Montag, 17. September 2012

Was wäre, wenn ich nicht bloggen würde?
Was wäre, wenn ich gar nicht mehr oder nurmehr für mich selbst schreibe?
Brauche ich das Wissen, dass da jemand weit weit weg vielleicht liest, was ich schreibe?

Bin ich abhängig von der Bloggerwelt? Was wäre, wenn ich auch selbst keine Blogs mehr lese?
Was würde dann mein Leben füllen?

Angst vor der Leere. Und absolute Konfrontation.

Ich möchte es versuchen. Einen Monat, bis zum 17.10.2012. Danach gibts ein Resumé, wie es dann weitergeht, entscheide ich dann.
Denn das hier ist mein Leben. Und ich möchte gesund werden. Ich möchte nicht an den Krankheiten festhalten. Ich will nicht vegetieren. Ich will mein Leben auch endlich wirklich leben.


Eigentlich ist es ganz leicht: Iss normal, beweg dich normal, lern normal, triff dich normal

Und warum bitte klappt das bei mir nicht? Bin ich zu doof für Graustufen zwischen Schwarz und Weiß?

Ich fühl mich total überfordert und würd gerade am Liebsten nur noch schlafen. Andauernd hab ich das Gefühl, psychisch total zusammenzubrechen.
Ich hab Hunger, Kopfweh, Schwindel, mir ist übel, ich friere.
Ich hab in Physik 1/4 Jahr nachzuholen, ich muss meine Wohnung putzen, morgen hab ich Vorstellungsgespräch, das betreute Wohnen klappt nicht wie ich es will.

Scheißdreck, MAN.
Warum bekomm ich nichts auf die Reihe?

Edit: Nach der Therapie geht's mir besser. Krass wie sehr sie mich (im positiven Sinne) manipulieren kann!

Sonntag, 16. September 2012

Mein Kopf brummt und ich bin total überfordert. Der Physik-Kurs, in dem ich mein Abi machen möchte, ist viel weiter, als meiner es damals war. Mir fehlt SO viel Stoff! Ich komm dadrauf grad gar nicht klar. Ich will doch gut sein. Ich will doch alles sofort verstehen.
Ich verstehe das neue Thema nicht, weil mir der Hintergrund fehlt.
Ich bin so ungeduldig. Und statt alles nach und nach zu lernen, gebe ich einfach auf.

Da ist sie wieder, die Schockstarre.

Ich möchte eigentlich grad nur wieder essen, essen, essen, PC spielen und schlafen, Schule schwänzen.
Ich werds Abi verkacken. Mir fehlen die Graustufen im Denken. Ich weiß, dass ich mich unnötig reinsteigere, aber ich kanns grad nicht abschalten.
Möchte ich meine Ansprüche denn runterschrauben? Möchte ich nur Durchschnitt sein? Ich bin doch sonst nichts. Grade alles wieder abwärts gerichtet.

Samstag, 15. September 2012

1 Woche mit so wenig PC und so viel Aktivitäten, wie seit Jahren nicht mehr. Die Woche war, im Schnitt, echt gut. Der Start in der neuen Stufe war richtig gut, konnte schon ein paar Kontakte knüpfen.

Nur das Essen klappt nicht so richtig, ich spare schon wieder an allen Ecken ein, esse nichts Warmes mehr ("und wenn schon nichts Warmes, dann muss es ja auch nicht so viel sein" *Augen roll*) und auf der anderen Seite dann Essattacken, aber mit eigentlich echt wenig Kalorieninput und auch seltener als sonst.
Trotzdem geht mein Gewicht hoch und hoch und hoch. Ich hab Angst, dass es von meiner Medikation kommt, denn ich hatte schon sehr viel exzessivere Zeiten bzgl. Essattacken und da ich ja nicht erbreche, ist klar, dass zunächst mal der Mageninhalt 1-2kg mehr auf die Waage bringt. Im Moment gehts aber nach ner Essattacke, nicht mehr so wie sonst, runter, sondern das Gewicht stagniert, bis es vom nächsten Anfall weiter in die Höhe getrieben wird.

Und was auch noch ein dickes, fettes Manko ist, dass ich hier seit ner Woche rumkränkele. Wollte nie zuhause bleiben, weil aus krank dann ganz schnell "krank" (aka keinen Bock) wird und das will ich erst gar nicht anfangen.

Heute hab ich wieder ein kleines Tief. Der Tag hat mit essen, essen und nochmal essen begonnen und jetzt sitze ich faul vorm PC. Eigentlich sollte ich Kafkas Proceß lesen, aber meine Konzentration ist grauenhaft schlecht. Und jeden Satz 3 Mal lesen zu müssen, ist echt frustrierend.
Naja, heute Mittag gehe ich mit einer Freundin und ihrem Freund auf den Flohmarkt, ich hoffe, dass das meine Stimmung wieder hebt.
Danach darf ich mich mit meiner ehemaligen Betreuerin treffen, sie hat mir ne neue Betreuung organisiert, die aber noch nicht verbindlich geregelt wurde. Sie meinte, dass sie deswegen mit mir reden muss und dass besser wäre, das persönlich, als am Telefon zu machen. Also gehts heute Nachmittag Café mit ihr trinken.
So durcheinander, wie sie am Telefon klang, kanns nichts Gutes sein.

Dienstag, 11. September 2012

Ich hasse es, ich hasse es, wie trist alles schon wieder wird. Gestern hab ich noch geschrieben, dass ich keine überemotionalisierten Posts mehr schreiben will, aber ich weiß grad nicht wohin mit dem vielen Grau, das alles vereinnahmt.
Mir ist im Moment alles gleichgültig, alles egal. Mit Ausnahme der Zeit - Die geht mir nämlich zu langsam rum.

Noch eine Zeitstunde, bis ich mich auf den Weg zur Schule machen kann. Noch 3 Stunden, bis ich mich auf den Weg zu meinem Psychiater machen kann. Ich bin froh, ihn wieder zu sehen.

Ich hoffe, ich bekomme Ritalin angesetzt, denn vom Truxal, Seroquel und evtl. auch vom Venlafaxin bin ich so gepuffert, dass ich mich nicht mehr gescheit konzentrieren kann.
Und irgendwie hats ja auch schon fast Stil, diese hässlichen Tablettenboxen immer weiter zu füllen.

Und noch 8 Stunden, bis ich meine potentielle neue Betreuerin kennen lerne.
Und noch 11 Stunden, bis die Juso-Sitzung ist.
Und noch 13 Stunden bis ich schlafen kann.

Und noch 21,5 Stunden, bis der ganze Scheiß von vorne beginnt.
Schöne Aussichten.

Shit


Montag, 10. September 2012

Ich bin die letzten Tage immer wieder in Versuchung, alles total schwarz-weiß zu malen und aus diesen Stimmungen heraus, zu posten.
Aber ich möchte das nicht, ich will nicht alles dramatisieren, ob ins Positive oder Negative.
Bei mir schwankt alles hin und her, für den einen Moment hab ich das Gefühl, alles auf die Reihe zu bekommen und bin mir sicher, dass ich das diesmal alles klappe, nur um dann einige Minuten später wieder unten zu sein und mir schon sicher bin, dass ich es nicht schaffe und mir überlege, dass es ja dann auch sinnlos wäre weiterzuleben, weil wird ja eh nie klappen.
Nerv!
Distanzieren von den Stimmen im Kopf ist wohl angesagt.

Heute war der erste Schultag und der war verdammt anstrengend. Mir fällt es so schwer, in Kontakt zu kommen und zusätzlich dazu bin ich ja körperlich auch ziemlich angeschlagen.
Ich frag mich, ob das was Psychosomatisches ist, das letzte mal wurde ich auch krank, als der (selbstgemachte) Druck zu groß wurde.
Sonst werde ich eigentlich echt selten krank.
Naja, langsam wirds auf jeden Fall wieder besser.

Und so schleppe ich mich von Tag zu Tag *dadüm*

Freitag, 7. September 2012

Über Nacht hab ich mir n Schnupfen eingefangen, dazu eine wunderbar matschige Birne.

Mir ist aufgefallen, dass mein Problem nicht die Aktivitäten sind, sondern die Leerlaufzeiten. Ich kann nichts, nichts, aber auch gar nichts mit mir selbst anfangen. Ich muss immer irgendwo rumrennen, wenn ich nichts zu tun habe, gehts mir mieß.
Da such ich mir halt Fluchtwege, wie wärs beispielsweise mit Essen? Aaaah, das kommt mir doch bekannt vor.
Wie wärs mit Computer spielen? Oooooh.

Ja, ich glaube ich habe ein Problem damit, mich mit mir selbst zu beschäftigen.

Ich fühle mich auf diesen 20qm meiner Wohnung gleichzeitig so verloren aber auch erdrückt, wirklich beschissen. Ich weiß echt nicht, was ich tun soll. Heute bin ich sinnlos in der Gegend rumgelaufen, hab gegessen, noch mehr gegessen, geschlafen und im Internet rumgesurft. Suuuper.

Das Einzige, was zu tun wäre, wovor ich aber totale Angst habe ist: lernen.
Scheiße. Wenn ich nur daran denke, dass es am Montag wieder los geht und ich Notendruck habe, dreht sich bei mir der Magen um. Das alles macht mich schon fertig, bevor es wirklich losgeht.

Und was hab ich heut Abend vor? Genau, schlafen.

Ja, es tritt gerade ziemlich genau das ein, was rechts unter meinem Namen und dem schicken Bildchen steht.
Fail (diesmal nicht better).


Uh, Sekt hilft gut, das Leben im Rausch ist doch gleich 26* schöner.

Donnerstag, 6. September 2012

Der Sekt ist rosé, meine Welt ist es nicht.
Apotheken-Einkauf für 180€,
ich frage mich, wie viele Kalorien die ganzen bunten Pillen wohl haben. Egal, Essanfall.
Wohne mitten im Geschehen, lebe isoliert. Niemand schreibt, nicht mal zurück.

Hach hab ich sie vermisst, diese herrlich dunkle Welt. I just don't care.

Lächeln. Ich wusste, dass es darauf hinausläuft.
Ich bin selbst schuld, das weiß ich. Und ich weiß auch, dass es mit genau gar nichts bringt, das schriftlich festzuhalten. Und ich machs trotzdem, warum auch immer.

Mittwoch, 5. September 2012

Der erste ganze Tag zuhause. Wieder bei meiner Therapeutin gewesen und gestrahlt. Die Rezepte vom Hausarzt geholt, freundlich gelächelt. Zuhause meine Lampe zusammengebaut, niedergeschlagen.

Ich weiß, ich schreib euch nicht Unbekanntes damit, aber es ist grade so anstrengend. Ich bin schon wieder am Zweifeln. Kann ichs überhaupt schaffen? Bin ich ein hoffnungsloser Fall?

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, dass ich wieder bei meiner Therapeutin bin. Ich hab Angst, dass sie mir eher schlecht, als gut tut. Ichhab Angst, dass ich mit ihr nur an der Oberfläche kratze und eigentlich nur auf den nächsten Zusammenbruch warte.
So kommts mir zumindest grad vor :(