Freitag, 30. März 2012

Materialistische, egoistische, ignorante, überhebliche, undankbare, hinterlistige, heuchlerische IDIOTIN
Aufstehen um auf den Abend zu warten und auszuhalten.
Um mich vollzufressen, um mich glücklich zu kaufen, es leben die EC-Karten.

Aber weil mir das alles noch nicht reicht, reiß ich mir meine allerwertesten Wunden jetzt wieder auf. Keine Lust mehr auf die Scheiße.


Ich hasse die scheiße, die ich momentan blogge, ja ich fühl mich cool, weil ich mich immer kaputter mache.
Ja, ich bin ein Charakterschwein.

Hell's on earth.
Aufgehübscht renne ich durch die Gegend, als ob die Welt mein Laufsteg wär. Die Maske hält mich zusammen. Emotionale Isolation und Schutz vor Verletzungen, ein Teufelspakt.


Ablenken, nur ablenken. Das wars, was ich vor meinem "Sturz" getan habe, was ich jetzt wieder machen soll.
Es funktioniert - aber nur unter imenser Kraftanstrengung und dem Wissen, dass man irgendwann die Quittung dafür bekommt.

Nicht weiter nachdenken, Strahlelächeln aufsetzen, gleich gehe ich mit dem Freund aus Freiburg Kaffee trinken.


Donnerstag, 29. März 2012

Wenn ich mich bis Montag nicht verletze, ruft mein Psychiater bei Roseneck an und macht den Platz für mich klar.

Ich sollte mich freuen, doch ich hab Angst. Die Klinik ist so gut, ich habe Angst immer noch nicht "geheilt" zurück zu kommen. Habe Angst, dass ich das Problem bin. Dass man mit mir nicht arbeiten kann. Dass ich austherapiert bin.

Ich hab das Gefühl, alles nicht mehr zu schaffen. Zusammenzubrechen unter all den Erwartungen, teils nichtmal ausgesprochen, doch gedacht, ich merke es.
Alle glauben an mich. "100%ige Heilungschance" ist das Bescheuertste, was mir an den Kopf geschmissen wurde.

Will Ruhe haben, nur noch schlafen, an der Welt vorbei leben. Nicht mehr teilnehmen. Ich verliere jeden Glauben in mich.

Leere. Sinnlosigkeit. Hoffnungslosigkeit. Einsamkeit. Angst. Ganz viel Angst. Anspannung. Unruhe. "Druck".
Ich will das alles nicht mehr, aber ich will auch nicht kämpfen. Ich will einschlafen und nicht mehr aufwachen, es wäre so einfach.

Die Leere heute ist unglaublich schwer auszuhalten, sie raubt mir die letzte Kraft.
Ich will nur noch schlafen.

Meine ambulante Therapeutin antwortet mir nicht auf meine Mail....

Scheiß Überlebensverträge. Scheiß Verantwortung.
Wo will ich in 10 Jahren sein? Keine Ahnung, unter der Erde?
Ich hab keine Ziele, die mich glücklich machen würden, bin unfähig, Beziehungen aufzubauen und zu halten.
Ja, es gibt Tage, die sind besser, aber nicht so toll, dass ich sagen würde: "Dafür lohnt es sich zu leben", wenn ich mit meinem Leben abrechne, stehe ich in den roten Zahlen und zwar deutlich.

Ganz rational: Warum nicht sterben?

Mittwoch, 28. März 2012

Es unecht. Mein Arm schmerzt, hab die Wunden wieder aufgerissen. Dabei gabs gar einen Grund zu, Wie un Trance.´´´´

Dienstag, 27. März 2012

Ich fühle mich so kraftlos. Alles was ich den Tag über tue, ist in die Luft starren, schlafen und ab und zu mein Buch weiterlesen.

Ich fühle mich wirklich traurig.
Ich kann die Traurigkeit schlecht aushalten...
Ich will dass sie verschwindet, zusammen mit meinen Wunden, da ich inzwischen meine Arme nur noch unter Schmerzen bewegen kann.

Irgendwie ist alles grad so unendlich schwarz.. und die lachenden Leute in der Sonne machen den Kontrast zwischen meiner Kopfwelt und der Realität noch deutlicher, noch viel unerträglicher.

Meine zerbrechliche Welt fühlt sich zerbrochen an.
Ich will mich in mein Bett kuscheln, einschlafen und nicht mehr aufwachen...
Und während ich beim Verbandswechsel auf meine braun-rot-blau-schwarz-gelben, verbrannten Arme schaue, wird mir zum ersten Mal wirklich klar, warum alle meinen, dass meine Selbstverletzungen nie schlimmer waren.
Plötzlich bin ich nicht mehr stolz, sondern schäme mich.

Im unermüdlichen Kampf mit mir selbst... aushalten, aushalten, Ende des Tages herbei sehnen.
In der Hoffnung, dass irgendwann mal alles gut ist.

Leer, leer, ich.

Montag, 26. März 2012

Mail von meiner Therapeutin bekommen, die Worte schmerzen unheimlich. Sie ist die Personifizierte Motivation und entspricht genau dem kämpferischen Teil in mir.

Doch der kämpferische Part kritisiert den destruktiven Part. Und ich bin momentan genau das.

Es tut wirklich weh, von allen Seiten gesagt zu bekommen: "Du musst die Verantwortung für dich übernehmen" und gefragt zu werden: "Willst du überhaupt gesund werden?"




Ich möchte diese scheiß Diagnose nicht. Ich möchte Verantwortung für mein Handeln übernehmen können.
Ich will das, ja - Aber ich schaffe es nicht, die nötige Kraft aufzubringen.


Ich schreibe wirr. In meinem Kopf ist es wirr.

Ich fühle mich alleingelassen von meiner Therapeutin, dabei weiß ich, dass sie da ist, sobald ich ihre Hilfe annehme.
Alle reichen mir die Hände, aber ich kann mich nicht überwinden, nach ihnen zu greifen.
Und so bin ich allein, mit schlechtem Gewissen, die Hilfe nicht anzunehmen, mit Krankheiten, die mich nach und nach zerstören.
Ich will, dass jemand die Monster vertreibt!!!

ES verzweifelt MICH
Meine Zimmernachbarin ist wirklich genial. Sie ist zwar um die 65, aber so fit im Kopf und bringt mich immer wieder zum Lachen.
Ich glaub mir tuts echt verdammt gut, mit ihr zusammenzuwohnen, auch wenn sie die meiste Zeit im Raucherraum sitzt. Aber diese paar Male, bei denen sie mich mit ins Eiscafe nimmt, sind wirklich erfrischend.

Gleich kommt meine Betreuerin und wir gehen raus. Bei dem Wetter ein Traum.
Heute ist ein guter Tag und ich geb mir Mühe, ihn mir nicht selbst zu versauen! :-)

Sonntag, 25. März 2012

Und ich kann euch jeden verdammten Tag von neuem erzählen, wie scheiße ich alles finde, wie scheiße alles ist.

Aber weder ihr lernt mich dadurch besser kennen, noch habe ich das Gefühl, etwas unbeschwerter durch den Tag gehen zu können.

Und trotzdem jeden Tag aufs neue dieses erbärmliche rumgeheule.

Ich seh keine Zukunft mehr. Außerhalb ner Psychiatrie bin ich nicht lebensfähig.
Ich werde mein Abi nicht packen, weil ich unter dem Druck zusammenklappe.

Ich funktioniere phasenweise, wie eine bessere Kopie von mir selbst.
Nichtmal diese Phasen erfüllen mich.

Ich bin nur noch wandelnde Hülle, dumm, stur, ignorant und anmaßend.
Ich habe keinen übergeordneten Willen mehr, es würde alles viel zu unerreichbar scheinen.
Ich bin nur noch ein triebgesteuertes Etwas.

Samstag, 24. März 2012

Ich kann mit den 24 Stunden des Tages absolut nichts anfangen. Meine Betreuerin ist übers Wochenende nicht da, zu meiner Therapeutin habe ich entgegen der Planung keinen Kontakt mehr, mein Psychiater ist auch nur sehr spärlich da.
Meine "beste" Freundin wollte heut mit mir in einen Park gehen und meinen Geburtstag im kleinen Stil nachfeiern - als sie gehört hat, dass ich keinen Ausgang mehr habe, sind die Pläne auch ganz schnell verflogen. Ist ja nicht so, dass sie mich hier besuchen könnte. Es hört sich jetzt sehr zynisch an, wenn ich frage: Wäre das zu viel verlangt? Und ich kann den Zynismus nichtmal abstreiten.
Alles schon wieder nicht so, wie ich es wollte.

24 lange Stunden, Hauptbeschäftigung: Essen
Schlafen geht heut nicht mehr, weil ich gestern schon den ganzen Tag über gepennt hab.

So unheimlich sinnlose Tage.
Verfetten, verblöden, träge sein, das kann ich. Aushalten kann ich nicht, Man merkts... ich hol mir jetzt ne Tavor...

Title 1

"Well let's see: After you decide that I'm depressive or whatever, you put me on meds - right?" - Veronika decides to die


Noch mehr Medis, Tavor 4* täglich fest angesetzt. Kein Ausgang mehr.
Frische Gefrierbrände, Kreeisaufkollaps, fressen, fressen, fressen, schlafen.

Ich hab von meiner Kasse nur 4 Wochen in Roseneck genehmigt bekommen, das ist voll fürn Arsch, da brauch ich ja fast gar nicht hinfahren.

Jeden Tag von meinem Zimmer aus der Blick auf den Ort an dem mein Leben 5 Monare stattgefunden hat. Von meinem Fenster aus kann ich viele bekannte Gesichter im Park sehen. Damals hab ich noch gescherzt, dass ich mit 18 dann "Level 2" erreichen würde und in den Erwachsenenpsychiatrie komme. So spielt das Leben.

Donnerstag, 22. März 2012

Will schreiben, was in mir vorgeht, Ballast abladen, aber ich finde keine Worte mehr.
Da ist einfach nur noch Anspannung und der Wunsch, nicht mehr da zu sein und das macht mich so unglaublich einsam... weil keiner fühlt, wie ich und keiner jemals verstehen wird.
Alles so sinnlos, hoffnungslos und tiefschwarz bei schönstem Sonnenschein.

Mittwoch, 21. März 2012

Der Oberarzt meint also auch, dass ich Borderline hab. Langsam find ich das nicht mehr witzig, ich hoffe, dass mein Psychiater bald wieder gesund wird, ich will mit ihm dadrüber sprechen.

Das Treffen mit meinem Vater lief gut, alles in Ordnung.

Viel Leere in mir, dabei strahle ich nach außen, verglichen mit den letzten Tagen.
"Du hast so wache und klare Augen heute", hab ich jetzt schon 3 Mal gesagt bekommen.
Ja, ich kann euch anlächeln, aber dahinter ist der selbe Scherbenhaufen, wie gestern, vorgestern und auch vorvorgestern. Es tut wirklich weh, dass egal wie meine Grundstimmung ist, doch immer der hintergründige Schmerz bleibt. Nicht so dominant, wie an anderen Tagen, aber wie ein Schuh, der drückt.

Ich kann Bedarfsmedikation bis zum Abwinken schlucken, sie nimmt mir nur den Druck, nicht meine Gedanken. Alles so oberflächlich, alles Syptombekämpfung.
Ich bin das Leid, wirklich.
Bis Sonntag soll ich mich nicht selbstverletzen, dann werd ich verlegt. Der Wille und die Kraft dafür ist mir abhanden gekommen. Ich kann mich auch so verletzen, dass ihr es nicht mitbekommt.

Meine Betreuerin meint, ich solle mich doch fixieren lassen, wenn ich unter Druck gerate und drängende Suizidgedanken habe. Natürlich hat sie das nicht im Plauderton gesagt, sie weiß, wie schrecklich und entwürdigend Fixierungen sind, aber ich find den Vorschlag sehr, sehr grenzwertig.
Ich könnte das nicht, ich wollte das auch gar nicht. Ich will den Druck nicht aushalten MÜSSEN, ich will gegensteuern können.
Heute ist meine Welt nicht ganz so grau. Ich versuche die Realität nicht ganz ziehen zu lassen, lese dafür Zeitung und bessere mein Allgemeinwissen so gut es geht auf. Ablenkung schützt mich vor mir und meinen Gedanken, solange ich mir keinen freien Raum lasse, ist alles einigermaßen im Lot. Ich muss das ja nur bis zur Verlegung durchstehen, dann hoffe ich, dass ich mich nicht mehr so sehr daran festklammern muss. Heute sehe ich meinen Vater, das erste Mal seit 3 Wochen oder so. 7 Tabletten, 9 Tabletten zusätzlich Bedarf. Ahoi, guten Hunger, angenehme Träume.

Dienstag, 20. März 2012

Mir gehts hier nicht gut - zu wenig Programm, zu viel Ich, zu viel Monotonie.

Jetzt bin ich 18, was habe ich damit gewonnen? Genau, ich kann mir jetzt als Nichtraucherin Zigaretten kaufen, um die Stummel auf meiner Haut auszudrücken. Ich kann mir hetzt Wodka kaufen, um mich abzuschießen und meine Medikamenten-Kombis noch wirksamer zu machen.

Oder einfach im Vollrausch, in der eigenen Kotze, sterben.

Ich kann jetzt auch abtauchen, in irgendeine Metropole fahren und nichts mehr von mir hören lassen, warten, bis keiner mehr an mich denkt und dann von einem Hochhaus springen.

Mir geht es nicht nur hier nicht gut, das muss ich klarstellen. Mit geht es nirgends gut und das hab ich ganz allein mir zu verdanken.
Mir tun die Leute leid, denen etwas an mir liegt.

Montag, 19. März 2012

Sonntag, 18. März 2012

Ich hab so versagt. Nur noch 1 Tag ohne SVV und sie hätten mich verlegt.

Viele Suizidgedanken, 3 Tavor, Kopfhaut aufkratzen, Hand gegen Wand schlagen haben mich nicht genug runterbekommen (Ja, auch alles SVV, aber kein Offensichtliches!) Hab mir meine Brandwunde wieder aufgerissen. Bestimmt 25qcm, der verbrannte Hautlappen den ich abgezogen hab, war um die 2mm dick, ekliges Gefühl, Fremdfleisch.
Das war's dann wieder für ne Woche.

Aber immerhin, lieber SVV, als einen der Suizidgedanken ausgeführt, mal von außen gesehen.

Emotional so müde vom Tag.

Samstag, 17. März 2012

Fressanfall, der erste seit 1,5 Wochen... ich hatte nichtmal minimal Appetit und trotzdem.
Ich habe Angst vor heut Mittag, meine Betreuerin wird mich abholen und wir gehen meine Wohnung aufräumen. Da sieht's aus wie Hölle, ich schäme mich unheimlich.

Morgen will ich auch nicht wahr haben. Ich werd 18 und sitz in der Psychiatrie. Denkwürdig.
Ich habe gar keinen Kontakt zu meiner Mutter, zu meinem Vater nur spärlich per Mail.
Meine beste Freundin hat ab Montag schriftliches Abi.

Es wird ne Katastrophe, mein Geburtstagswunsch ist ein Benzo, das mich wenigstens für den Tag flach legt.
Bekomm ich aber nicht, dafür 3 Std. Ausgang.

Ich hab versprochen, mich nicht umzubringen.
Ich hab's versprochen.

Freitag, 16. März 2012

Neue Gesichter auf Station, die ich nicht zuordnen kann. Unruhe in mir. Noch 3 Stunden bis zur Medikamentenausgabe, so unglaublich lang!!
Ich hab hier keine Beschäftigung, lesen geht nicht mehr, schlafen kann ich grad nicht.
5 Tage, 2*Hautambulanz, 2* Chirugieambulanz.
Keine Lust mehr.
Medikamentendosis erhöht, ewiger Kampf. Will schon gar nicht mehr nach Roseneck, will nicht mehr arbeiten, will vegetieren.

Diesmal steht im Konsil übrigens "Pat. mit depr. Episode, v.a. Borderline PS"
Wird ja immer besser.

Donnerstag, 15. März 2012

Die letzten 2 Tage waren von Hoch und Tief geprägt, ich hab mich wieder vereist, heftiger als davor, aber das ist ja nur das Produkt meines Gefühlsdesasters.

Am Sonntag werd ich 18, juche, feiern in der Psychiatrie. Aber um ehrlich zu sein, bin ich ganz froh darüber, dass ich ne "Ausrede" hab, um nicht feiern zu müssen. Eigentlich würde ich den Tag am liebsten aus dem Kalender streichen. Ich will nicht im Mittelpunkt stehen, will nicht vor lauter Aufmerksamkeit gar nicht mehr wissen, wie es mir überhaupt geht.

Ich hab ein bisschen Angst, was nach meinem 18. kommt - Ganz konkret im Fall Alkohol. Wenns mir scheiße geht, kann ich mich jetzt auch effektiv abschießen und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das nicht auslassen werde. Wer mich schon von meinen Beginnen bei Blogger ließt weiß, dass ich mir damals behilfsweise die Kante mit Bier und Sekt gegeben hab.

Die gute Nachricht, die ich gestern erfahren durfte ist: Sobald ich die Kassenzulassung für Roseneck habe, bringt mich mein Psychiater dort innerhalb von 5 Tagen unter. Die schlechte: Er hält mich für zu instabil für Roseneck und will mich momentan nicht verlegen. Das finde ich scheiße, ziemlich sogar, weil ich hier nichtmal richtig Therapie bekomme. 4 Visiten pro Woche, aber das ist ja keine Therapie. Abseits davon 3* Ergo (aka wir spielen zusammen Brettspiele) und 3* BWT (aka wir balancieren eine Stange auf unseren Fingern aus, wir werfen einen Tennisball in die Luft und fangen ihn mit einem Joghurtbecher, ...), das ist doch Müll, davon werd ich nicht stabiler.

Die Pfleger bringen mich hier auch regelmäßig auf die Palme. Ich sie vermutlich auch.

Ich fühle mich abseits von Kliniken nicht mehr lebensfähig. Ich hasse diese Abhängigkeit. Schlimmer ist nur noch die Hoffnungslosigkeit, die ich naiverweise immer wieder als Schutz ansehe.. Ich bekomme dafür regelmäßig die Quittung: Mitm Vorschlaghammer von Selbiger eins aufn Deckel.

Mittwoch, 14. März 2012

Ich bin sauer - im Konsilbericht steht "Pat. mit Borderline PS (...) im Rahmen v. SVV"
Wollen die Idioten mit ne BPS diagnostizieren, nur weil ich mich selbst verletze?! Die kennen mich doch gar nicht!

Ich will die Diagnose nicht, finde sie geradezu abstoßend. Ich will nicht eine von Millionen angeblichen Borderlinern sein. Bah.

Dienstag, 13. März 2012

Uh, uuuuh, alles am Arsch, wa?
Vollspacken, alles Vollspacken. Nein, sie haben diese Bezeichnung nicht verdient, aber ich bin so voller Wut und ich weiß, dass das gaaaaaaaaaanz schlecht endet, wenn ich sie an mir auslasse :D
Dann hock ich nämlich innerhalb von einem Tag zum 2. Mal in der Chirurgie.
Nein, das 1. Mal war nichts Schlimmes, war nur, weil die alle Schiss haben, dass mein Arm abfault, weil sich die Wunde so entzündet hat.

Haha, scheißdreck :DDDD

Ich könnt alle so anschreien grad, ich hasse es. Lachend-aggressive Fresse in euer Gesicht, ich hör nicht auf, ich will nicht, ich will mich zerstören, um euch Probleme zu bereiten. Ich weiß, das ist das Dümmste, was ich tun kann, aber ich bin so haarscharf davor.
Heute gehts mir relativ gut, zumindest bis jetzt. Gestern war auch der erste Tag, an dem ich kein Tavor schlucken musste.
Ich kann mich mit dem "eigentlich ganz okay"-Gefühl noch nicht so ganz anfreunden, aber ich gebe mein Bestes.
Ich will nicht mein ganzes Leben in Kliniken verbringen und verdammt - wenn ich so weiter mache, werd ich das.
Keep your head up high.

Vllt. liegt die gute Stimmung teilweise auch einfach nur daran, dass ich seit genau 1 Woche keine Fressattacke mehr hatte und aufgrund von stark restriktivem Essverhalten über diese Woche 3,7kg abgenommen habe. Nobody knows.

Meine Ziele für den Aufenthalt hier, also bis zur Verlegung:
- Mich melden, wenn sich Druck aufbaut
- Meine Wohnung auf Vordermann bringen
- Position ggü. meinen Eltern beziehen
- 18. Geburtstag überleben (sowohl metaphorisch, als auch im eigentlichen Sinne)
- Zum Schluss 1000kcal/ Tag schaffen

Montag, 12. März 2012

Hab mir meine Wunde aufgerissen, wieder und wieder. Und auf einmal hocke ich in der Hautambulanz, dabei ist es mir so egal, wie infiziert sie ist.
Alle geben mir das Gefühl, das kleine unselbständige Kind zu sein, es macht mich so leer.

Ich will verschwinden, ins Nirvana.

Sonntag, 11. März 2012

Mein "Helfernetzwerk" ist so toll. Meine Therapeutin und meine Betreuerin sind so unheimlich süß und unterstützen mich, wo sie nur können, das bedeutet mir sehr viel.

Aber deswegen hab ich auch Angst, gesund zu werden, dann sind sie nicht mehr für mich da.
Dann muss ich allein klar kommen.

Das Wissen löst schon jetzt das Gefühl, allein zu sein, aus.
Und das führt zum Zerstörungswillen.
Ich habe Hilfe nicht verdient. Ich will sterben, aber meine Helfer nicht verletzen.

Stechendes Herz, warum nur habe ich die einzigen Menschen, die mir wichtig sind auf Dienstleisterbasis kennen gelernt? :(

7 Tage bis zu meinem 18.
Kein Kontakt zu meinen Eltern.

Mir wird alles zu viel, ich hasse die Zukunft.

Freitag, 9. März 2012

Ich merke, wie wenig ich am "normalen" Leben teilhabe, nicht erst durch den erneuten Klinikaufenthalt, sondern schon immer.
Ich kann nicht mitreden, wenn es schon wieder um "Wer-hat-was-mit-wem-gehabt?" geht und will das auch gar nicht.

Und gerade ist alles wieder so leer, so sinnlos.
Ich kann nicht mehr den ganzen Tag schlafen, weil ich zu unruhig bin und alles zieht sich wie Kaugummi.
Ich hab keine Kraft für Roseneck, ich hab Angst davor.

Ich werde immer wieder abstürzen, wie nach meinem letzten Klinikaufenthalt. Ich werd einer der berüchtigten Drehtürpatienten, bei denen Hopfen und Malz verloren ist. Ich schäme mich, so zu sein, wie ich bin.

Donnerstag, 8. März 2012

Es ist komisch, hier zu sein. Die Meisten sind so um die 40 rum.
Die Erwachsenenpsychiatrie hat ihr Haus direkt neben der KuJ-Psychiatrie, in der ich davor 5 Monate war. Es ist fast schon ein wenig lustig, wenn man an deren Worte zur Entlassung denkt: "Es besteht keinerlei Behandlungsbedarf mehr", Vollidioten.

Bis jetzt hab ich meine Lieblingsbetreuerin getroffen, haben uns aber nur quer über den Hof gewunken.

Es ist so komisch alles... ich hab momentan keine Verantwortung, für nichts. Das verdanke ich auch meinem tollen Netz von Helfern. Meine Therapeutin ist so unheimlich süß.

Irgendwie zieht alles vorbei. Ich muss mich immer extrem konzentrieren, wenn ich wissen will, was für ein Tag ist.

Ich darf die Station nicht ohne Personal verlassen, ich liege immer noch auf dem Flur auf nem Notfallbett. Bis jetzt jeden Tag irgendwann ne Tavor genommen, macht ja nicht abhängig oder so, egal.

2 neue Medikamente, 2 alte Medikamente.
Juche, Junkie.
Aber ich liebe es, abgeschossen zu werden, macht alles viel erträglicher.
Seit ich hier bin, sind die Suizidgedanken viel hintergründiger geworden, ich weiß immer noch nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll.

Die Zeit hier vergeht komisch. Mein Notbett steht direkt vor dem Arztzimmer. Manchmal bitten mich Leute, mit reinzukommen - Um ihnen zu erklären, weshalb ich hier bin. Heute kommt einer aus der Hautklinik zu mir und schaut sich meine Wunden an. Ansonsten schlafe ich den ganzen Tag und mir kommt vieles irreal vor. Es ist alles schon wieder so gelaufen, wie es nicht sollte: Meine Eltern wurden informiert, mein Vater macht Rambazamba und scheißt meine Betreuerin zusammen und - das empfinde ich als den Größten Vertrauensbruch - mein Hausarzt hat meine Eltern angerufen und gesagt was für Wunden ich hab, in welchem Zustand diese sind und wie es mir geht. HALLO, kennste Schweigepflicht?! Jedenfalls will mein Vater jetzt noch einen Termin mit den Leuten hier in der Klinik und über mich reden. Und ich will das nicht. Meine Mutter hält sich wie immer bedeckt im Hintergrund, sie ist wahrscheinlich zu beschäftigt damit, sich selbst zu bemitleiden, weil ihr Kind in ner Psychiatrie ist. Congrats, dude. Sorry für die fehlenden Absätze, keine Ahnung warum das auf Safari aufm iPad nicht klappt.

Dienstag, 6. März 2012

Klinik, jetzt. Meine Therapeutin ist mit mir in die Klinik hier gefahren. Ich bleib, bis ich einen Platz in meiner Wunschklinik hab, dauert 2-3 Wochen.
Es geht alles so schnell, es macht mir Angst.
Nochmal bei meinem Hausarzt gewesen, um meine Brandblasen kontrollieren zu lassen. Verheilt wohl ganz gut. Trotzdem sieht das schon echt scheiße aus, so mit Verbänden an beiden Armen. Ich will nicht, dass jemand denkt, dass ich mich dort geritzt hätte.. meine Schnittwunden hab ich ja an den Beinen.. aber was soll ich denn  sagen, wenn mich jemand fragt? War n Ausversehen? Ja, klar, mal ausversehen auf beide Arme zu viel Deo gesprüht? Mal ausversehen beide Arme auf der Herdplatte verbrannt? Am Bügeleisen?
Wärs nur ein Arm - Okay, an der Grenze zur Unglaubwürdigkeit, aber an beiden Armen nimmt mir das keiner mehr ab.
Ich hoffe, ich bekomm davon keine Narben, ich hasse es, zu lügen, noch mehr hasse ich es, offensichtlich zu lügen.

Ich hab ehrlich zu meinem Hausarzt gesagt, dass ich mich nicht motivieren kann, in die Schule zu gehen und es mir momentan scheiß egal ist - Er hat mich krank geschrieben, für alle 3 Klausuren.
Ich werd sie vermutlich eh nicht nachschreiben, wenn ich in die Klinik gehe.

Ich werd meiner Therapeutin ehrlich sagen wies mir geht: nicht gut.
Ich werde lächeln, während ich das erzähle, ich weiß es ganz genau.
Ich hasse es, bei sowas, so unglaubwürdig rüberzukommen, aber ich kanns mir einfach nicht verkneifen. Ich muss lächeln, weil ich sehe, wie sich andere Sorgen um mich machen und weil ich mir lächerlich vorkomme. Und nein, ich mache mich nicht lustig, über die, die sich Sorgen um mich machen, ich kann damit nur nicht umgehen. Ist meine Reaktion auf alles, womit ich nicht klar komme: Ein nicht zu unterdrückendes Lächeln.
Die ganzen Pädagogen in der Klinik meinten, ich sehe total psycho aus, wenn ich dieses eingefrorene Grinsen drauf habe und genau so fühle ich mich dabei auch.

Ich drifte schon wieder ins Schwafeln ab..
Ich bin froh, wenn ich heute endlich wieder bei meiner Therapeutin bin.

Montag, 5. März 2012

Party machen zu David Guetta, nur ALLEIN :D
Scheiß drauf, mitsingen, warten, hoffen, dass das nächste Tief erst in ein paar Stunden kommt - Spätestens dann, wenn ich meinen Blick vom Bildschirm abwende und meine Wohnung sehe, nicht waaaaahr? <3 :D



Dadaaaaaaaaaaam :D
 Heulkrampf unter Kontrolle bekommen, "alles wird gut"-Einstellung nach außen hin wieder auferichtet.
Für meine Betreuerin, die ich ja momentan nicht sehen kann wegen Ansteckungsgefahr, geht es mir "schlechter als sonst, aber sind die üblichen Schwankungen, wird schon wieder :)" - Immerhin hat die mit ihrem kranken Mann grad genug zu nagen und für alle anderen Freunde hab ich mir sowieso grad nur ne Krankheit eingefangen, weshalb ich nicht zur Schule kann und nichts unternehme.

Klar, ne? :D

Love life.

Ich bitte meine Therapeutin morgen, mich in die Klinik am Chiemsee zu überweisen, von der hat sie aus viiiiielen Quellen nur Gutes gehört und ich kenn auch selbst jemanden, der positiv davon berichtet hat.
Also, hoffen wir mal, dass ich da schnell hin kann und dass ich die Zeit bis dahin ohne Krisenintervention überlebe :D
Überall sind scheiß Trigger :(
Ich hab grad ne Doku über Apple gesehen und was kommt zum Schluss? Steve Jobs Zitat: "Der Tod ist die beste Erfindung: Er schafft Platz für Neues"
Ich wollte mich ablenken und solche KLEINIGKEITEN machen mich total fertig.
Ich heule wie ein kleines Kind, während ich diese Zeilen schreibe, ich weine sonst nie.
Ist an dem Satz etwas so neu? Nein! Er ist von Steve Jobs, er ist Tod - und er hat bei mir nicht den Eindruck erweckt, als ob er Angst hätte.
Ich weiß nicht was mit mir los ist, aber ich kann nicht mehr. Ich hab keine Kraft mehr.
Mich hält nicht mehr die Freude am Leben, mich hält die Verpflichtung gegenüber anderen und ich will das alles hier nicht mehr.

Der Unterschied zu jedem natürlichen Tod ist, dass es meine Entscheidung ist. Dass ich Menschen damit verletze.
Ich will sterben, aber niemandem weh tun. Ich will an Krebs verrecken oder sonstwas.

Ich will aus diesem Albtraum, BITTE!
Ich kann, verdammte Scheiße nochmal, absolut nicht mehr.
Ich will in ne Klinik.
Ich will hier weg.

Beim Einkaufen hatte ich Angst, gleich umzuklappen.
Wieder zuhause hab ich absoluten Schüttelfrost.

Ich hab Angst, schlafen zu gehen und genauso Angst, wieder aufzuwachen.
Ich hab Angst vor allem und ich kann es einfach nicht mehr stoppen. Ich hab ANGST, so viel!
Leben ist Horror!


Die Kotze von heut Nacht steht noch in der Spüle, fließt nicht ab, kann sie nicht mal wegmachen, weil ich 2 fette Verbände an den Armen habe. Na gut, Ausrede - Wozu gibts Handschuhe?
Es ist eklig, ich weiß. Ich lebe momentan in einem Loch von Wohnung, ihr wollt nicht wissen, wies aussieht. Und alles was ich tue, ist zocken.
Ich sollte eigentlich längst Geschichte lernen, weil ich das morgen schreibe, aber ich tus nicht. Morgen früh wird genau so ein Fail, wie heute, wenn ich nicht sehr bald was unternehme. Ich weiß das so genau und trotzdem kann mich nichts in der Welt dazu bewegen, zu lernen.

Ich sollte noch meinen Terminplan in Ordnung bringen, ich hab morgen den Arzttermin und den Termin bei meiner Therapeutin, die sich überschneiden. Ich will meine Thera auf keinen Fall in Gefahr bringen, aber ich trau mich nicht, bei meinem Arzt anzurufen, nachdem ich da heut morgen als psychisches Wrack so unfreundlich war.
Und was werd ich jetzt machen? Keine Ahnung.
Freude.

So viel Entschlossenheit, das sollte man ja fast feiern.

Es ist schon 16 Uhr, ich kann das kaum glauben. Mein Zeitgefühl ist so am Arsch und mein Wille gebrochen oder eher: nicht existent. Ich will nichts mehr... außer einer Fee, die macht, dass alles gut wird.

Ich glaub ich war noch nie so kurz davor, in die Krise zu gehen. Ich hab gezittert, mir meine Lippen aufgebissen, fast geheult - und das in der Öffentlichkeit UND vor meine Arzt. Das ist bei mir so absolute Ausnahme. Aber gleichzeitig alle böse anschauen und abweisend sein, ich bin ja so tough.
Naja, jedenfalls hat mein Arzt nicht nachgefragt, warum ich kotzen musste (zum Glück, er wollte mich so schon fast einweisen), sondern hat nur bei den Brandwunden nachgefragt. Ich habs ihm gesagt, dass es mir nicht gut ging und er daraufhin geantwortet, dass er sowas noch nie gesehen habe, dabei ist er bestimmt schon seit gut 25 Jahren Arzt.
Naja, mir wurden die Wunden aufgeschnitten und irgendwie komisch versorgt, morgen hab ich wieder einen Termin zur Kontrolle.

"Und du bist sicher, dass du keine Hilfe brauchst?" - "Jaaaaa *genervt schauend*" - "Müssen ja nicht deine Eltern sein, die du bittest" - "Nein, meine Therapeutin hat jetzt Termine und in die KJP möchte ich nicht, weil ich weiß, wie scheiße es dort ist" - "Hm, naja, okay"

Wayne, ich bin wieder zuhause, hab meinen Attest und mir gehts wieder etwas besser.
Ich hab gerade herbe Angst, draufzugehen. Meine Brandblase hat fast den selben Durchmesser, wie mein Arm breit ist, die Flüssigkeit verschiebt sich bei jeder Bewegung und das tut wirklich weh. Ich weiß, dass ich davon ne Blutvergiftung bekommen kann.
Eigentlich will ich doch nur, dass ein Wunder passiert und mein Leben plötzlich wieder in Ordnung ist. Ich will, dass irgendjemand auf mich aufpasst und die Verantwortung für mich übernimmt und dafür sorgt, dass ich aus meinem Schlamassel heil rauskomme.
Ich weiß aber auch, dass es das nicht gibt. Ich hab Angst, dass mein Hausarzt mich in die Psychiatrie schickt, wenn ich ihm erzähle, warum ich wirklich die ganze Nacht gekotzt hab und woher meine Brandblasen herkommen. Gleichzeitig hoffe ich es aber so sehr, auch wenn ich weiß, dass die Psychiatrie für den Kreis hier scheiße ist, da war ich ja immerhin 5 Monate. Und ich weiß auch, dass die Krisenintervention noch schlimmer ist, als der offene Bereich, in dem ich war.

Vllt. habe ich auch gar nicht den Mumm, ihm die Vereisung zu zeigen und sag einfach nur, dass ich die Nacht über grundlos gekotzt hab.

Nehmt mir die Verantwortung für mein Leben ab, ich zerbreche daran, wirklich. Ich bin so am Arsch, so kaputt, ich kann nicht mehr, wirklich :(

Warum ist Leben so schwer?

Ich hab Angst.


Meine Mundwinkel werden von übermächtigen Krallen heruntergezogen, das virtuelle Geschehen, das sich vor meinen Augen abspielt kann mir nur ein geqüaltes Grinsen abringen.
Ich weiß gar nicht, ob ich morgen wieder Therapie haben möchte, oder nicht doch lieber einfach alles aufgebe und abbreche.
Vllt. möchte ich um 10:40 heute auch gar nicht bei meinem Arzt aufkreuzen, um mir attestieren zu lassen, dass ich krank bin und Physik nicht mitschreiben konnte. Vllt. will ich einfach meine 0 Punkte kassieren, genauso wie morgen und übermorgen, nur um mich ein wenig weiter in Richtung Klippe zu treiben.
Ich beherrsche die Kunst, mich selbst zu zerstören in der Theorie nahezu perfekt, ich habe nur Angst, sie in voller Härte gegen mich anzuwenden, weil ich doch noch zu viel Schiss hab, mich hält zu viel im Hier und Jetzt. Was das ist kann ich gar nicht genau sagen. Vllt. mein bester Freund, der sich herzzerreißend um mich sorgt. Vllt. meine Therapeutin, meine Betreuerin, mein Psychiater, die ich doch auch sehr lieb gewonnen habe, auch wenn sie für mich wahrscheinlich nur auf professioneller und abgekapselter Ebene Sympathie empfinden.
Vllt. mein Vater, weil er mit der Situation nicht umgehen kann. Vllt. aber auch meine Mutter, weil ich weiß, dass sie genauso kaputt ist wie ich und sich so sehr hasst, wie ich sie und wie ich mich.

Was auch immer, ich schweife ab. Kein Wunder, es ist 8:42 und ich hab die paar Minuten, in denen ich ein Auge zu bekommen habe, davon geträumt, dass mich Würmer in meiner Brandblase und in meinem Bauch von innen zerfressen. Angenehme Träume.
Zu viel Koffein, absolutes Zittern, Kotzen, Todesangst, der Vorsatz, mein Leben in den Griff zu bekommen.

Ein paar Stunden später, Übelkeit, zurück zu den alten Denkmustern, scheiß auf alles, Selbstzerstörung.

In 5 Stunden würde ich Physik schreiben, eigentlich - Ich werd nicht hingehen. Ich renne weg vor meiner Verantwortung, ich mache alles kaputt, was ich an Erfolgen in der letzten Woche vorweisen konnte. Diese Woche wird meine Therapeutin nicht stolz auf mich sein, diese Woche wird sie mich wieder fragen, ob ich überhaupt noch Therapie machen will. Es ist die Frage, die ich über alles hasse.

Kopf vs. Wand, ich will nicht leben, hab zu viel Angst vorm Sterben. Warum werden Menschen geboren, die nie lebensfähig werden?

Sonntag, 4. März 2012

Was tue ich nur? Ich nehme mein Leben, knalle es auf den Boden, sodass es zerspringt. Leute, die ich gebeten habe, mir zu helfen, versuchen alles wieder notdürftig zusammenzukleben - und ich schmeiße es wieder hin.

Aua.

Ich hab eben versucht, Physik zu lernen, ich habs keine 5 Minuten ausgehalten, die Gedanken kreisen so grauenhaft. Wie soll ich mich auf irgendwelche scheiß Elementarladungen konzentrieren, wenn mir im Hinterkopf die Frage, ob ich heut mal wieder zu viel Koffein schlucken sollte, herumschwirrt?

Meine Betreuerin kann mir momentan überhaupt nicht helfen, die ist selbst am Ende. Sie ist seit Donnerstag wieder aus ihrem Urlaub zurück und ihr Mann hat sich in Thailand irgendwas eingefangen, bei dem noch nicht klar ist, was es ist. Jedenfalls liegt er fiebernd und kotzend im Krankenhaus.
Sie selbst darf jetzt auch keinen Kontakt mehr zu anderen haben, da Ansteckungsgefahr besteht.
Jucheeee, schon toll, wa?

Lustig, wie so alles zusammen kommt, nicht wahr? Warum gerade JETZT? Mir geht es beschissen, ich könnte jeden anschreien und im nächsten Moment würde ich wieder mit Wasser in den Augen zusammensacken.
Ich hab so einen Druck, das ist einfach nur beschissen.
Ich will, dass es aufhört, aber bitte... sofort!
Ich stelle immer wieder fest, das eigentliche Problem sind meine astronomischen Ansprüche - nicht nur an mich, auch allgemein ans Leben.
Ich will kein Leben, in dem es Tiefen gibt und ich will keine Rückschläge erleiden. Es muss einfach alles perfekt sein und da ich selbst genau weiß, dass es das nie geben wird, flüchte ich mich in die Krankheit, um künstlich eine Ausrede zu produzieren, weshalb gerade nicht alles so Läuft, wie es sein sollte.
Deswegen schlägt auch jeder Versuch, gesund zu werden spätestens dann fehl, wenn ich merke, dass es mir besser geht, weil ich dann wieder gegensteuere, um nicht grundlos zu versagen.
Und obwohl mir das Schema klar ist, kann ich nicht aus ihm ausbrechen, leider.

Ich frage mich wirklich, wie lange ich das noch so weitermachen kann. Meine Selbstverletzungen müssen immer schlimmer werden, ich muss immer härter zu mir selbst werden. Genauso beim Sport. Ich hab im Fitnessstudio wieder innerhalb von 2 Wochen von 1 Std Training auf 4,5 Std gesteigert. Zwar nicht total intensiv, aber ich find das drückts trotzdem sehr gut aus. Genauso wie vor einem Jahr, als ich innerhalb von 4 Wochen von 20 Minuten Laufen auf 1,5 Std gekommen bin.
Und irgendwann - ich will gar nicht wissen wann - reicht es mir nicht mehr, 10 Koffeintabletten zu schlucken, um dann die ganze Nacht zu kotzen, irgendwann muss ich dann die LD50 nehmen und irgendwann, wenn ich dann überhaupt noch lebe, nehm ich halt die LDmax und das ist dann das Ende der Geschichte.
Zumindest, wenn ich so weiter mache und nicht den Absprung finde.

Keine Ahnung, ob ich nochmal in eine Klinik gehen sollte, ich stehe dem verdammt ambivalent gegenüber. Auf der einen Seite: Ja, es ist eine Chance. Und ja, ich wäre von dem Notendruck erlöst, weil einfach meine alten Noten gezählt werden würden.
Auf der anderen Seite die Stimmen in meinem Kopf: "Anderen geht es viel schlechter als dir", "Du willst doch nur Aufmerksamkeit", "VERSAGER!", "Dir darf es nicht gut gehen".


-
In 18 Stunden schreib ich meine Physik-LK-Klausur. Ich hab mir noch nichtmal die Aufschriebe von denen angeschaut und das Thema hab ich letztes Jahr nie wirklich verstanden.
Ich glaub ich bin einfach "krank". Dann wollen die aber bestimmt n Attest, schnieke Sache.

Ich schreib hier immer wieder genau das Gleiche, fast schon in Endlosschleife. Es nervt mich unheimlich, dass sich alles wiederholt und ich aus dem verdammtes Kreislauf nicht ausbrechen kann.

Wieder mal sitze ich hier abends bzw. nachts vorm PC, hätte viel besseres zu tun, als zu zocken und tus trotzdem nicht.
Und wieder möchte ich an meiner Krankheit festhalten, mich zerstören und mich am liebsten abkapseln und auf den Tod warten. Therapie abbrechen, ich halte den ewigen Kampf mit mir selbst langsam nicht mehr auf, jede Stunde versucht mir meine Therapeutin wieder zu erklären, dass ICH jetzt in der Bringschuld bin und sie nichts mehr für mich tun kann. Und so sieht auch sie keinen Sinn mehr in der Therapie. Und sie hat damit Recht und das tut weh, weil ich sie so lieb gewonnen habe.
Aber ich kann das nicht mehr, ich kann nicht gesund werden, ich will es nicht.

Bitte, erklärt mir: Warum will ich nicht glücklich sein? 
Das ist komplett gegen die Natur des Menschen, es ist krank - Was hat mich dazu gebracht?

Samstag, 3. März 2012

Es ist schon bitter, wenn die einzig verbleibende Aufgabe, das Zerstören der eigenen Person geworden ist.
Ich verschlimmere meine Vereisungen immer weiter, bin stolz auf das, was ich geleistet habe.
Ich hab so beschissen platzierte Brandblase, dass ich nicht mal mehr von Hand schreiben kann, kommt natürlich super in der Klausurenphase. Daran hab ich aber um ehrlich zu sein bis jetzt noch gar nicht gedacht gehabt.

Ich finde den Sinn in diesem Leben nicht, absolut nicht. Es ist ALLES Arbeit. Freunde sind Arbeit, arbeiten ist Arbeit, Hobbys sind Arbeit, Gefühle sind Arbeit.
Und wofür die ganze Arbeit? Damit alles wieder von vorne beginnt, jeden Tag von Neuem.

Scheiß Tage.

Aber um fair zu sein: Ich hab auch Momente, in denen ich diese Sinnlosigkeit nicht akut verspüre.
Es gibt immer mal wieder bessere Phasen, aber in denen gehts mir auch nicht prickelnd - nur vergleichsweise eben besser, aushaltbarer.

Emesan wirkt n scheißdreck, abgesehen davon, dass jede Bewegung unheimlich schwer fiel, hab ich gar nichts gemerkt.

Ich sollte eigentlich meine Abrechnung für den letzten Monat machen, aber ich will nicht... schon am 20. Februar, als ich meine Zwischenbilanz gezogen habe, lag ich schon beim Doppeltem von dem, was ich eigentlich hätte ausgeben sollen. Gut, paar Erstbeschaffungen waren dabei, die man vllt. rausrechnen sollte, weil die ja einmalig sind, aber es war auch unglaublich viel nur für Essen weg, scheiß Fressattacken.

Am 15. März hab ich mein 2. Hilfeplangespräch, zum Glück OHNE meine Eltern, weil ich kurz danach 18 werde.
Wenn ich mir meinen letzten Hilfeplan ansehe - Was davon hab ich nochmal genau eingehalten? Achja richtig, fast nichts.
Ich will gar nicht wissen, was Mrs. Jugendamt davon hält.

Immer wieder unendliche Traurigkeit, immer wieder der Wunsch, nicht mehr da zu sein.

Wann begreife ich, dass ich für meine Gesundung kämpfen muss?

Freitag, 2. März 2012

Halsschmerzen, Matschbirne, Ohrenschmerzen.
Juhu, volles Programm. Zwar alles nicht so schlimm, aber hey, meine Wenigkeit wird ja selbst von so Kleinigkeiten psychisch beeinflusst.
Ich hock den ganzen Tag nur vorm PC und zocke oder schaue mir Dokus über Magersüchtige an, war nicht in der Schule, habe heute absolut nichts geleistet - Abgesehen davon, zu googeln wie viel Emesan ich schlucken muss, um n Rausch zu bekommen; nochmal abzusichern, was ich alles zu letalen Dosen kombinieren kann und zu guter letzt mir n Gefrierbrand holen. Meine Kühlakkus sind so scheiße, da wurd ich erfinderisch und hab meine Vereisung doch noch bekommen.

Meiner Betreuerin gehts auch scheiße, sie ist grad ausm Urlaub zurück gekommen und muss ihren Mann aufpeppeln, der Fieber hat und alles vollkotzt und sonst auch noch alles Mögliche. Superduper, Jippijahjeh, ich will sie nicht belasten. "Und bei dir alles okay?" - "Joa".

<333333333333

Nichts klappt, kein Essen, kein Lernen, kein Schulbesuch, nichts, nada, niente.
Montag, Dienstag und Mittwoch Klausuren, alles LKs *freufreufreu*

Life sucks 'n' then you die.
Shit happens :D



Donnerstag, 1. März 2012

Ich hab immer wieder Einbrüche, bei denen ich am Liebsten letale Dosen schlucken würde. Ich hab genug gegoogelt um zu wissen was ich wie kombinieren muss und das Erschreckendste daran ist, dass meine rezeptpflichtigen Medis nicht so gefährlich sind, wie das, was ich mir rezeptfrei und legal besorgen kann.

Jetzt hab ich Fahrstunde und danach Juso-Treffen.

Ablenkung ist gut.
Aufwachen, merken, dass immer noch alles so ist, wie vor 2 Stunden, wieder schlafen wollen.
Ich hasse aufwachen.


Keine Lust auf Schule gehabt, trotzdem hingequält - Und was mach ich? Geh nach 2 Std wieder, yooo!
Viel bescheuerter kann man eigentlich nicht sein, oder? :D

Ich hasse es in der Schule, ich weiß genau, dass ich dieses Halbjahr schlechter als sonst sein werde.

Ich hab Schule noch nie so schleifen lassen wie im Moment, ich eigentlich immer recht regelmäßig da - jetzt gar nicht mehr. Meine Therapeutin sagt dazu: "So kenn ich das gar nicht von dir".

Darauf erstma fett 900ml Eiscreme, 4 süße Teilchen vom Bäcker und n Laugenbrot (= XXL Laugenstange, ca. die Größe von 8 Laugenbrötchen) und Deichkind hören :DD

Anfang nächster Woche 3 Klausuren, ich kann NICHTS in Physik ;D
Heut wär übrigens letzte Stunde vor der Klausur gewesen ;)

Ich will mich wieder kaputt machen, hier ist mein alter Zerstörungswille, hier spricht Mrs.Verantwortungslos.

Lust auf ne Überdosis Tabletten.
Lust auf Gefrierbrände
Lust auf Schnitte (, aber auch Angst, könnten ja nicht tief genug werden ;))