Montag, 30. April 2012

Heiß-kalte Schauer laufen mir über den Rücken. Erschöpfung wechselt sich ab mit Anspannung.
Das erste Mal seit Wochen wieder Suizidgedanken, die sich eingeschlichen haben, wenn auch nur kurz.

Ich schaue "Wer wird Millionär" und kann mitlachen. Wieder Schweißausbruch, mir ist zu heiß und ich bin zu schwach.

Haut wird erstmal nicht transplantiert, die haben Angst, dass ich mir die Haut sofort wieder aufreißen würde, berechtigter Einwand. 

Ich fühl mich nicht gut...
Irgendwie hab ich total oft das Gefühl, gleich zu platzen. Ich atme unregelmäßig und bekomme ein wenig Panik.
Nein, mir helfen keine Atemübungen, das probier ich selbst schon die ganze Zeit.

Schwer auszuhalten, alles.

Heute gabs Nudeln und als Nachtisch Banane - fiel schwer.
Ich glaube je länger ich hier bleibe, desto anorektischer werden meine Verhaltensweisen sein, wenn ich wieder zuhause bin.


Sonntag, 29. April 2012

Was ich das Wochenende über gemacht habe? Geschlafen. Zwischen Frühstück und Mittagessen, zwischen Mittagessen und Abendessen, zwischen Abendessen und Co-Therapeuten-Gespräch und zwischen Co-Therapeuten-Gespräch und Frühstück.

Ich will einkaufen, die Sucht in mir meldet sich. Egal was, einkaufen. Aber die Innenstadt ist so weit weg... AH.

Will ich krank bleiben und dünn werden? Verlockend.
Oder die ES bekämpfen und so fett bleiben wie jetzt? Gnarf.

Will ich gesund werden? Ich habe mich noch nicht entschieden.
Ich hasse meine Wenigkeit. Meine Vielheit wohl eher.

Die Wunde schmerzt, ich verliere den Verstand.

Es ist so hart.
Einatmen - ausatmen.
Niemand will mir etwas böses. Nichts bedroht mich.
Warum Panik kriegen? Die Zeit kann unmöglich mein Gegner sein.
Nein, ich drehe nicht durch, weil ich ein paar freie Minuten habe.

Samstag, 28. April 2012

Ich glaube ich habe verstanden - verstanden, dass ich gesund werden muss. Dass gesund sein viel schöner ist, als krank sein.
Und im nächsten Moment sehe ich wieder, wie schön die dünnen Mädchen sind. Dass meine Leistungen zu schlecht sind, um gesund werden zu dürfen. Mein ewiger Konflikt. Ich könnte mich nicht annehmen, wenn ich nicht wüsste, dass ich krankheitsbedingt so "schlecht" bin. Die Krankheit entschuldigt mich.
Eigentlich bin ich nur schwach.

Ich habe einen so schönen Bikini für mich gefunden, ich hab mir für die Klinik einen kaufen müssen.
Aber mein Körper, lädiert, ausgemergelt, voller Narben und Verletzungen - nein, nicht schön, eher traurig.

Ach man. Ich will Hilfe annehmen können. Ich will, dass man mir Hilfe aufzwingt. Ich will einfach nur, dass mein Kopfgekasper aufhört. Ich will mich nicht gegen Fortschritt wehren. Warum ist in meinem Kopf alles so verworren? Das ist doch nicht mehr natürlich.
Meine Stimmungsschwankungen sind weg, zumindest fast. Dafür bin ich wie taub, nichts freut mich, nichts macht mich traurig.
Kommts von den Medikamenten? Die Ärztin hier meinte, dass man mit den Dosen keine Therapie machen kann.
Als Bedarf bekomm ich keine Benzos mehr.

Der plastische Chirurg meinte, dass meine Wunde Jahre braucht, um zu verheilen und dann extrem hässlich vernarbt. Er will mir aber nur Haut transplantieren, wenn ich bis Montag nicht kratze. Super, hab ich nicht mal 12 Stunden ausgehalten.

Ach man, jetzt ist Wochenende, ich weiß gar nicht, mit was ich mich ablenken soll. Ich will nur schlafen, aber wenn ich einmal am Schlafen bin, wach ich so schnell nicht mehr auf. Gestern Abend Wecker + Telefon überhört und den Termin verpasst - Die haben mich gesucht. Wie peinlich.

Was schreib ich nur, Buchstabensalat, drückt doch niemals aus, was in mir vorgeht.

Donnerstag, 26. April 2012

Ich find mein Handy nicht mehr, habs verloren.


Sonst läufts auch nicht besser: Ich packs nicht mich in die Gruppe zu integrieren, vergammle hier auf meinem Zimmer, mit Fernseher, immerhin. Gesundungswille momentan Nahe 0, die Thinspos rennen vor meniner Nase rum und ich soll essen. In der Gruppe hatten wir das Thema Suchtverschiebung. Das ist doch genau meins. In meinem Leben fehlt was, ich kompensiere. An der ES arbeiten ist einfach nur Symptombekämpfung.
Sinnlos.


Ich hab einfach keine Lust mehr zu kämpfen, wirklich, ich mag nicht mehr.
Hier ists wirklich anstrengend, so viele Therapien!
Morgen hab ich n Termin bei einem plastischen Chirurgen, ich bekomme wahrscheinlich eine Hauttransplantation, um den Heilungsprozess meiner offenen Wunde zu beschleunigen.


Dienstag, 24. April 2012

Anspannung, Druck, Juckreiz, nicht auszuhalten.

Ich fühle mich von meiner amb. Therapeutin verarscht.
Geschichten, zu langweilig zum Erzählen, bewegen mich trotzdem so sehr. Kleinigkeiten halt.

Morgen Verlegung, Packstress heute, der Tag - ich bin froh, dass er vorbei ist.

Immer wieder Fazit-ziehend: Scheiß Welt
Sollte ich nicht tun, stop Hirn.
Alles wird gut. Falsch.
Alles ist gut. Falsch.
Ich werde um Besserung kämpfen. Riiight.
Es muss gehen, es muss, wenn ich nicht auf ewig in Psychiatrien eingepfercht sein will.

Sonntag, 22. April 2012

Am Zuverlässigsten ist immer noch der Druck. Jeden Tag, ob mittags, abends oder nachts, er kommt oder ist schon da...

Samstag, 21. April 2012

Ich bin in meiner Wohnung, alles aufgeräumt, alles geputzt. Erst stolz, dann leer.
Alles so... egal. Wofür? Was ist dieses Leben? Warum verstehe ich es nicht.

Ich werd nie mehr allein klar kommen, weil ich nicht will. Für was? FÜR WAS?
Leben ist das, was man draus macht. Ich mach meins kaputt, auch ne Möglichkeit.

Das Wochenende vor meiner Aufnahme. . .

Freitag, 20. April 2012

Aktivität, Leere in mir. Kenne ich doch irgendwoher, war das nicht genauso vor meinem letzten Totalabsturz? Kurz vor meiner Aufnahme hier in der Klinik?

Inzwischen verstehe ich mich mit meiner Zimmernachbarin besser und ihre Stimmung ist besser geworden.
Besser als meine, sie versucht mich mitzuziehen, mir zu erklären, wie man aus einer Depression herauskommt, denn sie hats ja schonmal geschafft.

Aber mitzuspielen ist anstrengend.
Und ich bin so leer.
Mein Inneres entspricht der gähnenden Leere einer weißen Leinwand.
Nichts, da ist nichts. Nichts für das ich Leben will. Ich werd eh nie wieder alleine klar kommen.

Alle meine Vertrauten sind nur Dienstleister und nichtmal die halten Kontakt. Nichtmal ein Dienstleister schafft es zu jemandem wie mir Kontakt zu halten. Ich bin der Fehler.

Doch eigentlich ist nur mein Denken der Fehler. Aber das will ich gerade nicht wissen, ich will mich lieber ins tiefe Schwarz stürzen.

Donnerstag, 19. April 2012

Will mich zerstören aber will nach Prien.
Schneiden... dazu Wodka, süßer Traum
Gestern Abend - pure Anspannung, Wunden aufgerissen, immer und immer wieder. Ich hab Angst, Angst vor Prien aber auch Angst vor den nächsten Tagen, weil ich nicht schlapp machen darf. Muss die ganzen Leute doch noch vor meiner Abreise sehen, muss doch noch meine Wohnung aufräumen, muss doch noch dünn werden...

Ende der Geschicht': 3mg Tavor, 5mg Diazepam und Bett vorm Stationszimmer, narf.

Heute besser. Muss besser sein. Besser gemacht werden.

Mittwoch, 18. April 2012

Ich hab meinen Aufnahmetermin für die Klinik in Prien, in einer Woche werde ich euch von dort aus schreiben können :)

Ich freu mich!
Heute gehts mir recht gut, hab den Start in den Tag erfolgreich gemeistert.
Hab aufgeräumt, geduscht und ich fühl mich zum ersten Mal seit Tagen wieder wohl in meiner Haut.
Negativmanko: Ich reiß mir den ganzen Morgen über schon meine Wunden auf... ich kanns nicht lassen.
Aber hey, das ist für meinen Gesundungswillen nicht son Dämpfer, wie das unerträgliche geheule meiner Zimmernachbarin, das ich heute einfach an mir abprallen lassen kann.
Wunderbar befreit fühlt sich das an.

Später will ich noch für meine Verlegung einkaufen.

Ich hoffe euer Tag hat auch gut begonnen und wünsche euch lieben Lesern ganz viel Kraft für den heutigen Tag!

Dienstag, 17. April 2012

Hab das mit meiner Zimmernachbarin angesprochen: "Wir sehen den Mißstand, können aber nichts dagegen tun", yo.
Also umsonst. Wenigstens fällt es mir so schwer, auf irgendwas außer den Druck durch sie zu konzentrieren. Bis Freitag muss ich noch ohne SVV durchhalten. Nicht mehr lange...

Montag, 16. April 2012

Ich kann mich nicht abgrenzen, mit dieser Frau in einem Zimmer zu sein, ist der Horror für mich. Ständig "Mir gehts gar nicht gut" inklusive nachfolgendem Heulflash.

Mir macht das einfach totalen Druck, aber ich weiß nicht, was ich dagegen tun soll/ kann. Ich hätte gerade so gern ein Einzelzimmer, für mich, meine eigenen Probleme reichen mir eigentlich.

Mein Vater versucht sich in die Materie meiner Krankheit einzulesen. Ohje, bitte nicht.

Meiner Betreuerin hab ich nicht mehr zurück geschrieben.

Meine Therapeutin wird sich eh nicht wieder melden.

Freufreu, fuck life.

Sonntag, 15. April 2012

Die Tage vergehen auf eine eigenartige Weise. Meine neue Zimmermitbewohnerin ist.. naja... um die 60, aber total altbacken. Sie jammert ihrem Ehemann, der übrigens von 10-20 Uhr da ist, vor, wie schlecht es ihr doch gehe. Ab und an kommt dann noch weiterer Besuch. Alle natürlich streng katholisch.

Und so dümple ich neben ihnen her und schlafe, halte Druck aus, fühle mich kraftlos oder will einfach nur verschwinden.

Meine Wohnung ist irgendwie nie so ganz aufgeräumt. Ich hasse diesen Zustand, der Schrank ist fertig, aber die Regalböden noch nicht eingesetzt, mein Zimmer versinkt nicht mehr im Chaos, ist aber auch nicht aufgeräumt.

Blöde Grrauzonen.

Seit Donnerstag hab ich mich nicht mehr verletzt, d.h. ich muss jetzt noch bis Freitag SVV-frei bleiben und dann macht mein Psychiater Druck wegen nem Klinikplatz in Roseneck. Halleluja, ich hoffe, ich packe das.
Was mir allerdings nicht behagt: Für die Therapien brauche ich Badebekleidung. Ich kann mich nicht im Bikini/ Badeanzug zeigen! Meine Bine sind vernarbt und Beine und Bauch sind total wabbelig!
Ich besitze nichtmal eins von beidem, müsste ich auch noch neu kaufen. Jucheeee.

Naja, ich muss positiv vermerken: Ich habe nicht mehr dieses abartige Gefühl, total neben mir zu stehen. Das war grausam. Am Donnerstag, genauso wie am Freitag, wobei ich an letzterem eigentlich nur geschlafen hab.

Ansonsten kontaktmäßig mal wieder Kopf in den Sand gesteckt.

Alles nicht so toll. Alles nicht so horrormäßig. Alles n bisschen pfui.

Freitag, 13. April 2012

Zu Tode therapiert?

Ich drehe selbst in einem Warteraum vor Unruhe fast durch, ohne mörderische Dosen Tavor und Valiun bin ich absolut am Ende. Ich bin zwar müde, aber angespannt. Kann nichts richtig fokussieren, Konzentration geht gegen 0.

Mein Kopf spinnt mir immer mehr Suizidvarianten vor und ich weiß, wie kinderleicht die Umsetzung für mich wäre.

Jetzt kommt das Wochenende, sowieso Krisenzeit.
Kann nicht mehr.
Vllt. lasse ich später den gestrigen Tag gedanklich nochmal revue passieren, um mit etwas Distanz auf die Dinge schauen zu können.

Jetzt bin ich aber erstmal froh, dass der gestrige Tag rum ist und ich noch ne Stunde bis zur Visite hab.
Ich geh schlafen.

Danke, herzlichen Dank!, für all eure Kommentare, ich hab sie alle gelesen, nur genauso wenig Kraft sie zu beantworten, wie gerade etwas informatives zu schreiben.

Donnerstag, 12. April 2012

Mir gehts unglaublich dreckig. So viel Tavor, Diazepam und Wodka intus und nichts hilft gegen dieses schlimme Gefühl in mir.
Ich gehe kaputt, ich zerspringe in alle meine Einzelteile und der Kommentar meiner Ärztin ist: "Reiß dich zusammen"
Kann nicht mehr, echt nicht.
Mein ambulanter Psychiater ist hier ja Chefarzt, ich bin so froh, dass er noch da ist. Mein letzter Halt.
Der Einzige, der in Ansätzen mitbekommt, wie es mir geht.

Ich bin ein Wrack. Meine Therapeutin meldet sich nicht mehr bei mir.

Sind halt alles doch nur Dienstleister. Und ich gehe kaputt.. immer kaputter.

Die Frau hat doch null Ahnung. Keine Ahnung von mir, keine Ahnung wie man therapiert.
Scheißdreck ey.

Stimmungstagebuch, ja DAS wird mir sicherlich UNHEIMLICH helfen.
Goddaamn shit.

Ich komm auf nichts mehr klar.

Ich bin so sauer. Glaubt sie wirklich, dass meine Problematik so einfach ist? FUCK MAN. Ich geh jetzt raus und hole mir Klingen und dazu wunderbares Deospray und vllt. noch etwas von meinem Medikamenten-Cocktail, weils j so Spaß macht.
Ich erfriere innerlich an der vollaufgedrehten Heizung.
Ich brauche kein Aspirin für meinen Arm, ich brauch Aspirin für meine Seele.

Ich soll meine volle Energie darein stecken, mich ne Woche nicht selbstzuverletzen, dann werd ich nach Prien verlegt. Doch was soll ich da?
Ich hab momentan das Gefühl, dass mein Schmerz nie enden wird, ich jeden Tag mit diesem Kloß im Hals aufstehen werde.
Nichtmal 3 Monate erstklassige Psychotherapie können mich wieder alltagstauglich machen. Ich packe es einfach nicht mehr, ich war zu lange unter dieser Käseglocke von Kinder- und Jugendpsychiatrie. Im Sommer 2011 hatte ich mein Leben noch besser im Griff, als heute.

Oh man, ich will wirklich nur, dass es aufhört, aber ich hab keine Kraft mehr, zu kämpfen und das macht mich unheimlich traurig.

Mittwoch, 11. April 2012

Ich hab die OP hinter mir. Ich bin grad in einem ganz komischen Modus... ein wenig Anspannung, aber die rettet mich grad vorm Suizid glaube ich.

Hab ein recht langes Gespräch mit 2en hier geführt, die, unteranderem auch auf Station, Suizidversuche hatten.

Alles so bekannt. Will. auch. ssterben. Erlösung.

Dienstag, 10. April 2012

Schwer, schwer und hoffnungslos fühle ich mich in meiner Welt aus Blogger, SVV und Essen.

Ich will nicht mehr.

Mein Kostüm passt wie angegossen, neuer Haarschnitt, geschminkt, Nägel lackiert.
Ja, alles wunderbar, doch nichtmal ein gespieltes Lächeln will ich aufsetzen.

Noch so viel Tag..
Eine klitzekleine Vollnarkose, mit ein wenig Glück, geht die Nekrose bis in den Muskel rein, wird aaaaalles abgetragen.
Alle Risiken aufgezählt bekommen, ich bin schon jetzt panisch.

Ich hab auf das alles keine Lust mehr.
Ich möchte mich nicht mehr wegen unsteter Beziehungen dauernd verletzt fühlen.
Und vor allem würde ich mir wünschen, dass meine Bezugspersonen alle nur für Geld da sind.
Sie haben mich wohl wirklich auch als Mensch gern, aber die Basis ist die Dienstleistung. Wie ein Dolch im Herzen.

Ich drehe mich im Kreis. Mir wird übel, ich kotze. Ich drehe mich im Kreis.
Genau so steht's um mich.
Funktionieren, zusammenbrechen, funktionieren.

Ich hab da keinen Bock mehr drauf.

Montag, 9. April 2012

"Es ist Ihr Körper" - das beschissenste Argument, dass man mir momentan vor die Latz hauen kann.

Sobald ich anfange über meine Situation nachzudenken, fange ich an, hohl zu drehen.
Tavor hin, Tavor her. Ich hab inzwischen sowieso mindestens ne Toleranz entwickelt, mir hilfts nicht mehr.
Meine Therapeutin meldet sich nur noch spärlich. Ich bin ihr egal. Ich bin doch nur eine Akte für sie.

Die Verlegung kann ich mir vorerst abschminken, mit SVV nehmen die nicht auf. Ich schneide mich und kompensiere mit Alkohol, auch wenn sie das nicht wissen. 150ml feinster Wodka strömt durch meine Blutbahnen.


Ich ertrage dieses Leben einfach nicht, ich bin schon jetzt eine Verliererin.

Alles läuft aus dem Ruder, alles. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. meine Probleme aufzuzählen.
Es tut weh.

Ich bekomme rein gar nichts mehr auf die Reihe.

Ich sollte jetzt aufhören zu posten, der Alk wirkt und es wird immer schwieriger was sinnvolles zu schreiben.

Jetzt noch ne Ladung Alk und dann geh ich pennen. Leber, du hastn scheiß Job... sorry.
Omg... Kontoauszug überflogen, ich hab in einem Monat über 1000 Euro aufn Kopf gehauen. Ohne Grundkosten, ohne Lebensmittel.
1000 Euro.

"Weil unsre Welt zu grau ist und die Farbigkeit verliert."

Jede Lappalie stürzt mich zu Boden. Stimmung scheiße, Gedankenkreise um eine Kleinigkeit, so klein, dass sie mir zum niederschreiben zu peinlich ist.

Sonntag, 8. April 2012

Kein Bass ist vereinnahmend genug, um dieses Gefühl, das ich nicht benennen kann, wegzupusten.

Ich hasse es. Es kommt immer wieder. Ich fühle mich so ausgeliefert, weil dieses Gefühl macht, dass ich mich zerstören will.
Man kanns wohl auch einfach unter "Druck" abstempeln, aber das ists für mich nicht.
Es ist mehr als das. Es macht mich die absolute Selbstzerstörung wollen, es macht mich den Tod wollen. Es macht mich unruhig und es macht mich unfähig, mich bei den Pflegern zu melden.
Es macht mich verrückt.

Ich kann essen, um es zu unterdrücken, doch es kommt wieder.
Ich hab Wodka da, ich hab Zigaretten da. Ich will mich einfach nur noch wegsperren, zulaufen lassen und Stümmel an mir ausdrücken.

Eigentlich will ich nur frei sein. Warum muss ich mich dafür erst selbst zerstören? Bin ich erst frei, wenn ich tot bin?

AH, ich HASSE es.
Der Scheiß lässt sich nichtmal von Tavor und Diaazepam abstellen!!

Samstag, 7. April 2012

Hemmungsloses Shoppen, EC-Karte machts möglich. Auf meinem Konto sind momentan noch 1000 Euro, es waren bis vor ein paar Tagen noch 1500.
Was hab ich gekauft? Schuhe, Oberteile, Cardigans, Jeans, Parfum, Silikon-Backformen, .... die Liste geht ins Unendliche.
Und bei jedem Kauf, das falsche Glücksgefühl. Ich hassliebe es.

Gerade schmerzt mein Herz wieder, seelischer Schmerz. Als ob es herausgerissen wäre.
Ich hasse diese Leere. Ich fühle mich im Moment wie ein Nichts, nein, Nichts ist zu neutral, ich bin negativ.

Ich brauch Klammerpflaster für meine Seele, warum?
Warum brauch ich das? Mir ist nie etas wirklich schlimmes widerfahren, bei mir gibts nichts "aufzuarbeiten", ich BIN einfach so. Das ist ein ekliges Gefühl.

Versuch, heile Welt zu spielen, für alle Ostergeschenke gemacht, Nägel frisch lackiert, Zimmer aufgeräumt und trotzdem alles so schwarz in mir.

Ich will, dass es weg geht, das Dunkle.

Freitag, 6. April 2012

Die Feiertage ziehen sich.
3 Stunden Ausgang hab ich, da lässt sich doch wirklich was bewegen - eher nicht.
Am Mittwoch werden meine Nekrosen am Arm von der Vereisung wegoperiert, wenn ich meine Wunden weiter immer wieder aufreiße, brauch ich echt Glück um nicht ne Mega-Infektion zu bekommen. Aber es ist schwierig gegen den Zwang anzukämpfen.

Ich bin mit meinen 3 Stunden Ausgang gerade zuhause. Es sieht aus, wie auf ner Baustelle, mein Regal ist zur Hälfte aufgebaut und der Rest fliegt rum.
Ich fühle mich wirklich hilflos.

Ich hab Angst, nicht mal Abi 2013 zu packen.
Ich hab Angst, mich immer mehr kaputt zu machen.
Ich hab Angst, denn ich hab die Kontrolle über mich schon vor Langem verloren.

Mittwoch, 4. April 2012

Dienstag, 3. April 2012

Die Schnitte sind so lächerlich, das Glas war halt stump wie scheiße und trotzdem schickt mich meine hyperängstliche Ärztin in die ZNA. Die Wunden müsste man nichtmal klammern -.-

Fuck life
Zu Pimpamperon, Diazepam, Tavor und dem Standard-Kram noch etwas Wodka?
Gern doch.

Hab mir meine Nekrosen größtenteils abgerissen. Nekrosen = tote Haut von der Vereisung.

Ich bin schon ein Held.
Mir wird schlecht, wenn ich an mich denke, meine Zukunft, meine gegenwärtige Existenz.
Ich will aus der Klinik und ab in den Tod.
Ich weiß nicht, was mich abhält. Masochismus?

Grad nicht fähig die Kommentare zu beantworten, ich mach das die Tage noch.

Montag, 2. April 2012

Ich verstehe glückliche Menschen nicht. Ich fühle mich wie von einer anderen Welt, einer Welt, bestimmt von Schmerz, Monotonie und Sinnlosigkeit.

Stinkende, eiternde Wunden, Moder, Moder.

Ich hab keine Kraft mehr für Aktivität, ich suche mir Süchte um künstlich angetrieben zu werden. Essen, SVV, Alkohol, Zigaretten. Computer sowieso.

Ich bin nichts.

Ich bin auf dem sichersten Weg in den Tod.

Sonntag, 1. April 2012

Leben ist grau, grau tut mir weh.
Ich will in den Flieger steigen, irgendwohin, abseits aller meiner Bekannten und dort verrecken.
Warum bin ich zu schwach zum Leben?

Ich quäle mich die Sekunden, Minuten und Stunden bis zum Abend in meinem Bett herum. Hab gute Lust abzuhauen, mich vollzusaufen und mit angetrunkenem Mut n Dealer auf der Straße suchen.
Alles so unerträglich. Draußen scheint die Sonne, zynische Strahlen.