andere Leute können momentan nicht mehr für mich tun, wenn ich nicht den Willen dazu habe.
Aber was macht man, wenn man den Willen partout nicht finden kann?
Ich weiß es nicht.. ich fühle mich so undankbar, ich will meine Helfer doch nicht ausnutzen.

Mein Leben spielt sich nur noch in meinem Kopf ab, es handelt von Ängsten, Schuldgefühlen und Gleichgültigkeit.
Und ab und zu von Recherchen nach Suizidvarianten. Ich kenne langsam so viele Wege, es ist wirklich bitter, ich sauge alle Fakten zu dem Thema förmlich auf.
Und irgendwann, irgendwann führe ich eine aus, ich hoffe fast schon drauf, dann hat das Dilemma ein Ende.
Tschüss Handlungsunfähigkeit. Hallo Nichts.

Samstag, 18. Februar 2012

Solange ich zocke, kann mir das Chaos, ob äußerliches oder innerliches, nichts anhaben.
Im Spiel bin ich stark, ein Charakter, der erfolgreich ist, der von anderen bewundert wird.
Ich bekomme langsam meine Suchtgedanken zurück, in der Schule will ich nachhause, nicht nur, weil ich keine Lust mehr hab, sondern auch, weil das "Du musst spielen" in meinem Kopf hallt.
"Muss besser werden."

Und es klappt. Die Online-Welt dieses Spiels ist so unheimlich einfach und berechenbar. Alles berechenbare Menschen. Erfolg ist berechenbar.
Ich kann alles kontrollieren, im Gegensatz zu meinem Leben

Edit: 2 Stunden versucht, das W-Lan zum Laufen zu bekommen, geht nicht, scheiß. Ich will kein Lan mehr. Aber mich macht eigentlich eher die Tatsache, dass ichs nicht hinbekommen hab fertig. Ich zitter wie sau, mir ist kalt.
Der Freund, von dem ich hin und wieder mal schreibe, ist sauer, weil ich mich nicht zurückmelde.
Hab ich von ner gemeinsamen Freundin erfahren. Ich traue mich ja nichtmal, seine SMS zu lesen.

Verdrängungsmodus ON

-
Mir ist schwindelig und ich fühle total benebelt, dabei hab ich heut so viel gegessen, Fressanfall, hallo.

Ansonsten passiert bei mir nichts spannendes. Um es genauer auszudrücken, das "spennendes" wegdenken.
Ansonsten passiert bei mir nichts.

Meine Wohnung sieht schlimmer und schlimmer aus, hin und wieder hab ich den Willen, aufzuräumen, dann sehe ich allerdings mein Bett und entscheide mich dann doch lieber dafür.
Der Alltag spielt sich also zwischen Bett und PC ab, Schwerpunkt PC.

Freitag, 17. Februar 2012

Und weil ich irgendwie den ganzen Tag gefühlt nur fresse (nur 150 kcal mehr, als ich mir vorgenommen hatte, bis jetzt also um die 1000kcal), möchte ich, dass sich die äußeren Umstände daran anpassen :D
Jetzt ist eh scheißegal :)
Juhu, dubiduuuuu, es ist WOCHENENDEEEEE, Krisenzeit <3 :D

Meine Wohnung sieht schon wieder wie ne Müllhalde aus.

Aber immerhin: Ich hab den Fahrschullehrer angerufen und hab am Mittwoch meine erste Praxisstunde. Er hat mich leider am Handy dank scheiß Verbindung nicht richtig verstanden, scheiße, ne? Unsympathischster Start, den man wohl haben kann, wenn man sich am Ende nur noch Kurzsilbig laut an"spricht".
HÖHÖ :>

Und sonst so? Keine Ahnung so.

Will ich gesund werden? Keine Ahnung so.
Naja, eher nicht :DD

EPIC FAILURE!

Gröhlen, um die Gedanken relativ leiser werden zu lassen :D



Ich überpudere mein Gesicht, bepinsele mich mit Rouge, ziehe einen Lidstrich, nur um abzulenken. Gekrönt wird das ganze von Mascara, selbstverständlich!
Nur, um meinen Gesichtsausdruck ein wenig zu verstecken, frisch zu wirken, nein, ich habe heute nicht nur 4 Stunden geschlafen, weil ich gezockt habe.
Nein, mir geht es nicht schlecht, alles ist super. Nein, mir ist es egal, was ihr von mir denkt. Nein, ich habe keine Angst, vor euch.
Nein, denn ich bin stark.

Hups, nicht geglückt, sehe immer noch so fertig aus, wie vorher :D

Donnerstag, 16. Februar 2012

Tage, Stunden vor dem PC.
Anschiss bekommen, weil ich unentschuldigt gefehlt hab, vom Konrex höchstpersönlich. Hat mir erzählt, dass er ja wisse, wie es ist, einen eigenen Haushalt in dem alter führen zu müssen, da seine Mutter starb, als er 18 war.
Blablubb. Mir ist das so gleichgültig, das glaubt ihr nicht. Schön nicken, "ja, tschuldigung", warten, bis es vorbei ist... dabei bin ich eigentlich das Pflichtbewusstsein in Person. Dreht die Zeit um 2 Jahre zurück und ich wäre knallrot angelaufen und hätte aufpassen müssen, dass mir nicht das Wasser in die Augen steigt, weil ich mich so schlecht gefühlt hätte.

Aber nein, komm ich halt mal nicht, zock ich halt mal lieber, schlaf ich halt mal lieber, vllt. geschieht ja ein Wunder und ich werd von allein gesund. Oder so. Naja, eher nicht - Aber um mir selbst da rauszuhelfen bin ich schlicht und ergreifend zu faul. Mein Blogtitel... langsam wirds echt peinlich, dass ich das hier alles unter dem Namen "Fail better - I'm trying to" veröffentliche.
Denke ich mal zurück:
Bei der Bloggründung hatte ich gerade begonnen, abzunehmen, war voll gut dabei und war der Überzeugung, dass ich nicht depressiv bin.
Heute?
Ja, vergesst es, ich beschreib mich nicht nochmal, nur um mal wieder darzustellen, wie bemitleidenswert ich bin. Mich pisst das an. Ich pisse mich an. Alle anderen Leute pissen mich an.

Heute fürs gute Gewissen zwei Abihilfen gekauft. Klar, könnt ja sein, dass ich sie mir mal anschaue. Irgendwann.. sie machen sich jedenfalls gut in meinem Bücherregal, kommt so fleißig rüber. Halleluja!
Alle sagen MIR, dass es mir schlecht gehe. Momente der totalen Gefühllosigkeit, innerlich vereist.
Geh ich halt heute mal wieder in die Schule, hab ich halt mal wieder keine Hausaufgaben. Krieg ich halt mal wieder ne scheiß Note reingedrückt. Verlier ich halt meine Therapeutin. Sterb ich halt irgendwann.

Eigentlich... sollte es nicht so sein. Vllt. fühle ich, ich verdränge es nur? Egal, kommt aufs selbe raus. Nein, eigentlich nicht. Vereistes kann man auftauen.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Und leer und am verzweifeln. Ich krieg regelrecht Panik, wenn ich irgendwas nicht sofort schaffe... massive Unruhe.
Es reichen schon die kleinsten Kleinigkeiten: Ich hänge meine Jacke auf den Kleiderbügel und den an den Ständer, die Jacke fällt runter.
Otto-Normalverbraucher hängt die Jacke nochmal auf und ist etwas sorgfältiger.
Meine Wenigkeit bekommt Aggressionen und verzweifelt, nimmt die Jacke in die Hand, nur um sie danach erst gegen Decke und dann gegen den Boden zu pfeffern. Cheeeeeeers.
Nein, kein Einzelfall, ich hab das andauernd, wenn ich alleine bin und es macht mich fertig.

Dienstag, 14. Februar 2012

So viele, viele Posts, ein so verwirrtes Ich.

Als Marionette meiner selbst ist mein Spielraum nur begrenzt, noch.
Die fast hysterische Euphorie hinterlässt in den Sekunden ihrer Abstinenz Leere.
Muss ich immer so extrem sein? Kann ich nicht mal der Realität Raum geben? Anstrengung.

Gleich muss ich los, Treffen der Jusos hier.
Ich hab verglichen mit den Superbrains (nicht abwertend gemeint, auch wenns so klingt!) absolut 0 Ahnung von Politik, schon gar nicht von der lokalen.
Naja, wird schon. Schön dekorativ dasitzen und mal nicken, irgendwann werd ich mitreden können, hoffentlich. Ich geh ja nicht allein hin, wenn auch mit einem der Superbrains ;)
Wird schon, wird schon. Abend überstehen, neuen Tag beginnen.

Von der Depression zur Motivation, ich versteh mich nicht.
Wieauchimmer. Ich will LEBEN können.
Ich möchte meiner Therapeutin die Möglichkeit geben, mir zu helfen.

Ich darf mich gut fühlen, ich muss es nicht. Das Leben wird nie perfekt sein, das gilt es jetzt aber nicht wieder mit Schwarz-Weiß-Muster zu bewerten, wie ich es gewohnt bin ("Nicht perfekt? Dann ists scheiße!"), sondern neu einzuordnen.
Ich geb mir Mühe.

Und ja, ich weiß genauso gut wie ihr, dass es mich innerhalb der nächsten Stunden/ Tage wieder so derb batschen wird, dass ich wieder in die alten Verhaltensweisen zurückfalle.

Ich hoffe, ich kann trotzdem von jeder Motivationsphase ein klein wenig behalten, um irgendwann Herr über die Tiefs zu werden.

Wie sehr wünsche ich mir, dass mich jemand zwangseinweist und mir mein Glück aufzwingt, bevor ich weg bin.
Die Stunde gerade war.. auslaugend. Bis zur Grenze mit Spannung geladen und voller Provokationen. Ich weiß, dass sie mir nur helfen will.
Aber sie kann mir nicht helfen, wenn ich es nicht zulasse.
Hallo, Knackpunkt: Warum WILL ich, dass es mir schlecht geht?
Kann ich damit nicht aufhören?

Ich MUSS damit aufhören, niemand anders kann es für mich beenden.

Sie meint, die Klinik hat mir geschadet, ich blocke nun noch mehr, was das angeht. Ich habe meine masochistische Ader gestärkt. Es stimmt.

Was ich denn noch bei ihr mache, wenn ich mich nur weiter zerstören will.

Sie hat Recht.
Ich verschwende ihre Zeit.

Und auch, wenn sie mir helfen will: Sie kann es nicht mehr, keiner kann es mehr, ich bin allein.
ALLEIN.

Die Provokationen machen mich fertig, weil sie so ins Schwarze treffen. Das ist einer ihrer letzten Versuche, mich aus der Reserve zu locken, ich merks. Es geht nicht.

Kann man sagen, dass ich nicht anders kann? Ich weiß es nicht. Es ist auch egal.

Ich will wieder in eine Klinik, nicht in die, in der ich war, in eine andere.
Aber ich habe Angst, dass ich mir auch dort nicht helfen lassen kann.

Es geht nicht.
Nein, ich will nicht.

Verabscheulich.
Ich soll mir überlegen, was mein Auftrag an meine Therapeutin ist. Sie überlegt sich dann, ob sie ihn erfüllen kann und will. Hilfe
Jeden Tag ein bisschen weniger Kontrolle, dafür ein Plus an Gleichgültigkeit. Meine Schilddrüse dreht hohl, weil ich meine Medis nicht mehr nehme. Der Sollwert für TSG liegt bei 1, ich hab's innerhalb von 4 Wochen von 0,03 auf 6 geschafft. Ich entscheide mich nicht bewusst gegen Medikamente, ich nehme sie nur nie, weil das so viel Disziplin erfordert und die hab ich momentan nicht. Mein einziger Antrieb ist Angst: Ich kann 4,5 Stunden ins Fitnessstudio gehen, weil ich Angst habe, NOCH dicker zu werden. Ich kann Geschichte lernen, weil mein Lehrer mich hasst und jede Wissenslücke nutzt, um mich fertig zu machen. Gut, ich lerne nicht richtig, nur oberflächlich, aber mehr, als für jedes andere Fach. Und was mach ich sonst noch so? Schule schwänzen, stundenlang zocken, meine Körperhygiene vernachlässigen, wenn ich nicht raus muss und meine Wohnung immer dreckiger werden lassen. Ich hasse die Urlaubsvertretung für meine Betreuerin und sie hasst mich, passt perfekt. Aber natürlich, wenns mir schlecht geht: Sie ist immer für mich da. TollTollToll. Jeder nicht verschlafene oder verzockte Moment ist beschissen, sinnlos, leer. Ohne Ablenkung bin ich unbrauchbar, mit Ablenkung immer wieder gefährdet, in noch tiefere Löcher zu stürzen. Ich will keine Hilfe mehr, aber das würde wohl ein Therapieende bedeuten. Und das meinen Tod? Maybe. Auch wenn ich aufgegeben habe und immer wieder suizidal bin, sterben will ich im tiefsten inneren doch nicht. Sonst wär ich wohl nicht mehr hier. Aber vllt. ändere ich meine Meinung dazu ja in absehbarer Zeit.

Montag, 13. Februar 2012

Der Gedanke, dass ich nur glücklich sein kann, wenn ich Leistung erbringe und die Kontrolle habe hat sich total manifestiert.
Es gibt Phasen, in denen denke ich, dass ich Leistung erbringen KANN, denn in den letzten Winkeln meines Hirns ist doch noch das Wissen gespeichert, dass ich überdurchschnittlich intelligent bin und Dinge schnell verstehen kann. Dann versuche ich meine Bildung zu pushen, hungere, treibe Sport, beteilige mich am Unterricht und plane neue Aktivitäten.
Dann die depressiven Phasen, fressen, PC, rumliegen, mich und meine Wohnung verwahrlosen lassen.

Und das Schlimme daran ist: Könnte ich beides miteinander vermischen, wäre es gesund, aber ich springe einfach nur hin und her. Ich bin kein Pendel, das schwingt, ich kenne wirklich nur Schwarz oder Weiß.

Aber in beiden Phasen weiß ich, dass ich nicht glücklich werde, selbst rein vom Verstand her glaube ich nicht, dass ich das kann. Selbst wenn ich Essstörung und Depression hinter mir lasse, es bleibt immer noch die soziale Phobie. Ich habe Angst vor Situationen, die anderen Spaß machen. 
Und das werde ich nie überwinden können, befürchte ich und das nimmt mir die Substanz, um gegen ES und Depression weiterzukämpfen.Wozu denn?
Wenn ich die Blogs anderer Mädchen lese, die ab und zu auch mal feiern gehen und nicht die ganze Zeit verkrampft Selbstbeherrscht sind, denke ich mir immer: "Mensch, wendet euren Blick mal zurück, es gab bessere Zeiten, das kann eure Motivation sein". Ja, sicher, das ist einfach gesagt und klingt furchtbar ignorant von mir.
Ich weiß, wie es ist, wenn einem alles sinnlos erscheint, aber es gibt doch auch Lichtblicke!

Mir geben diese Lichtblicke aber wie bereits geschrieben maximal die Perspektive einen Teil meiner Probleme zu lösen und genau deshalb frag ich mich: Wozu überhaupt?

Ist doch scheißegal. 

Ich kann die Frage "Möchtest du gesund werden" nicht beantworten. Genauso wenig wie "Was brauchst du an Unterstützung/ Wie kann ich dir helfen?"
Und es tut mir so Leid, dass meine Therapeutin mich mag. Ich hab Angst um sie, weil ich eine Idiotin bin, die  mit ihrem egoistischen Verhalten nur verletzt.
Und es tut mir ebenfalls Leid, dass ich meine Therapeutin Zeit stehle. Ich mache einfach keine Fortschritte und das seit 1,5 Jahren... sogar Rückschritte.

Ich kann es mir einfach nicht mehr vorstellen, gesund zu werden. Geht die eine Krankheit, kommt die andere.
Meine Essstörung hat begonnen, als meine Computersucht ging.
Meine Selbstverletzung hat begonnen, als ich die Fressattacken bekommen hab, weil ich keinen Halt mehr hatte.

Wie gehts weiter? 
Ich bin extrem Suchtaffin. 
Es könnte alles sein.

Momentan kaufe ich übermäßig viel. Es ist nicht mal Mitte des Monats und ich hab schon 400€ ausgegeben, cheers. "Wenns ne Ausnahme ist, machts ja nichts" - Doch, mir gehts nicht um den Betrag, mir gehts darum, dass ich kaufe, um mich ein wenig zufriedener zu machen. Es ist Kompensation und das ist das gefährliche daran.
Ich kann wirklich nur in Extremen. Wenn ich das nicht aufgeben kann, bringt es mir nichts, gegen die Essstörung anzukämpfen, es kommt das Nächste. 
Ich kenne so viele Zwangsgedanken in ihren Grundzügen von mir, dann schlägts aber auch wieder ins Gegenteil um. Bei manchem leichter, bei manchem erst nach langer Zeit.
Extrem viel Sport, zwanghafte Hygiene, Spielsucht, Kaufsucht, ...

Es ist so eine grauenhafte Endlosspirale.
Zumindest gefühlt..  Mein Verstand stimmt dem inzwischen zu.

Samstag, 11. Februar 2012

Der Tag hat wirklich nicht gut begonnen, aber er wurde/ wird immer erträglicher!
Ich geh gleich mit ner Freundin essen und eben war ich noch einkaufen.

Es ist trotzdem kein Bombentag, aber ich will's einfach mal so festhalten: Besser als erwartet.
Ich weiß schon um 10 nicht, wie ich den Tag überstehen soll. Ich hab keine Pläne mehr für heute, die Betreuerin, die Urlaubsvertretung macht, sehe ich erst am Montag. Samstag, alle unternehmen was, freuen sich über die freien Tage. Alle fürchten sich vor dem Montag. Ich fürchte mich vor Wochenden UND Wochenenden. Denkbar schlechte Kombi, mh? Ach, was schreib ich das überhaupt noch. Es ist so langweilig, was ich hier jedesmal tippsel. Ich will doch gar keinen Spaß, er ist so sinnlos, so leer, nichts erstrebenswertes. Aber das ist nichts für mich und genau da liegt das Problem.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Hoch, Tief, Hoch, Tief. Hungern, fressen, hungern, fressen. Lernen und offen sein, Tabletten schlucken und rumliegen, Lernen und offen sein, Tabletten schlucken und rumliegen. Ich habe so viel und doch nichts erreicht. Manchmal kann ich die Erfolge sehen, die andere mir dauernd vor Augen führen, aber im Nächsten Moment ist da wieder nichts, mir bleibt nur die Sinnlosigkeit. Ich stelle mir die Frage, wofür ich das alles mache nicht bewusst, sie taucht einfach immer wieder auf und stürzt mich in die Tiefe. Ich kann mich nicht dagegen entscheiden, darüber nachzudenken - Es vereinnahmt mich. Meine Therapeutin meint, es wäre unverantwortlich von der Klinik gewesen, mich zu entlassen. Die Klinik, in der ich war, war eine Katastrophe, das stimmt, es ist unglaublich viel schief gelaufen, was nicht hätte schief laufen dürfen. Jedenfalls habe ich im Moment das Gefühl, schnurstracks wieder auf meinen Vor-Klinik-Zustand zuzusteuern, mir gehts nämlich immer wieder echt dreckig. Ich wohne jetzt seit 8 Tagen alleine, manchmal klappt es, manchmal gar nicht. Meine Wohnung sieht immerhin noch einigermaßen passabel aus, aber das ist auch alles. Heut ist der schlimmste Tag, seit der Klinikentlassung. Ich habe 5 Koffeintabletten geschluckt, in der Hoffnung, davon kotzen zu müssen (ja, ihr denkt vllt. "Hey, warum nicht gleich Finger in den Hals rammen?" - Weil ich Angst davor hab, dadurch nicht kotzen zu können und einmal mehr zubemerken, wie fremd mein Körper und ich uns sind. Ich und mein Körper kennen uns nicht). Whatever: Mir ist schlecht, aber kotzen musste ich bisher nicht. Meine Therapeutin hat mich gebeten, darüber nachzudenken, ob ich gesund werden WILL und wie sie mir dabei helfen kann. Es ist eine harte Frage, ich kann sie nicht beantworten. Ich wünsche mir so sehr, dass mir jemand die Entscheidung abnimmt, aber das kann keiner, das weiß ich. Außerdem hat meine Therapeutin gestern gemeint, dass sie es niemandem Übel nimmt, wenn er sich umbringt. Sie sei die Letzte, die gegen Suizid ist, es sei eines jeden freie Entscheidung. Sie hilft, wenn man es will und zulässt. Das hat gesessen, auch wenn es nicht direkt auf mich bezogen war. Ich versuche immer wieder, Hilfe anzunehmen, aber ich gebe auch unheimlich schnell wieder auf. Ich habe versucht, eine gesunde Menge zu essen, es ist in einem Fressanfall geendet. Mein vager Optimismus ist weggepustet, um nicht zu sagen: ausgelöscht. Wenn ich immer so schnell aufgebe, kann mir keiner helfen! Und davor hab ich wirklich richtige Angst. Ich verschwende die Zeit und mißbrauche die Warmherzigkeit meiner Therapeutin. Sie mag mich. Und deswegen habe ich Angst um sie. Abstrus, hm? Ich spiele mit dem Gedanken, wieder in ene Klinik zu gehen, aber nicht mehr in die, in meiner Stadt. Aber ich habe auch Angst davor. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt noch die Berechtigung habe, in eine Klinik zu gehen, ob es mir "schlecht genug" geht. Déjà-vu, ja, selber Gedankengang, wie vor Klinikaufenthalt Nr.1. Ich wäre so dankbar, wenn mal jemand den Ausschalter meines Kopfes betätigen würde, es würde so vieles leichter machen.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Ich mache in letzter Zeit so viel, ich "aktiviere" mich und trotzdem kommen immer wieder diese absolut leeren Phasen.
Heute ist der 1. Februar, der Tag des Umzuges aber ich hab weder den unterschriebenen Vertrag zurück bekommen, geschweige denn einen Übergabetermin.
Ich will keinen Tag mehr hier bei meinen Eltern wohnen. Meine Betreuerin hat mir angeboten, dass ich zu ihr ziehen kann, bis ich was hab, das finde ich wirklich super-süß, aber ich habe Angst vor ihrem Sohn. Irrationale Ängste, kenn ich doch aus meiner WG-Zeit.

Bei mir liegt im Moment so vieles im Unklaren: Wann wechsle ich die Klasse, wann ziehe ich um, wie verbringe ich meine Ferien.

Ich schaffs ja nicht mal mehr, meine Medikamente zu nehmen, aber will ab heute meinen eigenen Haushalt führen. Oh Gott, ich bin nicht so weit, aber ich sehe keine andere Möglichkeit.