Donnerstag, 31. Mai 2012

Habs mal wieder geschafft, wär ja auch ne Schande, ne Woche lang keine Essattacke zu haben. Mir Hilfe holen? Ne, ich doch nicht, lach - Ich brauche doch keine Hilfe. Und überhaupt, ich hab gar keine Probleme, denn ich bin stark.
Sarkasmus aus! - Danke

Kennt ihr die Vodafone-Werbung? Ich liebe sie, sie vermittelt irgendwie das Gefühl totaler Freiheit und Lust aufs Leben. Gleichzeitig weiß ich, dass Leben nie so ist. Das macht traurig.

Am Samstag seh ich meine Familie mal wieder. "Mir gehts bestens", typisches Blabla.

Meine Therapeutin meinte zu mir, dass es wichtig ist, die Tagespläne einzuhalten, weil ich erst mit einem Fuß im Leben stehen sollte, bevor sie richtig therapieren kann. "Es wird Gefühle auslösen, die unglaublich tief und brennend sind. Wir wollen, dass unsere Patientn einigermaßen stabil sind, um zu wissen, dass sie das aushalten und sich nicht vor den nächsten Zug schmeißen, weil es so weh tut."
Macht Sinn - Ich denke immer noch so oft an Suizid, auch wenn ich momentan deutlich distanzierter davon bin, als noch vor einigen Wochen oder gar vor der Aufnahme in die Psychiatrie.

Morgen hab ich n Termin beim plastischen Chirurg. Er hat mich die letzten Male total provoziert... nicht bösartig, aber ein wenig hat er mich und die Frage, ob ich Zurechnungsfähig bin, ins lächerliche gezogen. Bin gespannt, was er morgen von sich gibt.

Muss jetzt gleich zum Abendessen, mein Magen platzt gleich, 3000kcal hab ich sicherlich intus, Juche!
Schön die Richtmenge essen, wa? Yummy, yummy, yummy, I've got so much shit in my tummy.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Ein neuer Tag, neue Hoffnung - im Grunde meines Herzens eigentlich nicht.
Heute habe ich Fertigkeitengruppe, nur um wieder erzählt zu bekommen, was ich eh schon weiß.
Danach ins Einzel, 50 Minuten die mit Planung für den Tag totgeschlagen werden, meine eigentlichen Themen werden gar nicht bearbeitet, wohl auch, weil ich gar nicht konkret benennen kann, welche es sind - Ich merke nur immer mal wieder im Alltag: "Oha, Angst/ Panik".

Dienstag, 29. Mai 2012

Montag, 28. Mai 2012

Alles zieht sich so ewig... ich, der Fernseher und der lange, lange Tag.
Grauenhaft...
Das lange Wochenende hat mir also mal wieder gezeigt, wie schlecht ich Zeit mit mir selbst verbringen kann. Kann man sowas lernen? Was machen denn "normale" Menschen an einem Sonntag/ Feiertag?

Ich will nur noch schlafen und den Tag beenden, bis dahin muss ich aber noch Essen, duschen und meinen Verband wechseln lassen.. uh, anstrengend.

Ich hoffe, dass ich bald meine Hauttransplantation bekomme...

Sonntag, 27. Mai 2012

Mir ist kotzübel, Essattacke nach einem grauenhaften Tag. Ich lag nur im Bett und hab die Minuten bis zum nächsten Essen gezählt.
Mich pisst alles nur noch an... dieser endlos scheinende Kampf mit mir selbst.

Bin versucht zu sagen: "Ich geb auf", doch was wär dann? Geht nicht.

Und morgen wird genauso beschissen, Freude pur.
Ich will schreiben, wie es mir geht, nicht mehr mit meinen Gefühlen allein sein, aber sobald ich das Textfeld
öffne ist mein Kopf leer.

Die letzten Tage strenge ich mich wirklich an und ich bekomme viel positives Feedback. Ich habe auch oft gute Laune, aber das strengt so sehr an. Heute Ist kein guter Tag, ich verkrieche mich in meinem Zimmer, um ja nicht zu Unternehmungen aufgefordert zu werden.
Ich fühl mich so kraftlos... ich möchte schlafen, wälze mich aber stattdessen nur in meinem Bett herum und schaue hirnlose Sendungen.

Ich hab echt Probleme, meine Gefühle wahrzunehmen, aber im Moment fühle ich Trauer und Einsamkeit - darüber, dass ich mich von meinen Bezugspersonen so sehr distanziere bzw. einfach nur auseinanderlebe.
Meine Freunde haben jetzt Abi, meine Betreuerin genug eigene Probleme, meine Therapeutin ist an mir total desinteressiert.

Alles nur noch Bekannte.

Ich packe das nicht. Ich überlege ernsthaft in eine therapeutische Einrichtung zu ziehen. Ich hab so Angst nicht mehr allein leben zu können...

Freitag, 25. Mai 2012

Die letzten Tage waren anstrengend. Ich war recht aktiv, bis auf heute Nachmittag, da hab ich einfach nur gepennt - aus Angst vor der vielen freien Zeit. Blöd, ich sollte mich nicht davor drücken.
Heute hab ich die Hauttransplantation bewilligt bekommen, ich versuche sie als Abschluss zu sehen. Ich möchte mich nicht mehr selbst verletzen, auch wenns schwer ist.

Ich hab mich bei meiner Freundin zurückgemeldet, auch wenn sie zuerst die Initiative ergriffen hat. Ich bin trotzdem stolz auf mich.

Ich versuche alles ein wenig optimistischer zu sehen, auch wenn es scheiße schwer ist. Ich hab Angst vor den freien Tagen, ich hab nichts vor und Angst, dass alle was machen und mich keiner fragt - ne realistische Angst.
Hier gibts die totale Grüppchenbildung und ich bin davon irgendwie einfach total abgeschottet, shit.

Alles nicht so einfach...

Mittwoch, 23. Mai 2012

110 Euro oder so, die berauschte Stimmung lässt nach oder besser gesagt, sie ist nun unten angekommen.
Kennt man ja.
Bin es leid darüber zu schreiben, leid das alles zu fühlen, die Schmerzen, physisch und psychisch. Ich wünsche mir so sehr, dass sich was ändert, einfach so, ohne dass ich was dafür tun muss - dass sich ein Schalter in mir umlegt und mich das alles besser aushalten lässt, denn ich kann nicht mehr.
Und trotzdem werde ich morgen aufstehen, essen in mich stopfen und mir von Therapeuten erklären lassen, wie sich alle meine Probleme in Luft auflösen und ich werde es ihnen wieder nicht glauben.
Ich bin nicht nach Schema F behandelbar, denn ich bin nicht Schema F...

...leider

Dienstag, 22. Mai 2012

In letzter Zeit kaufe ich so verdammt hemmungslos viel ein und das Schlimme ist, dass es das Einzige ist, das mir noch ein wenig Freude bereitet.
Schuhe, Taschen, Klamotten, Krimskrams, egal, Hauptsache Geld rausschmeißen.

Irgendwie reite ich mich immer tiefer in die Scheiße rein und wenn ich auf den zu bewätigenden Berg sehe, verlässt mich der Mut. Ich bin so vermurkst, von Kindheit auf, dass es ewig lang dauern wird, wenn es denn überhaupt noch zu schaffen ist, gesund zu werden, einfach glücklich.

Morgen gehe ich mit ner Mitpatientin shoppen. Ich hab echt Angst, total ungezügelt einzukaufen, die Hemmschwelle wird immer niedriger. Ich hau mein Geld, das fürs Studium gedacht war, sinnlos raus - Ich bin froh, wenn ich morgen die 100 Euro nicht sprenge. Denn wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, brauch ich nichts Neues, hab die letzten Wochen doch so viel gekauft.

Woher soll ich die Kraft noch nehmen?
Ich kann schon lange nicht mehr.

Montag, 21. Mai 2012

Ich hab so Angst, dass die einzige Option die bleibt, der Tod ist.

Ich kenne mich nicht, habe absolut keinen Zugang zu meinen Gefühlen, abgesehen von der Trauer, die mich einfach überwältigt, sich aber binnen Minuten in totale Anspannung umwandelt. Man darf ja nicht traurig sein, traurig sein, heißt schwach sein, weißt schon, ne.

Jeder Tag erneut die brutale Realität: Mein Körper sieht wie ein Wrack aus und mein Wille ist mimosenhaft. Immer wieder, tagtäglich, punch in my face.

Ich kann aus der Therapie nichts sinnvolles für mich ziehen - ich rede an der Therapeutin vorbei und sie an mir.

Und immer wieder ziehe ich hier das ernüchternde Fazit: Es wird nicht(s) besser.
Ich hab die Schnauze schon wieder so gestrichen voll.
Immer die gleichen scheiß Gedanken, nein, ich bin nicht fett, mein Gewicht ist okay, gottverdammt.
Nein, ich muss nicht perfekt sein.

ICH WILL NICHT MEHR

nicht mehr dieses Wrack sein. Der sicherste und schnellste Weg ist abmurksen, so what.

Ich hasse es in mir, dieser Vollidiotin gefangen zu sein.

Mach mich fertig, liebes Ich.

Sonntag, 20. Mai 2012

Ich will versuchen, gesund zu werden, ich will sagen können, dass ich es von ganzem Herzen probiert habe.

Ich frage morgen, ob ich jetzt ne Hauttransplantation bekomme. Ich möchte sie, einfach als Zeichen für eine neue Phase. Ich will nicht jeden Abend meine fast handgroße Fleischwunde neu verbinden lassen, mit dem Wissen, dass sie laut Arzt Jahre zum Heilen braucht.

Das Wochenende war wirklich anstrengend, aber ich habe viel unternommen. Ich habe mich nicht in mein Zimmer verkrochen und alles an Angeboten abgeschlagen.
Ganz ohne Selbstverletzung kam ich ärgerlicherweise nicht über die 2 Tage, ich hab mir am Coolpack (eigentlich wollte ich es nur als Skill einsetzen, wie ironisch, dass ich mich selbst mit Skills selbst verletze) eine kleine Vereisung an der Hand geholt.
Ärgerlich...

Ich möchte morgen bei meiner Therapeutin bzgl. meines Gewichts reden. Mein Wunsch ist ja, krankhaft abzunehmen. Ich will versuchen, auf gesundem Wege ein wenig abzunehmen. Mein momentaner BMI ist 22, ich hoffe, dass die Klinik mich bis 18,5 unterstützt. Mehr werde ich dann auch nicht abnehmen! (Ohje, ich hab mich schon wieder in meine Berechnungen verkrochen, mich lockt das Untergewicht immer noch sehr)

Hoffend, dass alles irgendwann rosiger aussieht.

Samstag, 19. Mai 2012

Unbeschreiblich tiefe Trauer.. ich kann mit Gefühlen nicht umgehen, sie machen mir Druck.
Meine Tagesplanung wurde übern Haufen geschmissen, war ja klar, dass es nicht klappt. Ich bekomme ja eh nie was auf die Reihe - Hallo automatische Gedanken, ich hab euch identifiziert. Hilft mir nur leider nichts...
Theorie sitzt, Praxis hakt.

Ich weiß nicht wie ich den Nachmittag überstehen soll.
Tapfer mach ich Skillsketten... aber es ist alles nur ein Betäuben, dieses Leben, ist es einfach nicht für mich gemacht?
Auf meinem Zettel steht in Großbuchstaben und eingerahmt "Für ein Leben" - was für eins?
Egal, Skill, Skill.


Kein Skill tötet die Hoffnungslosigkeit.

Meine Therapeutin hier kann mir auch nicht helfen, mir kann niemand helfen, ernsthaft. Alle fragen mich was ich denn brauche, aber woher soll ich das wissen?

Bin ich lebensunfähig?

Langsam sinkt der Druck, die Skills haben geholfen... es bleibt ein komisches Gefühl zurück.
Noch 5 Stunden bis zum Abendessen....

Mit Mitpatienten rausgehen, uh, Qual.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Ich sitze in ner Mädelsrunde und die Themen kommen mir so fremd vor. Männerprobleme, Luxusprobleme!
Ich will auch über sowas nachdenken müssen, stattdessen dreh ich mich ewig im Kreis. Psychiatrie oder nicht? Das ist das Thema, mit dem
ich zu hadern habe und ich könnt heulen, weil ich genau weiß, dass mir momentan die Kraft zum gesund werden fehlt, aber ich will doch eigentlich.
Ich hab Angst noch ein Schuljahr zu verlieren...
Am liebsten würde ich einfach vor allen meinen Problemen wegrennen und in eine neue Stadt ziehen, wohl wissend, dass das eigentlich kompletter Blödsinn ist, weil mich alles wieder einholen würde und ich dann wirklich komplett allein dastehe.
Psychiatrie aka Lebensauszeit und Anti-Gesundheit vs. Psychosomatik aka Gesundungswillen und Anstrengung.
Was nun?

Ich wär so gern normal, gesund, ...

Mittwoch, 16. Mai 2012

Fressattacke, neue Vereisung, das Produkt des heutigen Einzels:

Ich soll mich grundsätzlich entscheiden ob ich gesund werden will oder nicht-
Ich meinte, ich hab die Kraft nicht, mich prinzipiell FÜR die Gesundheit zu entscheiden, also muss ich mich gegen die Gesundheit entscheiden, weil ich anders nicht kann und nicht will-
Wenn ich mich gegen die Gesundheit entscheide, werd ich mich suizidieren-
Dann soll ich doch erstmal zurück in die Psychiatrie, bis ich mich umentscheiden KANN-
Überforderung-
Fressen-
Vereisen-
Pennen-
Gute Nacht
Verkauf' meine Seele an den Teufel, tiefschwarz und verloren ist sie schon.


Sonntag, 13. Mai 2012

Andere haben wirklich Probleme.

Ich hab einfach nur n scheiß Charakter.
Mir fehlt Liebe.

Egal wie viel Aufmerksamkeit ich bekomme, ich werde niemals dieses Loch stopfen können. Ich kann nicht lieben, warum auch immer. Und das schmerzt.

Mein Arm tut von den Wunden weh. Ich hab das Gefühl mich endgültig ins Lebens-Aus geschossen zu haben. Ich werd für immer Narben an meinen Armen haben... und an meinen Beinen ja sowieso vom Schneiden.
Wenn ich nicht so eine Angst hätte, hier rauszufliegen, hätte ich mich längst frisch vereist.. ich würde so gerne, ich habs nicht anders verdient, haha.

Auf der anderen Seite würd ich grad gern alles hinschmeißen und nur noch... vegetieren? Ich will wieder meine Medis aus der Psychiatrie, da ging alles an mir vorbei, da war ich nicht ganz ansprechbar und das war toll. Einfach nur noch körperlich präsent sein und mit den Gedanken im Nirvana.

Ja, es kann sehr gut sein, dass ich mir das grad schön rede, aber momentan scheint das wieder so erstrebenswert.
Der Tod wäre auch toll - Ich weiß ja, dass nicht mehr viel fehlt, wenn ich wieder nachhause komme. Ich komm da doch direkt wieder in ne total suizidale Stimmung. Alles kalkül.

Ach man, warum ist alles so schwer? 
SVV hart an der Grenze... ich hab mir einfach Haut abgezogen und jetzt ne mehr als doppelt so große Fleischwunde. Shit, man. Jetzt hab ich diese Scheiße schon 2 Monate an meinem Arm.

Ich hab das Gefühl, total die Kontrolle verloren zu haben.

Samstag, 12. Mai 2012

Der Tag zieht sich, ich weill einfach nur, dass er aufhört. Und morgen auch aufhört. Das Leben einfach aufhört.
want this

Oder pausiert, wenigstens das - bis ich wieder mehr Kraft und Lebensmut habe.

Im Moment ist alles viel zu kompliziert. Ich weiß nicht, ob ich meine ambulante Therapie bei meiner bisherigen Therapeutin weiterführen kann. Das schmerzt, ich habe meine Therapeutin so lieb. Aber sie hat sich verdammt unprofessionell verhalten und wir kommen zusammen nicht weiter. Aber dann möchte ich doch einfach nur bei ihr sein. Sie ist so liebevoll und persönlich. Ich mag sie wirklich von ganzem Herzen, sie ist wie eine Mutter für mich. Eine bessere, als meine leibliche.
Und das Schlimme ist: Keiner kann mir den Schmerz, die Verletzung abnehmen. Und keiner kann mir abnehmen ihr zu sagen, dass ich bei ihr nicht mehr in Therapie gehen möchte.
Und vllt. schaffe ich das auch gar nicht, vllt. bin ich jetzt schon viel zu abhängig, um diese ursprüngliche Dienstleister-Beziehung zu beenden, es ist einfach ausgeartet.


Donnerstag, 10. Mai 2012

Ich kämpfe, ich muss. Scheiße, wenn ich wieder nachhause komme und es klappt nicht, dann weiß ich auch nicht mehr weiter, außer mit dem Abschluss von all dem, all der Qual und all der Hoffnung. Ende, Cut.

Aber das will ich nicht, ich kämpfe momentan so sehr mit mir, ich esse die scheiß Richtmenge, obwohl ich immer noch abnehmen will, ich gehe in Depressionsbewältigung, ich versuche in der Therapie mitzuarbeiten und wieder aktiver zu werden, weniger meine Probleme "wegzuschlafen". Aber es ist so anstrengend. Ich hab Angst, es nicht zu schaffen, ich bin oft so destruktiv. Ich sauge negatives auf und interessiere mich für Erzählungen, wie es dazu kam, dass es den Leuten hier so schlecht geht.
Aus all den Fehlern forme ich den ultimativen Selbstzerstörungsplan. Er wird funktionieren, das weiß ich und das macht mir Angst, denn ich kann diese Anteile in mir nicht abschalten. Sie sind da, sie übernehmen für eine gewisse Zeit die komplette Kontrolle, sodass ich nicht mal mehr fähig bin, Skills auch nur versuchen einzusetzen.
Ich will mich dann einfach kaputt machen. Kaputt mit dem Fernziel Tod - weil ich ja scheiße bin.

Das ist alles so gruselig und ich möchte einfach nur "JA" zur Therapie sagen können.
"NEIN" zur Essstörung, "NEIN" zu den Depressionen und irgendwann auch "NEIN" zur sozialen Phobie, aber die ist nicht vordringlich.

Scheiß Dilemma, scheiß Ambivalenz.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Heute war es einfach von allem ein Quäntchen zu viel, meine Gedanken kreisen wie verrückt.
Ich will doch nur schlafen.

Dienstag, 8. Mai 2012

Irgendwie tritt die depressive Symptomatik momentan in den Hintergrund, dafür wird sie durch ein allgegenwärtiges Anspannungsgefühl ersetzt.
Es erinnert mich ein wenig an die Zeit vor der Klinik. Vllt. erinnert sich noch jemand: Ich hab echt viel gemacht und war sehr aktiv bevor die letzte Krise kam. Ich hab das Gefühl, dass alles wie ein Kartenhaus zusammenklappt, wenn die strikte Struktur hier wegfällt.

Montag, 7. Mai 2012

Ich finde keine Worte mehr für meine Zustände. Da ist nur so viel Druck und so viel Anspannung, zu viel Zeit und zu wenig Programm. 
Ich würde am Liebsten den ganzen Tag über schlafen, um nicht über meine Probleme nachdenken zu müssen.

Ich esse momentan die Richtmenge - ich werd fett.

Meine Therapeutin ist diese Woche im Urlaub.. gleich Einzelgespräch bei ihrer Vertretung, meiner Ärztin.

Ich hab das ungute Gefühl, dass alles wieder so wird, wie vor meiner Aufnahme, sobald ich wieder alleine bin.
Ist doch bis jetzt immer so gewesen... ich hab keine Lust mehr auf das Spielchen, ich will, dass es aufhört!

Tu was dafür!
- Leichter gesagt, als getan.

Samstag, 5. Mai 2012

Ich bin ein wenig geschockt. Ich saß doch nur in meinem Töpferkurs und ohne mein Wissen werde ich plötzlich polizeilich gesucht und als vermisst gemeldet. Chaotenhaufen.
Ich will doch nur Ruhe.

Donnerstag, 3. Mai 2012

1 kleiner Schnitt, mehr hab ich mich nach 1 Stunde und 40 Minuten nicht getraut.
1 Stunde 40 Minuten Beschaffungszeit für Klingen und Deo.
1 Schnitt... zu klein, wird nicht mal genäht werden müssen.

Haloperidol, 90 Tropfen, Maximum. Mehr bekomm ich nicht. Will umkippen.
Müdigkeit. Leben am Anschlag, ich will nicht mehr...



Mittwoch, 2. Mai 2012

Ausgelaugt, gähnende Leere und jetzt ist Abendessen angesagt. Ich will nicht essen. Ich will verpuffen - ins Nichts.
Ich hab irgendwie Angst, Angst vor dem Tag. Einzelgespräch, Arztsprechstunde und Chef-Einzel. Und BWT-Beratung.
Zwischendurch noch einkaufen, ich muss einfach funktionieren.

Edit: Ich hab alles rum, bis auf das Chef-Einzel.
"Bei Ihnen kann man ruhig 3* die Woche Sport ansetzen, Frau x." - Ja, DANKE, ich WEIß, dass ich hier die FETTESTE bin.
Ich hasse es, da so feinfühlig zu werden, aber ich empfand das als Beleidigung.

Mir ist schlecht, ich ekel mich selbst an.

Dienstag, 1. Mai 2012

Ich soll mich entscheiden, der Wunsch abzunehmen ist nicht mit einer Gesundung vereinbar.
Ich will aber nicht für immer so fett bleiben. Ich will abnehmen.
Und wenn ich anorektisch werde, weil meine Fressattacken ausbleiben, dann werde ich halt anorektisch.
Big me.