Samstag, 10. Mai 2014

Das Leben läuft gut für mich und ich habe mein Ziel, einen Praktikumsplatz zu finden, erfüllt. Am Montag geht es los, 10-18 Uhr täglich bei einem MLP-Konkurrenten. Ich werde dabei sein, wenn Fonds und Versicherungen vermittelt werden und ich werde, wenn ich gut bin, Seminare selbst halten.
Aufsteigender Ast. Ich bin nun stellvertretende Vorsitzende bei der Jusos in meiner Stadt, ich komme weiter und ich werde geschätzt oder zumindest meine Arbeit. 

Meine Betreuung habe ich vor 2 Wochen beenden können, ich lebe nun alleine, habe meine Therapeutin nun fast 2 Monate nicht mehr gesehen. Es ist ein bisschen schaurig, dass ich mich nun an nichts mehr festhalten und -krallen kann, das mir Sicherheit vorgaukelt. Aber eigentlich macht erst das frei.

Ich habe große Angst vor dem Studium und den Nächten, die ich weinend vor meinen Unterlagen verbringen werde, weil ich nichts verstehe. Ich weiß, dass das kommen wird und dass das vor allem im Wing-Bereich so viele durchmachen müssen, ich weiß aber auch, dass man sich an das Lernpensum gewöhnt, wenn man das gröbste durch hat.
Ich weiß auf was für wackeligen Beinen momentan alles steht, ein grober Windstoß und ich gerate wieder ins taumeln. Gerade körperliche Wehwehchen lassen mich psychisch versumpfen. Ich merke das wirklich sehr schnell - Wenn ich krank bin, dann geht es mir nicht gut, wie vermutlich jedem. Aber es geht dann irgendwie immer weiter abwärts, ich esse mich voll und wünsche mir sekündlich, dass alles aufhört und die Welt stehen bleibt. Ich nicht mehr bin. Doch im gleichen Atemzug weiß ich zum Glück um dessen Irrationalität und darum, dass es vorbei geht und das Leben doch viel sonniger ist als es manchmal bei Regen erscheint.

Die Geschichte geht immer weiter.


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